E-Commerce-Trends 02.04.19 02.04.2019, 07:59 Uhr

Feneberg beendet Kooperation mit Amazon Prime Now

Feneberg verabschiedet sich von Amazon Prime Now, Paul Schader startet einen Online-Marktplatz für Feinkost, Reno bringt den Kauf auf Rechnung in die Filiale, Frischepost will mit regionalen Lebensmitteln punkten und Airbnb macht schon wieder in Hotels.
(Quelle: Shutterstock / Vasin Lee)
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- NEWS -

Feneberg verabschiedet sich von Amazon: Die "schwäbische Krämerseele" und der zahlengetriebene E-Commerce-Riese Amazon haben wohl doch nicht so gut zueinander gepasst, wie es einmal schien. Jetzt hat der Regionalfilialist seine Kooperation mit dem Schnell-Lieferdienst Prime Now in München eingestellt. Offenbar hat Amazon unter anderem die Wünsche der Partner geflissentlich ignoriert. >>>Lebensmittel Zeitung
Paul Schrader startet Online-Marktplatz für Feinkost: Der Traditionsversender edler Feinkost, Paul Schrader, steigt mit Foodhall ins Marktplatzgeschäft ein. Manufakturen können darüber ihre Produkte verkaufen. Foodhall übernimmt das gesamte Fulfillment - auch für B2B-Lieferungen. Partner können ihre Ware palettenweise ins Lager von Foodhall liefern lassen, von wo aus die Ware flexibel an Einzel-, Großhandel und LEH verschickt wird. >>>Pressemitteilung
Reno bringt den Kauf auf Rechnung in die Filiale: Der zweitgrößte deutsche Schuhfilialist, Reno, bündelt seine Bezahlprozesse und übergibt das komplette Payment im stationären Geschäft an Concardis. Kunden sollen von echten Omnichannel-Angeboten profitieren und mit den gewohnten Zahlungsmitteln aus ihrem Online-Benutzerkonto (beispielsweise Rechnungskauf) auch in der Filiale bezahlen können. >>>AllAboutPayment.de
Fall Neckermann muss vor Gericht: Der Untergang des Versandhändlers Neckermann hat nach fast sieben Jahren ein juristisches Nachspiel. Die Insolvenzverwalter glauben, dass das Management die Pleite zu spät erkannt hat. Am Dienstag beginnt der Prozess. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)
Frischepost will mit regionalen Lebensmitteln punkten: In Deutschland liegt der Anteil des Online-Lebensmittelhandels am Gesamtmarkt immer noch bei etwa einem Prozent. Das Start-up Frischepost aus Hamburg will diesen Markt aufmischen und die Webshopper mit regionalen Lebensmitteln direkt vom Erzeuger beliefern. Wir haben mit der Mitgründerin von Frischepost, Eva Neugebauer, darüber gesprochen, wie es zu der Idee zu einem Online-Hofladen kam, wie sie die Probleme der letzten Meile angeht und wie der Online-Lebensmittelhandel aus der Nische treten kann. >>>Internetworld.de
Privatkundengeschäft rechnet sich für Homebell nicht: Das Berliner Startup, das einen Marktplatz für Renovierungsdienste betreibt und zuletzt 70 Mitarbeiter beschäftigte, trennt sich von 38 davon. Das Startup will sich ab sofort “ausschließlich auf den Geschäftskundenbereich konzentrieren”. >>>Deutsche-Startups.de
Marktplatz für LKW-Laderaum steht in den Startlöchern: Mit LKWnow hat Alexander Grelck einen neuen digitalen Marktplatz ins Leben gerufen, der in Echtzeit Lkw-Fahrer mit verfügbarem Laderaum an Verlader vermittelt. Gemeinsam sollen die Nottransporte schnell und einfach organisiert werden. Noch in diesem Quartal soll die neue Plattform gelauncht werden. >>>Logistik Express
QVSTA vermittelt Models per Mausklick: Fashion-Anbieter können sich auf der Suche nach Models für die nächste Kollektion, für das Shooting oder die Modenschau von Agentur zu Agentur durchklingeln, oder sie nutzen ein Start-up wie QVSTA. Das nimmt die Arbeit ab. >>>Etailment

