E-Commerce-Trends 14.06.18 14.06.2018, 06:56 Uhr

Otto-Onboarding: Ein steiniger Weg

"Wortfilter" testet das Onboarding auf dem Otto-Marktplatz, Amazon sperrt 500 chinesische Händler, Lidl und Aldi liefern in den USA erfolgreich Lebensmittel nach Hause und JD.com will die chinesische Landbewohner per Drohne beliefern.
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- NEWS -

Amazon: Nach "Auskunftsersuchen" der Berliner Steuerfahndung hat Amazon mehr als 500 verdächtige Händler aus China von Geschäften über den Amazon Marketplace ausgeschlossen. Ihre Ware wurde in Quarantäne genommen, die Verkäufer haben keinen Zugriff mehr auf das, was noch in den Lagern und Verteilzentren des Unternehmens liegt. >>>Internetworld.de / Sueddeutsche.de / WDR-Beitrag
Lego: Wie nutzt der Bauklötzchen-Produzent Amazon? Was funktioniert gut und wo sind noch Chancen, den Marktplatz noch erfolgreicher zu nutzen? Das erklärt der aktuelle "Amazon DorfTalk". >>>zum Beitrag
Lidl / Aldi: Die deutschen Lebensmittel-Discounter haben sich in den USA mit Start-ups verbündet, die Lebensmittel nach Hause liefern. Finanziell lohnt sich das – anders als in Deutschland. Der Grund: Im Gegensatz zu deutschen Konsumenten sind die Amis bereit, für den Service extra zu zahlen. Bei Shipt beispielsweise liegt die Jahresgebühr bei 99 Dollar. >>>Handelsblatt.com (Paid)
Axa: Der französische Versicherer will mit der niederländischen Großbank ING, einem der Marktführer im europäischen Online-Geschäft, eine digitale Plattform für den Vertrieb von Axa-Versicherungsprodukten in Deutschland, Frankreich, der Tschechischen Republik, Österreich und Australien aufbauen. Zwar betreibt Axa bereits eigene digitale Plattformen, erhofft sich aber von der Kooperation den Zugang zu einer speziellen Klientel, die "sehr mobil und digital" sei. >>>Handelsblatt.com (Paid) 
EK Servicegroup: Kein Händlerverbund ist so komplex und so kompliziert zu steuern wie der Bielefelder: 4.000 Unternehmer in acht verschiedenen Branchen, vom Spezialisten bis zum Generalisten. Und nun soll auch noch die digitale Aufholjagd beginnen – eine echte Herausforderung. >>>Etailment.de
Next Commerce Accelerator: Das Joint Venture der Hamburger Sparkasse, HSH Nordbank und der Stadt Hamburg startet in eine neue Runde des Startup-Beschleunigungsprogramms. Aus über 100 Bewerbungen aus ganz Europa und Israel setzten sich sechs Startups durch, die unter anderem den Kauf von Herrenwäsche, die Buchung von Reiseaktivitäten, die Fußpflege oder den Einkauf von Industriegasen revolutionieren wollen. >>>Pressemitteilung
Kartenmacherei: Personalisierte Grußkarten sind das Erfolgsrezept von Kartenmacherei.de. Sowohl beim Marketing als auch der Finanzierung geht das Unternehmen bewusst eigene Wege. >>>Internetworld.de
Tennis-Point: In der Nische Geld verdienen, geht nicht? Doch es geht. Tennis Point erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 55,1 Mio. Euro. Dies geht aus dem jüngst veröffentlichtem Geschäftsbericht hervor. Damit hat das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 16,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (44,2 Mio. EUR) erzielt. >>>ecommerce-vision.de

