E-Commerce-Trends 07.01.15 07.01.2015, 07:30 Uhr

Gilette setzt auf Internet of Things

Gilette nutzt das Internet of Things zur automatisierten Klingennachbestellung, Amazons Prime-Kunden motzen über lange Lieferfristen und Redcoon patzt bei der Preisauszeichnung und der Kommunikation.
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- NEWS -

Gilette lässt sich von Rasierklingenabo-Anbietern wie ShaveLab & Co. nicht kampflos die Butter vom Brot klauen. Stattdessen präsentiert die Rasurmarke in Kooperation mit dem Online-Rasurshop Perfect Shave eine E-Commerce-Innovation auf Basis des Internet of Things. Gilette-Kunden, die über eine online-fähige Gilette-Box verfügen, können in Kürze ausgehende Rasierklingen auf Knopfdruck nachbestellen und direkt nach Hause liefern lassen. Dazu muss die Gilette-Box einmalig im Shop von Perfect Shave mit Lieferanschrift registriert werden. Danach kann sie über GSM-Anbindung online gehen und per Knopfdruck die Nachbestellung übermitteln. Dann allerdings ist ein Medienbruch nötig: Denn um versehentliche Bestellungen zu vermeiden, müssen Kunden über eine Bestätigungsmail den Kauf verifizieren. Der Klingenversand erfolgt dann innerhalb von 24 Stunden. In elf Tagen soll die Technologie im Handel zu kaufen sein - wenn auch zunächst nur als Prototyp, bei dem Kundenfeedback ausdrücklich erwünscht ist. >>>zur Unternehmens-Site
Deutschlands Online-Händler kämpfen mit erhöhtem Bestellaufkommen. Während Zalando seine Kunden aktuell über verlängerte Bearbeitungszeiten bei Retouren informieren musste, hält Amazon gegenwärtig sein Prime-Werbeversprechen nicht ein. Obwohl in einem der aktuellen TV-Spots ein Testimonial lobt, dass jede Bestellung am nächsten Tag geliefert würde, werden Prime-Kunden im Amazon-Webshop andere Lieferdaten angegeben. Ein Kunde beschwerte sich im Amazon-Kundenforum darüber, dass ihm am 4. Januar für jeden Prime-Artikel Mittwoch der 7. Januar als Liefertermin angegeben werde. Am Dienstag war die Lieferfrist für Prime-Produkte auf Donnerstag terminiert. Laut Auskunft des Kundenservice liege dies am erhöhten Bestellaufkommen über die Feiertage und werde schnellstmöglich wieder geändert. >>>Onlinehaendler-News.de
Preispanne bei Redcoon: Die Metro-Tochter offerierte zum Jahreswechsel einen Online-Gutschein im Wert von 200 Euro im Internet, mit dem eine Digitalkamera-Set von Nikon statt für 549 Euro für 349 Euro gekauft werden konnte. Allerdings war die Kamera am 30. Dezember im Webshop fälschlicherweise mit 349 Euro bepreist. Das Schnäppchenportal MyDealz und andere Plattformen informierten ihre Leser über das besondere Schnäppchen und Tausende Gutscheinbesitzer orderten das Gerät schließlich für 149 Euro. Und dann vergeigte die Metro-Tochter die Kundenkommunikation. >>>Internetworld.de
Nach Hamburg, Salzburg und Wuppertal liebäugelt jetzt auch die Stadt Olpe mit dem lokalen Online-Marktplatz Atalanda. Olpe-Aktiv-Geschäftsführerin Tatjana Schefers träumt von einer Plattform à la Onlinecity-Olpe.de, auf der sich ausschließlich Olper Geschäfte präsentieren und ihre Waren und Produkte anbieten können. Einige Olper Geschäftsinhaber seien von der Idee bereits sehr angetan. Allerdings muss Schefers erst eine kritische Menge an Händlern gewinnen, bevor Atalnda ein derartiges Projekt umsetzt. >>>DerWesten.de
Die Münchner Versandhandelsholding TriStlye Mode stellt ihren Große-Größen-Webshop Emilia Lay Ende Januar ein. Die Marke wird künftig bei der Schwester Peter Hahn eingegliedert. >>>Textilwirtschaft.de
Hertie.de will mit einer Werbeaktion mehr Aufmerksamkeit für sein Buchsortiment generieren. Autoren, die auf ihrer eigenen Internet-Seite auf das Buch bei Hertie verweisen, erhalten im Gegenzug Werbeplatz für das Buch auf Hertie.de. Neben Autoren zeigten sich Unternehmensangaben zufolge auch Verlage an dem Barterdeal interessiert. >>>Buchreport.de
eBay, PayPal und Metro haben ein letztes Mal ihren Inspiration Store umdekoriert. Diesmal steht das Sortiment unter dem Motto Pflege, Wellness und Fitness. Alle Produkte können vor Ort oder online gekauft werden. >>>per Mail

- INTERNATIONAL -

Der Schweizer Handelsriese Coop knackte im Online-Handel 2014 erstmals die Milliardengrenze (in Franken natürlich). Allerdings ist in diese Zahlen der Großhandel inkludiert. Im Einzelhandel erreichten die Online-Umsätze ein Umsatzniveau von 450 Millionen Franken. Der Online-Lebensmittelshop Coop@Home trug 114 Millionen Franken zu diesem Umsatz bei. Damit ist Konkurrent LeShop mit Umsätzen in Höhe von 165 Millionen Franken noch immer deutlich größer. >>>Bazanonline.ch
Asics hat im Internet eine deutliche Qualitätssteigerung mit "zum Teil sehr hochwertig visualisierten Einkaufswelten" festgestellt. Damit zumindest begründet der japanische Sportartikelhersteller, dass Handelspartner Asics-Produkte künftig wieder über Preissuchmaschinen verkaufen dürfen. Nachdem das Bundeskartellamt das Vertriebsverbot über Amazon und eBay rügte, wurden hinsichtlich des Verkaufs über Drittplattformen zudem Optionen und Leitlinien "erweitert". Was das jetzt genau heißt, hat die "Textilwirtschaft" aber nicht mal auf Nachfrage herausfinden können. Man würde keine Details zum neuen Vertriebssystem kommunizieren, war die Antwort. >>>Textilwirtschaft.de
Der Schokoladenhersteller Hershey Company vertreibt Schokolade künftig auch via 3D-Druck. Kooperationspartner ist der 3D-Drucker-Hersteller 3D Systems. Zielgruppe sind Bäcker und Chocolatiers, die über den Service "CocoJet" eigene Kreationen herstellen können, die manuell nur schwer umzusetzen sind. >>>WSJ.com

- GEHÖRT -

"Die optimistischen Erwartungen der Händler zu Beginn der Saison scheinen sich (..) zu bestätigen. Die Umsätze des Weihnachtsgeschäfts 2014 lagen aller Voraussicht nach noch einmal deutlich über denen des Vorjahreszeitraums."
Der bevh erwartet für Web-Weihnachten 2014 ein positives Ergebnis. >>>Wiwo.de




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