E-Commerce-Trends 09.02.18 09.02.2018, 07:54 Uhr

Groko lässt Versandapotheken zittern

Die Groko will den Versand verschreibungspflichtiger Medikamente verbieten, Dawanda arbeitet kostendeckend, Connox will an die Spitze Europas, Check24 muss Strafe zahlen und Amazon Business kommt nach Frankreich.
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- NEWS -

Shop Apotheke: Die Groko will laut Koalitionsvertrag den Versand verschreibungspflichtiger Medikamente verbieten. Anleger reagieren panisch und schicken die Aktien von Shop Apotheke Europe und die Papiere der Zur Rose Gruppe auf Talfahrt. >>>Der Aktionär
DaWanda: Umstrukturierungen, Personalabbau und Gebührenerhöhungen für die Händler zeigen Wirkung: Der Online-Marktplatz für handgefertigte Produkte meldet für das Jahr 2017 ein Umsatzplus von 21,4 Prozent auf 16,4 Millionen Euro. Der operative Verlust lag bei knapp einer Million Euro - nach vier Millionen im Vorjahr. Seit dem vierten Quartal arbeite man erstmals kostendeckend, meldet die elf Jahre alte Plattform. >>>OnetoOne.de
Connox: Der Hannoveraner Onlinemöbelhändler will an die Spitze Europas. Die üblichen Mitspieler in der Branche interessieren ihn nicht. >>>Etailment.de
Check24: Wer nicht hören will, muss fühlen. Bereits im vergangenen Jahr sollte das Vergleichsportal Check24 laut Gerichtsbeschluss eigene Interessen transparenter machen. Nun droht der Onlineplattform eine Geldstrafe über 15.000 Euro. >>>Spiegel Online
eBay: Der Online-Marktplatz hinkt in Sachen Umsatzentwicklung weit hinter dem Marktdurchschnitt her. Trotzdem übte sich das Marktplatz-Urgestein bei der Präsentation seiner Geschäftszahlen 2017 in Optimismus - zu Recht? >>>Internetworld.de
Schuhe24: Um die Kaufrate der Kunden weiter zu erhöhen, bietet die Online-Plattform Schuhe24.de nun auch die Möglichkeit an, mit den umstrittenen virtuellen Währungen zu zahlen. Bisher ist der wichtigste Zahlungsweg der Kauf auf Rechnung gewesen. >>>Textilwirtschaft
Lyft: Der Ridesharing-Markt nimmt an Fahrt auf. Offenbar plant nun auch Uber-Konkurrent Lyft, in Berlin einen Fahrdienst anzubieten. >>>Gründerszene.de

- INTERNATIONAL -

Amazon: Ab sofort können sich Amazon Kunden aus ausgewählten Städten in den USA mit Prime Now auch frische Bio-Lebensmittel von Whole Foods nach Hause liefern lassen. 2018 soll der Service auch noch weiter ausgedehnt werden. >>>Internetworld.de
Amazon Business: Nach Deutschland und Großbritannien kommt Amazon Business nun in die nächste europäische Stadt, nach Frankreich. Zusätzlich ist der Marktplatz für gewerbliche Kunden noch in den USA, Japan und Indien verfügbar. >>>Amazon Watchblog
eBay: Der Online-Marktplatz hat für familiengeführte Einzelhändler, die eBay-Stores-Nutzer sind, eine kostenlose Initiative gestartet. Dabei unterstützt eBay die Läden mit "Always Open"-Aufklebern mit store-eigenen QR-Codes, mit denen sie ihre Online-Umsätze pushen sollen. Zusätzlich greifen eBay-Mitarbeiter den Unternehmen unter die Arme und promoten die Läden auch auf der neuen Always-Open-Landingpage. >>>CNet.com

- BACKGROUND -

Frankreich: In Frankreich sind die E-Commerce-Umsätze im vergangenen Jahr um 14,3 Prozent auf 81,7 Milliarden Euro gewachsen. 2018 sollen es 90 Milliarden und 2019 100 Milliarden Euro werden, schätzt der französische E-Commerce-Verband Fevad. >>>CEP Research
Internet World EXPO: Am 6. und 7. März findet zum 22. Mal die Internet World Expo statt. Eines der diesjährigen Messe-Highlights ist die für alle Messebesucher kostenlos zugängliche TrendArena. Wir präsentieren einige der Top Speaker, die an diesen beiden Tagen über die wichtigsten Branchen-Themen sprechen. >>>Internetworld.de
E-Commerce-Baustellen: Mobile Commerce wird von deutschen Handelsunternehmen eigenen Einschätzungen zufolge inzwischen weitgehend beherrscht, bei der Erschließung von Big-Data-Potenzialen gibt es noch erhebliche Baustellen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage unter 100 Top-Managern führender Handelsunternehmen des Unternehmens Olapic. Acuch bei der Ininternationalen Expansion und der Transformation zum echten Omnichannel-Unternehmen sind die Händler noch nicht da, wo sie gerne wären. >>>Location Insider
Amazon-Suche: Suchen Kunden auf Amazon derzeit nach dem Taschenhersteller Ortlieb, zeigt die Plattform sowohl Produkte von Ortlieb selbst als auch solche von anderen Herstellern – und damit von Konkurrenten – an. Ortlieb selbst hat jedoch offiziell weder Verträge mit Amazon noch mit anderen Handelspartnern, die die Taschen dort vertreiben dürfen. Das Unternehmen will daher, dass Amazon bei einer konkreten Suche nach einem Ortlieb-Produkt auch nur diese in den Suchergebnissen anzeigt. Jetzt muss der BGH entscheiden. >>>eRecht24

- ZAHL DES TAGES -

Sieben Prozent aller Versicherungsunternehmen nutzen bereits Chatbot-Technologien, zeigt eine Studie von Sopra Steria Consulting und dem F.A.Z.-Institut. Bei weiteren 44 Prozent befinden sich konkrete Anwendungen in der Planung. >>>Pressemitteilung

- GEHÖRT -

"Das Internet macht auch Bad Neustadts Handel zu schaffen. Bei einem Einzelhändlertreffen sollten Lösungen diskutiert werden. Doch nur wenige Geschäftsleute kamen."
Die ersten Sätze eines Artikels der "Main Post" zeigt, dass die Misere im deutschen Einzelhandel mitunter hausgemacht ist. >>>Mainpost.de



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