E-Commerce-Trends 06.08.18 06.08.2018, 07:45 Uhr

Bringmeister will schneller wachsen

Bringmeister will schneller wachsen, Rewe erhöht den Mindestbestellwert, Amazon umgarnt C+C-Händler, Allyouneed City sucht einen neuen Partner und John Lewis setzt auf mehr Customer Centricity im Versand.
(Quelle: Shutterstock / Vasin Lee)
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- NEWS -

Rewe erhöht den Mindestbestellwert: Wer sich frische Lebensmittel nach Hause bringen lassen möchte, muss bei Rewes Lieferservice ab sofort mehr Geld ausgeben: Das Unternehmen hat den Mindestbestellwert für seinen Online-Supermarkt von 40 auf 50 Euro angehoben – gegen die Trends im internationalen Liefergeschäft für Lebensmittel. >>>Supermarktblog.de
Bringmeister will schneller wachsen: Der Lieferdienst von Edeka soll noch in diesem Jahr einen Umsatz von 30 Millionen Euro erwirtschaften. Dabei sollen auch aggressive Aktionsangebote helfen. Intern steht Bringmeister unter Druck, profitabel zu werden. Dazu müssten Kunden aber mehr Warenkörbe zwischen 70 und 100 Euro generieren. Doch für so viel Geld bestellt selten jemand. >>>Gründerszene.de
Amazon umwirbt C+C-Händler: Amazon will auch im Großhandelsgeschäft Fuß fassen und umwirbt jetzt aktiv C+C-Händler für eine Kooperation. Das könnte den Kampf um Gastronomie-Kunden und Trader in der Branche noch befeuern. Auch Metro rüstet auf. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten) / Business Insider
Media-Saturn präsentiert neue Startup-Partner: Das von Media-Saturn initiierte Förderprogramm "Retailtech Hub" ist in die dritte Runde gestartet. Mit dabei sind Startups aus den Bereichen Blockchain, Voice Commerce und Location Based Marketing. >>>Channelpartner.de
Wie Juiceplus Facebook zur Kundenakquise missbraucht: Auf Facebook gehen die Kundenfänger des Nahrungsergänzungsanbieters gezielt auf Verbraucherakquise und vermischen bewusst Privates und Berufliches, obwohl die Facebook-Richtlinien dies eigentlich verbieten, hat eine Insiderin der "Wirtschaftswoche" erzählt. Juiceplus selbst dementiert. >>>Wiwo.de
Allyouneed City soll nicht sterben: Der Verein City-Marketing Bonn hofft auf einen neuen Partner für die Online-Plattform Allyouneed City, den die Deutsche Post DHL zum Jahresende einstellen will. Die Vereinsvorsitzende Karina Kröber sagte dem "General-Anzeiger", man setze darauf, dass der Einzelhandelsverband das genauso sehe. Ihre Einschätzung: Für jeden Nachfolger als Betreiber der Verkaufsplattform "wird es nun einfacher". >>>General Anzeiger Bonn
Amazon scheitert mit falscher Daunenjacke vor Gericht: Dem Branchenverband des Deutschen Textileinzelhandels stieß sauer auf, dass Amazon eine zu 100 Prozent aus Kunstfaser bestehende Jacke als "Daunenjacke" anpries. Gegen eine entsprechende Abmahnung wegen irreführender Werbung ging Amazon vor Gericht. Die Richter am Landgericht München bestätigten allerdings die Unterlassungsverfügung der Wettbewerbszentrale. Die Verwendung des Begriffs "Daunenjacke" wecke beim Kunden Erwartungen, die das Produkt nicht erfüllt, hieß es zur Begründung. >>>Pressemitteilung

