E-Commerce-Trends 12.06.2019, 07:07 Uhr

Kritik an üppigen Gehältern für die Zalando-Gründer

Die drei Zalando-Gründer dürfen auf je 19,4 Millionen Euro hoffen, AboutYou sucht wieder Influencer, Beamershop24 richtet sich im Amazon-Zeitalter neu aus, Check24 will das Marktplatzgeschäft ankurbeln und Kärcher hat digital viel vor.
(Quelle: Shutterstock / Vasin Lee)
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- NEWS -

Zalando-Chefs verdienen fast doppelt so viel wie Dax-Topverdiener McDermott: Der Versandhändler Zalando will seinen drei gleichberechtigten CEOs Robert Genz, David Schneider und Rubin Ritter - unter anderem dank eines üppigen Longterm-Incentive-Programms - für das Geschäftsjahr 2018  jeweils 19,4 Millionen Euro zahlen. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung von 9.200 Prozent. Die DSW bezweifelt, ob dieses Vergütungssystem richtige Anreize setzt. Es basiert auf einer extrem niedrigen Fixvergütung von nur 65.000 Euro. Das könnte die Bereitschaft, Risiken einzugehen, "massiv erhöhen". >>>Handelsblatt.com
AboutYou sucht wieder Influencer: Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr sucht About You auch in diesem Jahr wieder "Germany's Next Big Influencer". Ging es dem Fashion-Retailer 2018 noch darum, ein neues Instagram-Face zu finden, das im Auftrag der Marke durch die Welt tourt, sucht About You in diesem Jahr ein Gesicht für seinen Youtube-Channel. >>>Horizont.net
Wie sich Beamershop24 im Amazon-Zeitalter neu ausrichtet: Beamershop24 ist eine der großen Online-Erfolgsgeschichten der 2000er. Trotzdem sah Co-Gründer Christoph Hertz die Amazon-Gefahr kommen - und rüstete sein Unternehmen frühzeitig für das lukrative B2B-Geschäft. Nach rund sechs Jahren zahlt sich der Kurswechsel aus. >>>Internetworld.de
Check24 will das Marktplatzgeschäft ankurbeln: Check24 wurde als Vergleichsportal mit schrillen Werbespots bekannt. Was vielen Kunden – und auch Händlern – nicht bekannt sein dürfte: Seit 2012 betreibt das Unternehmen einen klassischen Marktplatz unter dem Namen Check24 Shopping. Nun will das Unternehmen das Marktplatz-Geschäft stärker forcieren. >>>Onlinehaendler-News.de
Was Kärcher digital plant: Seit mehreren Jahren schaut sich das Traditionsunternehmen Kärcher in der Startup-Szene um, beteiligte sich zum Beispiel an der Handwerkerplattform Contorion. Im Frühjahr übernahm der Weltmarktführer für Reinigungsgeräte mit einem Jahresumsatz von 2,5 Milliarden Euro das Berliner Startup Service Partner One. Im Interview mit Gründerszene erklären der Kärcher-Chef Hartmut Jenner und Patrick Nennewitz, Leiter der Venture-Abteilung, wonach der Mittelständler sucht – und warum sie nicht an den Erfolg von Putz-Startups wie Helpling glauben.  >>>Gründerszene.de
Miele inszeniert Produkte auf der Fläche digital: Mit seinem neuen Experience Center in Amsterdam zeigt Miele, wie zeitgemäße Warenpräsentation aussehen sollte, die Kunden sowohl visuell als auch haptisch anspricht. Digitale Elemente ersetzen hier bewusst eine flächenintensive Produktpräsentation. Umgesetzt wurde das neue Ladenkonzept von Xplace. >>>Location Insider
Lemonade steigt in den Preiskampf um deutsche Mieter Hausbesitzer ein: Der US-Onlineversicherer Lemonade startet seine Expansion in Europa. Axa unterstützt den Markteintritt – und hofft auf frischen Wind für das eigene Geschäft. >>>Wiwo.de

