E-Commerce-Trends 19.05.19 20.05.2019, 06:41 Uhr

Engelbert Strauss lehnt Plattformen ab

Engelbert Strauss will nicht bei Amazon & Co. verkaufen, Rocket Internet gibt Westwing-Anteile ab, BSH investiert in digitale Küchenassistenten, Sheego startet Kundenbindungsprogramm, Brack.ch wird zur Drogerie und Amazon teilt erste Erfahrungen mit Amazon Go mit.
(Quelle: Shutterstock / Vasin Lee)
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- NEWS -

Engelbert Strauss lehnt Zusammenarbeit mit Amazon ab: Der deutsche Bekleidungshersteller Engelbert Strauss will seine Waren nicht über Internetplattformen wie Amazon, Alibaba oder Zalando verkaufen. "Wir arbeiten ohne Zwischenhandel und ohne Plattformen. Engelbert Strauss gibt es bei Engelbert Strauss", sagte Gründer-Urenkel und Marketing-Chef Henning Strauss der "Welt am Sonntag". So wolle man die Kontrolle über die Marke behalten. >>>Welt.de
Rocket Internet zieht sich bei Westwing weiter zurück: Nach dem Ausstieg bei Hellofresh hat Rocket jetzt auch knapp die Hälfte seiner Westwing-Anteile verkauft und liegt jetzt bei 9,5 Prozent. Der Shopping-Club für Möbel, der 2018 Umsätze von 254 Millionen Euro erzielt hat, war miserabel ins Jahr gestartet. >>>Exciting Commerce
BSH investiert in digitale Küchenassistenten: Die BSH Hausgeräte GmbH erwirbt ein Drittel der Anteile am US-amerikanischen Start-up Chefling Inc. Chefling bietet mit seinem digitalen Küchenassistenten auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) eine App an, die es ermöglicht, den Lebensmittelvorrat zu verwalten, Rezeptvorschläge auf das persönliche Budget, die Ernährungsbedürfnisse und Geschmacksvorlieben abzustimmen ‒ und vernetzte Hausgeräte intelligent einzubinden. >>>Moebelmarkt.de
Sheego startet Kundenprogramm: Sheego for me - unter diesem Motto steht ein neues Kunden-Programm, das der Schwab-Versand aus dem Otto-Konzern jetzt für seine Plus-Size-Marke "Sheego" frisch gestartet hat. Punkten soll der Große-Größen-Spezialist demnach nun bei der Kundschaft mit einer „attraktiven Fashion-Flat“, die auf den ersten Blick deutlich an das Kunden-Programm „Amazon Prime“ des US-Versandriesen erinnert. >>>Neuhandeln.de
Zalando lockt mit Beauty-Pop-Up-Stores: Passend zur hauseigenen Beauty-Offensive betreibt Zalando drei Pop-up-Stores in Europa. Sie sind Teil der "Entfalte deine Schönheit"-Kampagne. In Stuttgart öffnet demnächst zudem ein neues Outlet seine Tore. >>>wuv.de / Echo24.de

