E-Commerce-Trends 14.01.2020 14.01.2020, 07:59 Uhr

Otto will Marktplatz-Anbindung automatisieren

Otto will Marktplatzpartner ab Frühling 2020 automatisiert anbinden, Alnatura macht seinen Webshop dicht, Amazon Logistics verliert schon wieder seinen Deutschland-Chef, Netflix heimst über 20 Oscar-Nominierungen ein, 7-stelliger Exit für DHDL-Start-up Lizza
(Quelle: shutterstock @Vasin Lee)
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NEWS

Otto will Marktplatzpartner ab Frühling 2020 automatisiert anbinden: Seit die Otto Group ihre Öffnung zum Marktplatz verkündet hat, scharrt die Branche mit den Hufen: Wann startet der Marktplatz, den Branchenbeobachter regelmäßig als einzigen deutschen Amazon-Konkurrenten einstufen, denn endlich so richtig durch? Jetzt scheinen die Marktplatz-Pläne nach Informationen von shopanbieter.de tatsächlich voranzukommen: Ab Frühjahr 2020 sollen sich neue Marktplatzpartner bei Otto automatisiert anbinden können - was die bisher übermäßig langen Onboarding-Zeiten verkürzen dürfte. >>>shopanbieter.de
Alnatura macht seinen Webshop dicht: Der Reifenhändler Delticom will sich wieder auf sein Kerngeschäft fokussieren. Daher stehen nun die Aktivitäten im Lebensmittel-Online-Handel auf dem Prüfstand. Jetzt hat Alnatura angekündigt, seinen Online Shop zum Monatsende zu schließen. Der Biosupermarkt liep seinen Webshop in Kooperation mit dem Delticom-Investment Gourmondo betreiben. >>>Internetworld
Amazon Logistics verliert Deutschland-Chef: Amazon braucht schon wieder einen neuen Chef für das Logistik-Geschäft. Keine zwei Jahre nach dem Weggang von Bernd Schwenger scheidet auch dessen Nachfolger aus und wechselt als COO zur Zur Rose Gruppe um DocMorris. >>>Exciting Commerce
BHG entscheidet heute über Online-Bewertungen auf Yelp: Die Fitnessstudio-Betreiberin Renate Holland kämpft vor Gericht für transparente Online-Bewertungen auf der Plattform Yelp. Heute entscheidet der BGH endgültig über den seit sechs Jahren andauernden Rechtsstreit. >>>Internetworld
Huawei startet deutschen Online-Shop: Heute öffnet der Mobilfunkhersteller den Online-Direktvertrieb in Deutschland und lockt Kunden zum Start mit 19 Prozent Rabatt. Zum Start dabei ist auch das neue Smartphone-Flaggschiff Mate 30 Pro, das damit im Hersteller-Shop deutlich günstiger zu haben ist als bei den deutschen Handelspartnern von Huawei. >>>teltarif
DHDL-Start-up Lizza legt siebenstelligen Exit hin: Knapp fünf Jahre nach dem Start verkaufen die Frankfurter Gründer Marc Schlegel und Matthias Kramer ihr Startup Lizza. Das Hamburger Familienunternehmen Cremer hat die Mehrheit an der jungen Firma übernommen. Das Gründerduo stellte sich 2016 in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ als Hersteller von Leinsamenpizza vor, seitdem ist das Portfolio von Lizza um Nudeln und Brot gewachsen. Beim Verkauf wurde Lizza mit acht Millionen Euro bewertet. >>>Gründerszene