- INTERNATIONAL -

Wie Amazon zur politischen Supermacht wird: Amazon-Gründer Jeff Bezos hat eine der mächtigsten Lobby-Maschinerien aufgebaut. 101 Lobbyisten sind für den Internet-Riesen inzwischen im Einsatz. Die Lobby-Ausgaben summierten sich im ersten Halbjahr 2018 bereits auf sieben Millionen Dollar. Zusätzlich investiert Amazon mehr als andere Tech-Kolosse in die US-Kongresswahlen vom November. Der Aufstieg zur politischen Supermacht fällt zusammen mit der Expansion in immer mehr Märkte. >>>Bazonline.ch
Amazon optimiert Steuerabgaben in Großbritannien: Amazon hat in Großbritannien 2017 seine Umsätze und Gewinne kräftig gesteigert, aber nur wenige Steuern gezahlt. Nach den Finanzdaten hätte das Unternehmen eigentlich 4,6 Millionen Pfund (5,2 Millionen Euro) an den britischen Fiskus abführen müssen. Mit diversen Vermeidungsstrategien – darunter die als Kosten abgesetzte Abgabe von Aktien an Mitarbeiter – wurde diese Summe auf 1,7 Millionen Pfund gesenkt. Besonders Einzelhändler, die ihr Geschäft klassisch mit Geschäften vor Ort betreiben, sind darüber verstimmt und sprechen von Wettbewerbsnachteilen. >>>Handelsblatt.com
John Lewis setzt auf mehr Customer Centricity im Versand: Zwei-Stunden-Lieferzeitfenster, Selbstbedienungs Click & Collect-Kiosks und transparentere Angaben zu Produkten und Warenverfügbarkeiten - mit diesen Maßnahmen will die Warenhauskette John Lewis den Versand ihrer Online-Bestellungen kundenfreundlicher gestalten. >>>Internet Retailing
Wayfair wächst um knapp 50 Prozent: Der erste "Way Day" und der internationale Wachstumskurs lassen die Wayfair-Umsätze nach 48 Prozent im ersten Quartal auch im zweiten Quartal um knappe 49 Prozent steigen. Durch das beschleunigte Wachstum peilt Wayfair damit nach 4,7 Milliarden Dollar Jahresumsatz im Vorjahr 2018 bis zu sieben Milliarden Dollar an. >>>Exciting Commerce
Walmart setzt auf Roboter in der Logistik: Walmart testet ein neues Robotersystem, das Lebensmittelbestellungen picken kann. Kooperationspartner ist Alert Innovation. Die "Alphabots" sollen die überwiegende Mehrheit von Lebensmittelprodukten picken können. >>>TechCrunch
Blue Apron sackt immer weiter ab: Der US-Kochboxenanbieter hat im vergangenen Quartal 25 Prozent weniger umgesetzt als im Jahr zuvor. Auch die Zahl der Kunden ist drastisch gesunken. Nur 717 Kunden haben von April bis Juni Kochboxen bestellt. >>>NGIN Food
Foodora verlässt Australien: Seit Monaten häuft sich in Australien die Kritik am Berliner Essenslieferanten Foodora. Ein Regierungsbeauftragter verklagte das Unternehmen sogar. Nun will sich Foodora auf andere Märkte konzentrieren. >>>Spiegel Online
New York will Uber-Taxis einbremsen: Taxifahrer weltweit bangen um ihre Existenzgrundlage, wenn die Autos von Uber und Co. anrollen. Als erste US-Metropole will New York die Zahl dieser Fahrzeuge deckeln, aber der Marktführer wehrt sich. Es ist ein Kampf um Kunden und das Kultsymbol einer Weltstadt. >>>derStandard.at
Alibaba und Infineon schließen Mega-Kooperation: Alibaba und Infineon wollen zukünftig im Bereich Internet of Things zusammenarbeiten. Dafür haben beide eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. >>>Onlinehaendler-News.de

- BACKGROUND -

Online-Händler schludern bei der DSGVO: Webtrekk hat bei 93 der umsatzstärksten deutschen Online-Händlern geprüft, ob diese die DSGVO-Anforderungen erfüllen. Das Ergebnis ist verheerend: 81 Händler werden den Bestimmungen nicht gerecht. >>>Absatzwirtschaft.de
Chatbots zur Kundenberatung: Vor allem im Facebook-Messenger sind Tausende Chatbots im Einsatz. Sind sie gut, erhöhen sie tatsächlich die Kundenbindung - sonst eher nicht. >>>Internetworld.de
Online-Möbelhandel - der Kampf um die Couch: Nach dem Börsengang von Home24 bringt sich der Online-Möbelhandel in Stellung: Während Otto und Ikea zulegen, haben die Pure Player noch Herausforderungen zu meistern. >>>Internetworld.de
Acht Erfolgsfaktoren für die eigene Omnichannel-Strategie: Mühsam ist der Weg zur eigenen Omnichannel-Strategie: Die Unternehmensberatung Roland Berger hat acht Punkte zusammengefasst, die Händler auf dem Weg zum Omnichannel-Erlebnis beachten sollten. >>>Internetworld.de
Dynamic Pricing ist längst Alltag: Bis zu 30 Prozent mehr kosten Autobatterien oder Reifen bei ATU am Vormittag als am Abend, zeigt eine aktuelle Analyse der Verbraucherzentrale Brandenburg. Die Verbraucherschützer verglichen über fünf Wochen hinweg insgesamt 1.133 Preise bei 16 Online-Händlern. Eine weitere Erkenntnis: Bei Mediamarkt erscheinen oft gegen 18.45 Uhr neue, meist günstigere Preise. >>>Sueddeutsche.de

- ZAHL DES TAGES -

851.110 Euro Bußgeld verhängte die Stadt München im Jahr 2017 im Kampf gegen die Zweckentfremdung von Wohnungen gegen Homesharing-Plattformen wie Airbnb. Die bayerische Landeshauptstadt verlangt von den Internet-Anbietern eine umfassende Auskunft über Wohnungen, die als Ganzes und mehr als acht Wochen lang auf den Plattformen zur Vermietung an Feriengäste angeboten werden. Kommen die Anbieter der Forderung nicht nach, wird ein Zwangsgeld von 300.000 Euro fällig. Der Kampf gegen Zweckentfremdung zeigt Erfolg: 2017 wurden 298 Wohnungen wieder dem Münchner Wohnungsmarkt zugeführt. >>>Zeit.de

- GEHÖRT -

"Wir sind eine Art 'Super-Prime Amazon'. Wir liefern innerhalb kurzer Zeit, innerhalb von weniger als einer Stunde."
Niklas Östberg, Chef des Lieferdienstes Delivery Hero, spricht über die Konkurrenz im Online-Geschäft, die Arbeitsbedingungen seiner Radler und seine Essgewohnheiten. >>>Sueddeutsche.de



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