- INTERNATIONAL -

ManoMano schließt Finanzierungsrunde über 110 Millionen Euro ab: Das französische Startup, das einen Online-Shop und einen Marktplatz für Hausverschönerungen und Gartenarbeit betreibt, ist um 110 Millionen Dollar reicher. Das GMV lag zuletzt bei 400 Millionen Euro. Hauptmarkt ist Frankreich, doch will das Unternehmen stärker in Europa Fuß fassen. >>>TechCrunch
Alturos steigt von Magento auf Intershop um: Der Schweizer Marktführer von digitalen touristischen Vertriebslösungen setzt in Sachen Omnichannel künftig auf Intershop. Über die Plattform bieten Unternehmen Bahntickets, Unterkünfte, Skikurse, Konzertkarten, Parktickets oder Erlebnispakete an. Intershop biete für das strategische Wachstum und dank seines reichen Portfolios an B2B-Funktionalitäten die besseren Voraussetzungen als Magento, heißt es zur Begründung. >>>Finanznachrichten.de
Amazon führt in Mexiko Barzahlung bei Oxxo ein: Amazon reagiert auf die Tatsache, dass 60 Prozent der Verbraucher in Mexiko kein Bankkonto besitzen und deshalb mit Bargeld bezahlen müssen. Wer künftig bei Amazon bestellt, kann laut eines Berichts von Reuters seine Rechnung in einer der landesweit 18.000 Filialen des mexikanischen Handelsriesen Oxxo bezahlen. >>>AllAboutPayment.de
ezCater sammelt 150 Millionen Dollar ein: Der Online-Catering-Marktplatz ist mit einer Bewertung von 1,25 Milliarden Dollar zum Unicorn geworden. Das Unternehmen arbeitet mit 60.500 Restaurants und Caterern in den USA zusammen und wuchs in den vergangenen acht Jahren jährlich um 100 Prozent. Profitabel ist die Plattform trotzdem nicht. >>>TechCrunch.com
Airbnb beteiligt sich an Oyo: Und wieder ein Engagement im klassischen Hotelgeschäft: Mit 100 bis 200 Millionen Dollar hat sich die Home-Sharing-Plattform an dem indischen Hotelbuchungsstartup Oyo beteiligt. Erst kürzlich schnappte sich Airbnb Hotel Tonight. >>>WSJ.com

- BACKGROUND -

Warum auch im B2B-Handel Plattformstrategien unvermeidbar sind: Eine Plattform verkauft nicht mehr nur vorrangig Produkte, sondern Zugang für Unternehmen zu Kunden. Dadurch erlangen die Kundengewinnung und Kundenbindung. Mit der Konsumerisation des B2B sind derzeit ähnliche Entwicklungen im gewerblichen Kaufverhalten und in den B2B-Kommunikationsprozessen zu beobachten wie im B2C. Davon kann der B2B-Commerce lernen, statt sich erneut eine blutige Nase zu holen. >>>Best of Commerce
Alles über E-Food: Seit der Start von Amazon Fresh in 2017 vor allem in Deutschland die Branche aufgeschreckt hat und Amazon im gleichen Jahr mit der Übernahme von Whole Foods die nächste Stufe zündete, tut sich einiges im deutschen und vor allem auch europäischen E-Food Markt. Handelsexperte Matthias Schu hilft, den Überblick zu behalten. >>>Etailment.de
Wandel zur Abo-Wirtschaft: Startups überflügeln Großkonzerne, weil sie wissen, an wen sie verkaufen. Gründer und CEO Tien Tzuo beschreibt, warum Abo-Modelle die Zukunft vieler Unternehmen sind. >>>Gründerszene.de
Wie Twitch den E-Commerce revolutioniert: Das Live-Streaming-Videoportal entwickelt sich gerade zum größten Konkurrenten von YouTube. Im Jahr 2018 liefen hier 45 Milliarden Minuten Streaming-Content pro Monat. Und die Mutter Amazon integriert nun immer mehr spannende Funktionen für den E-Commerce. >>>Onlinehaendler-News.de

- ZAHL DES TAGES -

1.150 US-Dollar kann ein Haushalt im Schnitt sparen, wenn er die gleichen Produkte im Internet statt in einem Warenhaus einkauft. Das hat ein Forscherteam der Universität Stanford ermittelt, das mithilfe von Visa 400 Milliarden Online-Käufe zwischen 2007 und 2017 auswerteten. Dabei zeigte sich: Haushalte mit einem Einkommen von weniger als 50.000 Dollar tätigen nur 3,4 Prozent ihrer Käufe im Internet. Haushalte mit höherem Einkaufen liegen bei fast zehn Prozent. Ein Grund dürfte die schlechtere Erschliessung von ärmeren, ländlichen Regionen mit schnellen Internetverbindungen sein. >>>Tagesanzeiger.ch

- GEHÖRT -

"Wir wollen die Vorteile des Online-Shoppings mit dem Einkaufen in der Heimat kombinieren."
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger will erreichen, dass sich mittelständische Händler in den Städten der Digitalisierung öffnen, im Internet sichtbar werden und mit ihren Kunden online kommunizieren. Zu diesem Zweck gibt es seit 2015 die Initiative "Digitale Einkaufsstadt Bayern". Moosburg ist die jüngste Stadt, die von der Förderung profitiert. Geplant ist eine Art Online-Schaufenster ohne Bestellfunktion. >>>Merkur.de



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