INTERNATIONAL

Netflix heimst über 20 Oscar-Nominierungen ein: Das der Konkurrenzkampf der Streaming-Anbieter zu einer Flut an hochwertigen TV- und Filmproduktionen geführt hat, davon profitieren vor allem Netflix- und Amazon Prime-Abonnenten schon lange. Die nächste Oscar-Verleihung am 9. Februar könnte den Bemühungen der Streaming-Dienste den Ritterschlag erteilen: Die Netflix-Produktionen "The Irishman", "Marriage Story", "The Two Popes", "The Edge of Democracy", "I Lost my Body" und "Klaus" wurden für insgesamt 21 Oscars nominiert. >>>engadget
Online-Start von Lidl UK rückt näher: In England häufen sich die Indizien, wonach Lidl seinem rapide wachsenden Kundenstamm demnächst auch einen Online-Lieferdienst anbieten will. Noch in diesem Jahr könnte ein Online-Shop für Wein, Spirituosen und Non-Food-Artikel starten. >>>Lebensmittelzeitung (nur für Abonnenten)

BACKGROUND

Kartons von Online-Sendungen weiterhin oft viel zu groß: Trotz der anhaltenden Debatten rund um Nachhaltigkeit und Umweltschutz landen viele Bestellungen noch immer in viel zu großen Kartons, so die Ergebnisse einer aktuelle Recherche des RBB-Verbrauchermagazins SuperMarkt. Demzufolge werden vor allem kleine Gegenstände nach wie vor in überdimensionierte Pakete geladen. Das Verbrauchermagazin bringt einen Scheibenwischer als Beispiel an, welcher mit ca. 75 m Füllstoff umwickelt verschickt wurde. >>>Logistik-Watchblog
Die meisten Websites halten sich nicht an die europäische Cookie-Richtlinie: Nur eine von zehn Websites handelt in Sachen Cookie-Richtlinie rechtskonform, so eine Studie der Forschungsinstitute MIT, UCL und Aarhus University. 11,8 Prozent der 10.000 untersuchten Websites würden mit Mühe die Minimalanforderungen der Datenschutzgrundverordnung erfüllen, so die Forscher. >>>engadget
Garantieerklärung in Bedienungsanleitung ist abmahnbar: Rechtsanwalt Malte Mörger erstritt vor dem OLG Hamm ein beachtenswertes Urteil. Und zwar können Garantieerklärungen, die in Bedienungsanleitungen zu lesen sind abgemahnt werden. Jedenfalls dann, wenn sie den entsprechenden Anforderungen nicht entsprechen.  Gegen das Urteil ist Revision beim BGH eingelegt worden. >>>Wortfilter
Deutsche verlassen sich bei Online-Käufen auf Bewertungen: Für Online-Händler, die erfolgreich auf dem Markt agieren wollen, sind positive Kundenbewertungen im Internet ein Muss. Denn mittlerweile spielen diese für über die Hälfte der Deutschen bei der Kaufentscheidung eine wichtige Rolle, so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Branchenverbands Bitkom. >>>Internetworld
Marktplatzfieber im Online-Handel: Online-Marktplätze wie Amazon oder eBay sind für die Verbraucher wegen des großen Angebots attraktiv. Deshalb öffnen inzwischen auch immer mehr Handelsketten ihre Online Shops für Drittanbieter. Doch die Hürden für einen Erfolg sind hoch. >>>Internetworld

ZAHL DES TAGES

Um fast 1.500 Prozent ist der Umsatz von Amazon in den letzten zehn Jahren gewachsen. Damit ist Amazon sogar unter den GAFAs Wachstums-Spitzenreiter. >>>Manager Magazin
9,1 Milliarden US-Dollar verlieren Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon jährlich durch Account-Sharing, bei dem sich Nutzer aus verschiedenen Haushalten das gleiche Passwort teilen. Bis 2024 soll der Schaden auf 12,5 Miliarden US-Dollar ansteigen. >>>Futurezone

GEHÖRT

"Scheitern ist eigentlich das beste, was mir passieren konnte. Ich muss einen Schritt zurücktreten und darüber nachdenken, wohin ich will. Diese Lerneffekte hatte ich nur, weil ich gescheitert bin. Das empfinde ich als Bereicherung."
Sabine Kroh, die Mitte 2019 mit ihrem Start-up Call a Midwife Insolvenz anmelden musste, spricht mit Gründerszene über das Scheitern - und über ihre neuen Pläne im Ausland. >>>Gründerszene



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