- INTERNATIONAL -

Britische Konsumenten begrüßen strengere Retourenrichtlinien bei Asos: Der britische Modeversender geht strikter gegen Vielretournierer vor. Laut einer Umfrage von Whistl finden die britischen Konsumenten das gut. >>>CEP Research (für Abonnenten)
BOL.com öffnet Click & Collect-Stationen in Delhaize-Supermärkten: Der niederländische Einzelhändler Ahold Delhaize verknüpft in Belgien die Kanäle seiner beiden Töchter BOL.com und Delhaize. Online-Kunden können ihre Bestellungen künftig auch in den Filialen der Supermarktkette abholen. Erste Tests laufen in der Region von Antwerpen. >>>Internet Retailing
Amazon beerdigt Restaurantlieferdienst in den USA: In London war bereits vergangenen November Schluss. Jetzt zieht der E-Commerce-Riese auch in den USA bei seinem Restaurantlieferdienst Amazon Restaurants den Stecker. Prime-Kunden sollten über das Angebot Mahlzeiten bei Restaurants bestellen können. >>>TechCrunch
Amazon verdrängt Google als wertvollste Marke der Welt: Amazon ist zur weltweit wertvollsten Marke aufgestiegen. Der Konzern schob sich vorbei an den US-Technologieriesen Apple und Google. Das ergab der neue "BrandZ Report" der 100 wertvollsten Marken von Kantar. Wertvollste deutsche Marke ist der Softwarekonzern SAP auf Platz 16. >>>Bild.de
Was die Migros mit Sparrow Ventures vorhat: Mit Sparrow Ventures tritt die Schweizer Migros-Gruppe in die Fußstapfen von Tengelmann Ventures und Project A Ventures. Und obwohl aktuell noch komplett von der Migros Gruppe finanziert, soll es sich dabei nicht um einen der üblichen Corporate VCs handeln, die schon reihenweise gescheitert sind. >>>Exciting Commerce
Birchbox startet Marketing-Kampagne: 2019 ist das Jahr der Erneuerung bei Birchbox. Der neun Jahre alte Kosmetikboxenversender, an dem jetzt auch Walgreens mit einem Minderheitsanteil beteiligt ist, hat seine Angebote verändert, an den Preisen gefeilt und geschlechtsneutrale Produkte eingeführt. Das soll eine neue Marketing-Kampagne jetzt auch dem Kunden klar machen. >>>Advertising Age
ShopStyle führt Bonusprogramm für Luxuskunden ein: Auch reiche Kunden wollen sparen. Der Mode-E-Commerce-Aggregator ShopStyle hat auf den Wunsch seiner Nutzer gehört und ein Kundenbindungsprogramm gestartet, das Geld- und Servicevorteile bietet. >>>Luxury Daily
Amazon eröffnet zweite Go-Filiale in New York: Die Flächenexpansion des E-Commerce-Riesen schreitet weiter voran. In New York City hat Amazon seine zweite und größere Amazon-Go-Filiale eröffnet. Dort wird sogar frisch gebrühter Kaffee ausgeschenkt. >>>Engadget.com