- INTERNATIONAL -

Zara: Die Zara-Mutter Inditex hat im Kampf gegen Amazon einen entscheidenden Sieg errungen, indem sie in das Geschäftsjahr mit einem Gewinnplus gestartet ist. Inditex versucht die Grenzen zwischen Online-Handel und Filialen aufzulösen und seine Shops attraktiver zu machen. >>>Internetworld.de
JD.com: Der chinesische E-Commerce-Riese will auf der Blockchain forderungsbasierte Wertpapiere (ABS) anbieten. Laut der chinesischen Börsenaufsicht, der China Securities Regulatory Commisssion (CSRC), soll das Tochterunternehmen JD Finance die ABS in Verbindung mit Huatai Securities und der Xingye Bank herausgeben. >>>Cointelegraph
JD.com: Während Alibaba in Shanghai die Essensauslieferung durch Drohnen auf insgesamt 17 Routen testet, will Konkurrent JD.com Drohnen nutzen, um Chinas ländliche Bevölkerung - idealerweise Same Day - mit Online-Bestellungen zu beliefert. Die E-Commerce-Umsätze dort stiegen im vergangenen Jahr um 39 Prozent auf 183 Milliarden Dollar. >>>The Economist
Harvey Nichols: Der Luxusmode-Händler bietet Online-Kunden ab sofort Live-Beratung per Video im Messenger. Während Kunden das Warenangebot im Online-Shop ansehen, können sie mit einem Kundenberater interagieren. Dabei können auch Fotos und Live-Videos geteilt werden. >>>Location Insider
Back Market: Der Anbieter generalüberholter, gebrauchter Smartphones und anderer Elektronikprodukte hat für seine weitere Expansion 41 Millionen Euro eingesammelt. Mit dem Geld sollen vor allem die USA erobert werden. Second Hand ist en vogue, schlussfolgert Jochen Krisch von Exciting Commerce. >>>zum Beitrag
Deliveroo: Der Essenslieferdienst integriert künftig auch Restaurants, die ihre eigenen Fahrer beschäftigen. Über den "Marketplace+" können diese ab Juli auf der Plattform eingebunden werden. >>>Engadget
Amazon: Der Twin-Peaks-Regisseur David Lynch verkauft jetzt T-Shirts auf Amazon. Die Klamotten unter dem Label "Studio: David Lynch" sind von ihm selbst gestaltet. Der Preis: 26 US-Dollar pro Stück. >>>Musikexpress.de

- BACKGROUND -

B2B-Commerce: Nur eine Minderheit der deutschen Hersteller betreibt E-Commerce mit ihren gewerblichen Kunden. Angesichts des erfolgreichen Anlaufs von Amazon Business einerseits sowie der forcierten Online-Offensive von Alibaba andererseits droht dem deutschen Mittelstand ein Desaster, glaubt E-Commerce-Experte Gerrit Heinemann. >>>Internetworld.de
Online-Retouren: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert von Handelsunternehmen wie Amazon den sofortigen Stopp der systematischen Zerstörung von Retouren und unverkauften Produkten. Von Bundesumweltministerin Svenja Schulze fordert die DUH, die schon seit Jahren überfälligen gesetzlichen Wiederverwendungsquoten für Elektrogeräte und Sperrmüll einzuführen. Außerdem müsse die Bundesregierung die Mehrwertsteuer endlich nach ökologischen Kriterien reformieren. >>>Pressemitteilung
Kauf dich glücklich: Eine Studie des Tech-Unternehmens Rokt hat ergeben, dass das Online-Shopping als diejenige Aktivität im Netz bezeichnet werden kann, die für die meisten Glücksgefühle sorgt. Das Ansehen von Videos und die Nutzung von Social-Media-Netzwerken können da nicht mithalten. >>>Onlinehaendler-News.de

- ZAHL DES TAGES -

Für 23 Euro je Stück können Investoren Aktien von Home24 kaufen. Damit liegt der Ausgabepreis etwas über dem Mittelwert der zuvor kommunizierten Preisspanne von 19,50 bis 24,50 Euro. Ab dem 15. Juni werden die Aktien dann im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Insgesamt gibt der Online-Möbelhändler 6.521.740 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien aus. Angepeilt wird ein Bruttoemissionserlös von 150 Millionen Euro. >>>IT Times

- GEHÖRT -

"Wenn du es bei Otto schaffst, innerhalb von einem halben Jahr anzudocken, dann ist das echt gut".
Wortfilter-Autor Mark Steier hat das Onboarding auf dem Otto-Marktplatz analysiert und Händlerstimmen eingefangen. Fazit: Für Händler, die Otto-Marktplatzpartner werden wollen, scheint der Weg noch recht steinig. Grundvoraussetzung ist derzeit zudem ein Sortiment von mehr als 300 Artikeln. >>>Wortfilter.de



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