E-Commerce-Trends 16.07.2019, 07:21 Uhr

Rattenplage bei Zalando Studios

Die Zalando Studios kämpfen gegen Ratten, Müller will mithilfe von Niceshops digitaler werden, eBay Kleinanzeigen veranstaltet auf YouTube Gameshows, Kingfisher schließt den deutschen Screwfix-Webshop und Amazon verdient am Prime Day auch ordentlich mit Werbung.
(Quelle: Shutterstock / Vasin Lee)
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- NEWS -

Ratten bei Zalando Studios: Seit 2014 arbeiten die Zalando Studios im alten Berliner Postbahnhof. Das Gebäude ist von außen hui, aber Mitarbeiter beschweren sich über undichte Decken, Stromschläge und Rattenkot in den Arbeitsbereichen. Im gesamten Gebäude warnen Hinweisschilder: "Don't attract rats". >>>Business Insider
Müller beteiligt sich an Niceshops: Die Digitalisierung ging die Drogeriemarktkette bislang eher halbherzig an. Jetzt will Geschäftsführer Günther Helm den Themen Omnichannel, Kundenservice und Produktangebot "neuen Schub verleihen." Helfen soll das österreichische Unternehmen Niceshops, an dem sich Müller gleich einen Anteil von 26 Prozent gesichert hat. >>>Leadersnet.at
eBay Kleinanzeigen macht jetzt Gameshows: Die Hamburger Produktionsfirma Fernsehmacher produziert für eBay-Kleinanzeigen ein neues Gameshow-Format, in dem die Preise für außergewöhnliche Artikel geschätzt werden. Zu sehen gibt's das Ganze bei YouTube. >>>DWDL.de
Kingfisher bläst zum Deutschland-Rückzug: Der britische Baumarktfilialist King Fisher hat in Deutschland mit seinen Screwfix-Baumärkten nicht Fuß fassen können. Jetzt werden alle 19 Filialen und auch der Online-Shop geschlossen. >>>Lebensmittel Zeitung

- INTERNATIONAL -

Amazon verdient sich am Prime Day eine goldene Nase - mit Werbung: Anlässlich des Prime Days hat der E-Commerce-Riese offenbar einigen Werbungtreibenden geraten, ihre Marketing-Spendings zu verdoppeln, um während des Schnäppchen-Spektakels keine Marktanteile zu verlieren. Das Perfide daran: Ein Kunde kam aus dem CPG-Bereich - und der ist vom Prime Day gar nicht sonderlich betroffen. >>>CNBC.com
Wie Playbrush mit Daniela Katzenberger Zahnpflege-Abos verkauft: Das österreichische Startup Playbrush versucht, ein Abo für seine Kinder-Zahnbürsten zu etablieren – durch die Verbindung zwischen Software und Hardware und mit Hilfe von kleinen bis großen Mami-Influencerinnen. Unternehmensangaben zufolge hat Playbrush bisher über 200.000 Zahnbürsten und Zahnbürstenaufsätze verkauft – den Großteil davon online im eigenen Shop. Der jährliche Umsatz sei aktuell siebenstellig und steige derzeit etwa 200 Prozent von Jahr zu Jahr. >>>OMR.com
Ikea launcht Online-Shop in Thailand: Der schwedische Möbelhändler verkauft ab sofort auch in Thailand online. Nach Angaben des Zahlungsdienstleisters Wirecard, auf dessen Plattform-Services Ikea setzt, gibt es in Thailand derzeit 39,8 Millionen E-Commerce-Nutzer und diese Zahl soll bis 2022 auf rund 45,3 Millionen weiter steigen. >>>Stores-Shop.de
Macy's optimiert den Customer Care: Beim telefonischen Kundenservice will Macy's nichts dem Zufall überlassen.Wenn ein Kunde anruft, erkennt das "Behavioral Routing" den Persönlichkeitsstil des Anrufers und nutzt die branchenweit größte Kundenpersönlichkeits- und Verhaltensdatenbank. Das System liefert dann eine Empfehlung, mit welchem verfügbaren Mitarbeiter der Kunde am ehesten zufrieden sein wird, und die Verbindung wird hergestellt. >>>Location Insider

- BACKGROUND -

Was die Zahlungsdienstleister in Sachen Zwei-Faktor-Authentifizierung planen: Ab 14. September gilt beim Payment im Web die Pflicht zur Zwei-Faktor-Authentifizierung. Doch nicht alle Zahlarten sind gleichermaßen betroffen. Eine Übersicht, was die einzelnen Zahlungsdienstleister von Amazon Pay bis PayPal planen und was Händler tun müssen. >>>Internetworld.de
Deutsche Startups bekommen so viel Geld wie nie zuvor - aber nicht im E-Commerce: Geldregen für Deutschlands junge Unternehmen: Die hiesigen Start-ups konnten in der ersten Jahreshälfte 2019 so viel frisches Kapital einsammeln wie nie zuvor in einem Halbjahr. Das geht aus dem "Start-up-Barometer" des Beratungsunternehmens EY hervor. Ein Blick auf die Branchen zeigt: E-Commerce verliert erheblich an Bedeutung, Fintech und Mobility-Start-ups erhalten deutlich mehr Kapital. >>>Horizont.net
Jens Spahn geht beim Apotheken-Schutzschirm volles Risiko: Der Bundesgesundheitsminister prescht mit einem europarechtlich wackligen Gesetz zu Online-Apotheken voran. Dem Projekt droht ein ähnliches Schicksal wie der Pkw-Maut. >>>Handelsblatt.com

- ZAHL DES TAGES -

40.000 Läden droht wegen des Online-Handels das Aus, schlägt der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) Alarm. Objektiv sollte man jetzt mal gegenrechnen, wie vielen Händlern der E-Commerce neue berufliche Perspektiven bietet. >>>Bild.de

- GEHÖRT -

"Amazon’s advertising is better understood as an additional tax the company imposes on the millions of businesses that sell through its vast digital mall. It’s one more toll extracted from sellers to access the fast lane of Amazon’s beautiful freeway for shopping."
Bloomberg-Kolumnistin Shira Ovide sieht die Werbeeinnahmen von Amazon als eine Art Zoll, den Marktplatzpartner auch noch zu begleichen haben, um auf der Plattform erfolgreich zu sein. >>>Bloomberg.com



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