E-Commerce-Trends 08.09.15 08.09.2015, 08:00 Uhr

Jenny Elvers launcht Mädchending.de

Jenny Elvers etabliert im E-Commerce ein zweites Umsatzstandbein, Zalando holt in Großbritannien Retouren wieder ab, Fressnapf will online im Ausland wachsen und Uber wird zum Express-Paketdienst.
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- NEWS -

Jenny Elvers hat unter dem Namen Mädchending einen eigenen Online-Shop gelauncht. Darin verkauft sie ihre eigene Schmuckkollektion, Mitbringsel von Shopping-Trips sowie Klamotten und Produkte von Labels, die sie selbst benutzt. Für die Warenpräsentation hat sich Elvers dann auch noch selbst vor die Kamera gestellt. Die E-Commerce-Umsätze sollen neben der Schauspielerei zum zweiten Standbein werden. Dass Promis auf E-Commerce setzen, ist kein Einzelfall: Auch Schlagergöttin Helene Fischer oder Till Schweiger haben einen eigenen Webshop. >>>News.de
Während Konkurrent Zooplus immer neue Umsatzrekorde feiert, zeigt sich der Multichannel-Anbieter Fressnapf mit seinem Online-Geschäft „zufrieden“. Wachstum erhofft man sich vor allem von der Internationalisierung, die jetzt tatsächlich in Angriff genommen werden soll. >>>Neuhandeln.de
Electronic Partner legt in seiner E-Commerce-Strategie erst die Grundsteine: Weil ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Vernetzung von Sortimentsplanung und -darstellung ein ordentliches Warenwirtschaftssystem sei, schwor EP-Chef Friedrich Sobol beim IFA-Auftritt der EP seine Verbundgruppenpartner auf die neue ERP-Lösung von Mehr Datasystems ein. Auch die neue Webshop-Lösung der Marke EP für Österreich und die Schweiz wurde präsentiert. Sie soll noch im Herbst in beiden Ländern online gehen. Deutsche Mitglieder können sich hier schon ein Bild machen, was sie ab 2016 erwartet. >>>Channelpartner.de
Condaro.com heißt ein neuer Online-Marktplatz, auf dem professionelle Immobilienanbieter und Privatverkäufer Immobilien versteigern können. Jede Auktion ist 14 Tage lang eingestellt, Interessenten können die Objekte digital und real besichtigen und anschließend an der Versteigerung teilnehmen. Alle angebotenen Immobilien sind für den Käufer provisionsfrei. Condaro selbst verdient über eine Provision vom Verkaufspreis sein Geld. >>>zur FAQ-Seite
Der Große-Größen-Versender Sheego erweitert seine stationäre Präsenz: Die Otto-Tochter will bis Jahresende zehn weitere Standorte im stationären Einzelhandel in Form von Shop-in Shop-Flächen besetzen. Insgesamt finden Kunden dann Sheego-Mode in 50 Modehäusern. Langfristig sollen es 200 werden. >>>Neuhandeln.de
Der Online-Marktplatz für Handgemachtes und Unikate, Dawanda, launcht ein neues Selbermach-Portal unter dem Namen „DIY with love“. Zu finden sind aktuelle Trends, neue Techniken und Anleitungen rund um das Thema Selbermachen. Alle notwendigen Materialien können mit wenigen Klicks nach Hause bestellt werden. Zum Launch stehen 1.300 Anleitungen bereit, wöchentlich sollen 50 neue hinzukommen. >>>per Mail
Lesara, der Onlineshop für günstige Mode- und Lifestyleprodukte, erweitert sein Sortiment um vier neue Eigenmarken. Laut Lesara-Gründer Roman Kirsch sei jeder, der im E-Commerce langfristig bestehen und signifikante Umsatzhöhen erreichen möchte, gut damit beraten, rechzeitig in eigene Brands zu investieren. Bei der ersten Eigenmarke Angelini wurden 75 Prozent des Umsatzes mit Bestandskunden getätigt. >>>per Mail
Mytoys erweitert seinen Online-Shop um einen Marktplatz. Technikpartner ist Tradebyte mit der Software TB.Market. Über die Schnittstelle können sich zusätzliche Marken und Lieferanten an den Shop andocken und so risikolos das Sortiment erweitern. >>>per Mail
Nicht nur eBay, auch Otto feiert heuer den 20. Geburtstag seines Online-Shops und hat dazu eine Seite mit den besten Web-Momenten der letzten 20 Jahre gelauncht. Mit dabei: Der Klang des frühen Internet, der erste Online-Auftritt von Otto.de oder der „Knochen“ von Nokia, der Hamster Dance oder die One Million Dollar Homepage. Wissen Sie noch? >>>Otto.de