- BACKGROUND -

Bundesumweltministerium steigt in die Retouren-Debatte ein: Das Bundesumweltministerium reagiert auf den Vorstoß der Grünen, die Online-Versandhändlern verbieten wollen, zurückgeschickte neuwertige Waren zu vernichten. Geplant ist eine Änderung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Es solle eine "Obhutspflicht" verankert werden mit dem Ziel, rechtlich gegen die "unmittelbare Vernichtung von Retouren oder sonstiger Neuwaren vorgehen zu können". Der Entwurf zur Änderung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes werde "zeitnah" veröffentlicht. BEVH-Präsident Gero Furchheim war der Regierung vor, das Verbot würde einseitig dem Onlinehandel einen Vorgang anlasten, der im gesamten Einzelhandel üblich ist. Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller fordert derweil, dass Händler nicht den vollen Mehrwertsteuersatz zahlen sollten, wenn sie Produkte spenden und spricht sich für striktere Kontrollen für Produktsicherheit und Qualität aus. Das Retourenproblem habe seine Wurzel auch bei den großen Mengen von Produkten zweifelhafter Qualität, die in großer Zahl über Marktplätze vertrieben würden. >>>Sueddeutsche.de / RP Online
So rollen Alibaba, Amazon & Co. mit Plattformökonomie den europäischen Markt auf: Das lineare Geschäftsmodell ein Produkt zu verkaufen, hat ausgedient. Schon heute hat die Plattformökonomie eine höhere wirtschaftliche Bedeutung als den meisten lieb ist. Denn darauf vorbereitet ist in Europa so gut wie niemand. Amerika und China rauschen davon. Das Tempo könnte sich sogar noch beschleunigen. >>>Etailment.de
Amazons neue Steuerfalle für FBA-Partner: Amazon versendet seine Waren jetzt weltweit. Und zwar automatisch, wenn Händler, die am FBA-Programm teilnehmen, diese Funktion nicht deaktiviert haben. Steuerlich gesehen macht das die Händler auf einmal zu Exporteuren, die vom Finanzamt eine Umsatzsteuerfreiheit beantragen müssen. Dazu müssen Händler aber Beleg- und Buchnachweise vorlegen. >>>Channelpartner.de
Schlechte Produktdaten bremsen den E-Commerce aus: Das Management von Produktdaten ist eigentlich eine Routineaufgabe. Doch sie wird oft stiefmütterlich behandelt. Dadurch riskieren Händler Umsatzeinbußen. >>>Onlinemarketing.de
Chatbot-Technologie disqualifiziert sich für den Online-Handel: Überschätzen Online-Händler das Potenzial von Chatbots und Voice-basierten Systemen? Ja, findet Gerrit Heinemann, Leiter des eWeb Research Center an der Hochschule Niederrhein. „Chatbots sind langsam, verstehen die Bedürfnisse von Kunden nur schlecht und können lediglich stichwortbasiert Hilfe leisten. Jede Internetsuche funktioniert schneller und effizienter“, sagt er gegenüber "Business Insider". Zudem seien komplexere Abläufe wie beispielsweise konkrete Rückfragen beim Onlineshopping nicht darstellbar. >>>Business Insider
Österreicher geben 7,3 Milliarden Euro im Internet aus: Die Österreicher haben im vergangenen Jahr so viel Geld beim Online-Shopping ausgegeben wie noch nie: In Summe waren es 7,3 Milliarden Euro, die in die Kassen in- und vor allem ausländischer Onlinehändler flossen. Denn lediglich 3,3 Milliarden Euro gingen zu heimischen Einzelhändlern. >>>Kronen Zeitung

- ZAHL DES TAGES -

4,5 Prozent Konversionsrate erzielen Print-Mailings für Online-Händler, ermittelte der Collaborative Marketing Club (CMC) in Kooperation mit der Deutschen Post. Dabei gilt die Faustregel: Je schneller die Print-Mailings nach dem letzten Kauf an einen Kunden versendet werden, desto relevanter kommen sie bei ihm an. >>>wuv.de

- GEHÖRT -

"Wir haben einen Katalog, in dem wir die gespendeten Artikel einstellen und gemeinnützige Organisationen sie bestellen könnten. Wenn wir eine Palette mit Shampoo-Flaschen von einem Hersteller bekommen, ist der Aufwand überschaubar. Aber bei einer Retoure müssten wir ja jeden einzelnen Artikel abfotografieren und einstellen. Für Einzelstücke ist das unendlich mühsam. Das können wir gar nicht leisten. Und von der Vernichtung in der deutschen Wirtschaft machen Retouren ja auch nur einen Bruchteil aus."
Juliane Kronen, Gründerin der Hilfsorganisation Innatura, will zwar Waren vor der Vernichtung retten. Doch aus ihrer Sicht sind die Vorschläge aus der Politik, dass Händler ihre Retouren an Sozialkaufhäuser spenden, nicht wirklich praktikabel. >>>Wiwo.de



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