E-Commerce-Trends 11.12.2014 11.12.2014, 07:11 Uhr

Bericht: eBay erwägt massiven Stellenabbau

eBay USA will im Marktplatzgeschäft 3.000 Stellen streichen, so das Wall Street Journal. Zalando dagegen stellt gerade ein: Es werden Style-Berater für einen neuen Curated Shopping-Service gesucht.

- NEWS -

Zalando steigt ins Curated Shopping ein: Kunden, die beim Mode-Shoppen nicht vor Glück schreien, bietet der Modeversender ab 2015 einen Stylisten-Service à la Outfittery an. Dabei sollen nicht nur Männer, sondern auch Frauen beraten werden. Zur Zeit werden für den Service Stylisten gesucht, die dann bei der Beratung aus dem vollen Zalando-Sortiment schöpfen können. >>>Internetworld
Otto hat Bilanz aus seiner "E-Commerce in Echtzeit"-Aktion vom 8. Dezember gezogen. 24 Stunden lang lieferte ein öffentliches Dashboard im Unternehmensblog Einblick in das Weihnachtsgeschäft von 16 Otto-Unternehmen. 100.000 Warenkörbe wurden dabei gefüllt, 1,5 Millionen Suchbegriffe eingetippt. Am besten lief - wenig überraschend - die Kategorie Spielzeug. Otto ist mit dem Einblick ins Allerheiligste, der durchaus beeindruckend anzusehen war, zufrieden und kann sich vorstellen, die Aktion an anderer Stelle zu wiederholen. >>>Onlinehändler-News
eBay hat seine iPad-App aufgehübscht und dabei vornehmlich auf Inspiration gesetzt, Stöbern und Blättern ist erlaubt und erwünscht. Dazu kommen schicke technische Features wie Multi-Touch und Gesten-basiertes Browsen, unterstützt von einer vereinfachten Navigation und vereinfachten Abläufen. Unwidersprochen schick. >>>Internet Retailing
Der Online-Küchenplaner Kiveda ist zufrieden mit seinen Ausflügen ins Offline-Geschäft: Seit einigen Wochen ist Kiveda mit einer Shop-in-Shop-Fläche im Saturn-Pilotmarkt von Ingolstadt vertreten. Der Standort biete viel Laufkundschaft und absolut zufriedenstellende Geschäfte, so Geschäftsführer Julian Strosek. Im nächsten Jahr soll die Kooperation auf weitere Märkte der MSH-Gruppe ausgeweitet werden. >>>Location Insider

- INTERNATIONAL -

eBay erwägt in den USA anscheinend einen massiven Stellenabbau. Das berichtet das Wall Street Journal und beruft sich dabei auf die üblichen informierten Kreise. Angeblich soll jeder zehnte Arbeitsplatz zur Disposition stehen - damit wären rund 3.000 Stellen von der Kürzung betroffen, besonders im Marktplatzbereich. eBay gab weder Dementi noch Bestätigung von sich: "Wir konzentrieren uns auf die Leitung unseres Geschäfts. Zudem bereiten wir Ebay und Paypal darauf vor, erfolgreich als eigenständige Unternehmen zu arbeiten", sagte eBay-Sprecherin Amanda Miller nebulös. >>>n-tv
Die Amazon-Tochter Twitch hat die eSport-Agentur GoodGame gekauft. Wieviel der Marktplatz für die Spieleschmiede hingeblättert hat, wurde nicht verraten. Die Übernahme passt zum neuen Fokus auf Entertainment, den Jeff Bezos für sein Prime-Programm verfolgt. >>>Internet Retailer
Amazon muss seine Beschäftigen nicht für die Zeit vergüten, die diese in den Sicherheitskontrollen nach Dienstschluss verbringen. Das hat das höchste US-Gericht entschieden, nachdem zehntausende Amazon-Angestellte geklagt hatten, weil die Sicherheitschecks bis zu 25 Minuten ihres Feierabends in Anspruch nahmen. Amazon behauptet dagegen, die Kontrollen würden nicht längern als zwei Minuten dauern. >>>Futurezone.at
Nach dem Verkauf von myTheresa.com an die US-amerikanische Neimann Marcus Group im September kommen jetzt personelle Konsequenzen in Form von zwei neuen Geschäftsführern. Die Firmengründer Christoph Botschen und Susanne Botschen sind ausgestiegen, dafür kommen die US-Amerikaner Joshua Schulman (43) und James Skinner (61) ins Team. Die deutsche Dependance berichtet aber weiterhin an die verbliebenen deutschen Manager Jens Riewenherm und Thomas Müller. >>>neuhandeln
Hachette will seine Bücher künftig über Twitter verkaufen. Dafür hat der US-Buchkonzern einen Buy-Button entwickeln lassen, über den sich Bücher direkt im Kurznachrichtendienst erwerben lassen. >>>Lebensmittelzeitung (nur für Abonnenten)

- BACKGROUND -

Pricing: Der günstigste Anbieter aus Amazon ist oft nicht Amazon selbst, sondern ein Marketplace-Händler. Das hat eine Untersuchung von PreisAnalytics gezeigt, bei der Preise von über 100.000 Produkten auf dem Marktplatz verglichen wurden. In 16 Prozent der Fälle kam das günstigste Angebot von einem externen Händler. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Anteil noch bei 10 Prozent. Die Marketplace-Händler scheinen Amazons Fehdehandschuh also zunehmend aufzunehmen und in die Preisschlacht zu ziehen. >>>Shopanbieter
Google Analytics: Wo gehen einem Online-Shop die meisten Kunden verloren? Die Frage dürfte jeden Händler interessieren - die Antwort liefert Google Analytics, wenn man es richtig und gekonnt einsetzt. Practical E-Commerce hat eine Schritt-für-Schritt-Anleitung parat. >>>Practical E-Commerce
Google Shopping: Nach monatelanger rechtlicher Unsicherheit hat Google Shopping jetzt die direkte Versandkostenanzeige in den Suchergebnissen eingeführt. Bereits Mitte des Jahres hatte das Landgericht Hamburg die bisherige Darstellung, in der die Versandkosten erst nach MouseOver zu sehen waren, für rechtswidrig erklärt. Seither mussten Händler ihre Waren auf Google Shopping eigentlich versandkostenfrei anbieten, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Damit ist jetzt Schluss. >>>Shopanbieter

- ZAHL DES TAGES -

Ein Viertel der Transaktionen im deutschen E-Commerce werden mittlerweile über den mobilen Kanal abgewickelt. Der weltweite Schnitt liegt bei 30 Prozent. >>>Internetworld

- GEHÖRT -

"Die Regierung von Luxembourg versteht sich als Geschäftspartner und ich denke eine akkurate Beschreibung wäre: Sie hilft dabei, Probleme zu lösen. [Junckers] Botschaft war einfach: 'Wenn Ihr auf Probleme stoßt, bitte kommt und erzählt mir davon. Ich versuche zu helfen.'"
Bob Comfort, Ex-Manager für Steuern und Abgaben bei Amazon, ist Jean-Claude Juncker als damaligem Luxembourger Regierungschef als Geschäftspartner begegnet, der Amazon massiv umworben haben soll. >>>The Guardian



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