- INTERNATIONAL -

Zalando führt zum 4. Geburtstag in Großbritannien nicht nur Apple Pay ein, sondern launcht auch einen neuen Service namens „My Returns“, bei dem Retouren innerhalb von 60 Minuten von einem Logistiker abgeholt werden. Das soll den Prozess für den Kunden erleichtern. >>>e-commercefacts.com
Die französische Supermarktkette Carrefour launcht eine virtuelle Umkleidekabine, um ihre Niedrigpreis-Textilien besser zu verkaufen. Kunden können basierend auf ihren Körpermaßen oder Fotos einen virtuellen Avatar von sich schaffen und die 40-teilige Kollektion so digital zuhause anprobieren, bevor sie sie anschließend im Laden kaufen. Entwickelt wurde das System vom gleichnamigen Startup Fitle. >>>WWD.com
Der Taxischreck Uber wird - wie vielfach erwartet - auch zum Logistikerschreck. Das Unternehmen soll noch im Herbst Partnerschaften mit mehreren Dutzend großen Handelsketten und Modelabels ankündigen, für die Uber-Fahrer per Express Bestellungen ausliefern. Namen sind aber noch nicht bekannt. >>>Internetworld.de
Obwohl der Online-Lebensmittelhandel in Großbritannien schon deutlich weiter fortgeschritten ist als hierzulande, gibt es auch auf der Insel noch Unternehmen, die sich dem E-Commerce verweigern. Ein Beispiel ist die britische Co-operative Group. Sie sieht ihr Wachstumspotenzial vielmehr in lokalen Convenience-Märkten. >>>Lebensmittelzeitung
Das britische Mode-Label New Look steigt in Click & Collect ein. In Kooperation mit dem britischen Paketdienst CollectPlus können Kunden, die Produkte im Wert von über 61 Euro bestellen, diese in einem Netzwerk von 5.800 Abholstationen abholen. >>>Location Insider
Big Apple Buddy heißt ein US-Startup, das hochbegehrte Tech-Gadgets wie die Apple Watch oder den Hello Sense Sleep Tracker zum Produkt-Launch aus den USA zu Kunden aus insgesamt 190 Ländern liefert. Deutschland ist dabei einer der wichtigsten Märkte. Dabei kauft Big Apple Buddy als Shopping-Concierge die Geräte bei US-Webshops ein und liefert sie innerhalb von zwei bis vier Werktagen zu den Kunden nach Hause. >>>per Mail
Der britische Postdienstleister Royal Mail hat sich an dem australischen Unternehmen Market Engine beteiligt, das Online-Shops für die chinesischen Marktplätze Tmall und JD.com entwickelt. Mit der Investition will Royal Mail im internationalen E-Commerce mehr Präsenz zeigen. >>>Onlinehaendler-News.de

- BACKGROUND -

E-Logistik: Die Deutsche Post will Anfang kommenden Jahres Paketkästen für große Wohneinheiten auf den Markt bringen. Das soll die Zustellung für große Kundengruppen drastisch vereinfachen und die Kosten durch vergebliche Zustellversuche deutlich reduzieren. Erste Pilotprojekte in Berlin und Dortmund seien vielversprechend verlaufen, heißt es von Unternehmensseite. >>>manager-magazin.de
Online-Autokauf: Jeder dritte Online-User kann sich einer Yahoo-Studie zufolge vorstellen, den Autokauf ausschließlich online abzuwickeln. Für 32 Prozent ist die Flexibilität ein wichtiges Kriterium für den Online-Kauf, 43 Prozent erhoffen sich Kostenvorteile. >>>per Mail
Multichannel: Wie wirkt sich der Online-Handel auf Städte und Gemeinden in NRW aus und welche Handlungsperspektiven gibt es für den innerstädtischen stationären Einzelhandel? Dazu hat das eWeb Research Center der Hochschule Niederrhein gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach eine kostenlose Broschüre veröffentlicht. >>>zum Download
E-Payment: Am 16. September soll Android Pay an den Start gehen und schon zum Start in den USA bei mehr als 1,5 Millionen Händlern verfügbar sein. Das geht aus einem internen Memo des Mobilfunkers Verizon Wireless hervor. Ein Starttermin für Europa ist aber noch nicht durchgesickert. >>>Location Insider
Online-Möbelhandel: Rund fünf Prozent des deutschen Möbelumsatzes werden im Web erzielt, zeigt eine Studie des EHI Retail Institutes im Auftrag des Mittelstandsverbunds. Im Vorjahreszeitraum lag der Anteil noch bei 4,2 Prozent. >>>ibusiness.de

- ZAHL DES TAGES -

Nur neun Prozent aller Online-Käufe werden in Deutschland per Smartphone getätigt, zeigen neue Zahlen von intelliAD. Bei Luxusmode sind es 14 Prozent, bei Billig-Mode nur drei Prozent. Wenn mobil jedoch gekauft wird, dann schnell: Die Hälfte aller Kaufprozesse dauern weniger als eine Stunde. >>>Mobilbranche.de

- GEHÖRT -

„Die Erfolgsmeldungen von Amazon und Zalando vernebeln leider immer wieder den Blick auf das wirkliche Geschehen. Zwar sind einige Online-Pure-Player ausgesprochen erfolgreich, grundsätzlich aber scheinen die Pure-Player nicht das Erfolgsmodell der Zukunft zu werden.“
Laut EHI-Geschäftsführer Michael Gerling spricht viel dafür, dass die Omnichannel-Händler mit starken und etablierten Marken zukünftig auch im E-Commerce den Ton angeben werden. So liege das durchschnittliche Wachstum der Pure-Player weit unter den Wachstumsraten von Online-Händlern mit stationären Geschäften. Und auch im EHI-Ranking der 1.000 größten Onlineshops hätten die Online-Pure-Player 2014 durchschnittlich mehr als 50 Plätze verloren, während die Omnichannel-Händler im Durchschnitt um fast 50 Plätze nach vorne gerückt seien. Die das EHI Retail Institute mitfinanzierenden stationären Platzhirsche wird diese Meldung freuen. >>>U.J.S.



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