- INTERNATIONAL -

Brack.ch wird zur Drogerie: Roland Brack wandelt auf den Spuren von Jeff Bezos und macht seinen Onlineshop jetzt auch zur Drogerie. Der Onlineshop hält bereits zum Start tausende Drogerie-Artikel an Lager, die über das Logistikzentrum in Willisau jeweils am Tag nach der Bestellung geliefert werden. >>>Moneytoday.ch
Yoox-Net-A-Porter wächst weniger als erwartet: Der E-Fashion-Konzern Yoox-net-a-Porter bleibt mit einem Umsatzplus von 12 Prozent deutlich unter dem Zielkorridor von 17 bis 20 Prozent. Der Verlust hat sich aber mehr als halbiert. Die neue Muttergesellschaft Richemont macht dank der erstmals konsolidierten YNAP-Zahlen einen deutlichen Umsatzsprung. >>>Textilwirtschaft.de
Amazon enthüllt erste Erfahrungen mit Amazon Go: Essfertige Snacks sind einer der Hauptgründe, warum Kunden Go-Stores besuchen. Ursprünglich hatte Amazon damit gerechnet, dass die Kunden für Frühstück, Mittagessen und Abendessen kommen und dann noch Einkäufe mit nach Hause nehmen würden. Der neue Amazon-Go-Laden in New York ist daher vollgestopft mit Snacks. >>>Business Insider
Printemps lässt mit WeChat Pay bezahlen: Das größte Pariser Kaufhaus Printemps will mit der Zahlungslösung WeChat Pay mehr asiatische Konsumenten zum Shoppen motivieren. In Kooperation mit Wirecard wurde an mehreren Printemps-Standorten in ganz Frankreich WeChat Pay eingeführt und ausgeweitet. >>>AllAboutPayment.de
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Zahnbürsten-Startup Amabrush: Laut Kundenbewertungen überzeugt die Amabrush-Zahnbürste nicht. Das interessiert jetzt auch die Staatsanwaltschaft. Sie ermittelt in Wien wegen des Verdachts auf schweren Betrug. >>>Gründerszene.de
Amazon baut eigene Lagerhäuser für gefährliche Güter: Nachdem Arbeiter eines Lagers durch austretendes Bärenabwehrmittel im Spital landeten, kündigt Amazon Änderungen an. Der Online-Händler will neue Lagerhäuser errichten, die auf die Aufbewahrung gefährlicher Güter spezialisiert sind. Ein Prototyp dafür existiert bereits. >>>Futurezone.at

- BACKGROUND -

So groß ist der deutsche Online-Handel: 53,3 Milliarden Euro setzte der Handel 2018 im Internet um, zeigt der "HDE Online Monitor 2019". Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 9,1 Prozent. Am stärksten legten Kategorien wie Produkte des täglichen Bedarfs (plus 14 Prozent) und Heimwerken und Garten (plus 12 Prozent) zu. >>>Spiegel.de
Wie Plattform-Provider Aggregation angehen: Es ist faszinierend zu beobachten, wie ein Plattformprovider sein Bestreben vorantreibt, zur marktgestalterischen Macht in einer Branche zu werden. Denn keine Branche gleicht einer anderen. Das heißt, das endgültige Ziel mag das gleiche sein (eine Plattform, sie alle zu knechten), aber der Weg dahin ist niemals gleich; nur ähnlich in manchen Aspekten. >>>Neunetz.de
Sieben Performance-Booster für den E-Commerce: In sieben Bereichen lässt sich bei fast allen E-Commerce-Unternehmen noch mehr herausholen. Dazu zählen CMS, ERP, Analyse-Tools, CRM, E-Mail-Marketing, Empfehlungen und Kundenservice. >>>t3n.de
Verbraucherschützer wollen Vergleichsportale strenger regulieren: Der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Klaus Müller, unterstützt Pläne der SPD, dem Bundeskartellamt mehr Befugnisse gegen verbraucherunfreundliche Vergleichsportale einzuräumen. Um die erfolgreiche Arbeit der qualifizierten Einrichtungen mit einer Klagebefugnis nicht aufs Spiel zu setzen, dürfen aber keine Parallelstrukturen geschaffen werden, warnte Müller. >>>Wallstreet Online

- ZAHL DES TAGES -

Sechs Mal pro Woche sollen verheiratete Alibaba-Mitarbeiter Sex haben - zumindest wenn es nach dem Willen ihres obersten Chefs Jack Ma geht. Die Ehe sei nicht dafür gemacht, Reichtum anzuhäufen oder ein Haus zu kaufen, sondern um zusammen ein Baby zu haben, sagte er auf einer Hochzeitsmesse. Viel Zeit haben die Alibaba-Angestellten für Sex allerdings nicht. Denn der Alibaba-Chef erwartet auch, dass seine Angestellten an sechs Tagen pro Woche von 9 bis 21 Uhr arbeiten. >>>Stern.de

- GEHÖRT -

"Händler und Logistikdienstleister sollten perspektivisch noch enger zusammenarbeiten, um ihre jeweiligen Daten zu nutzen und voneinander zu profitieren, um passgenaue und individuelle Mehrwerte und Service für den Kunden anzubieten."
Anne Lisa Weinand, Account- und Projektmanagerin beim IFH Köln, spricht im Interview mit Internetworld.de im Vorfeld der eLogistics World Conference unter anderem über die Probleme der letzten Meile, Same Day Delivery sowie die Trends in der Logistikbranche gesprochen. >>>Internetworld.de / eLogistics World Conference



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