E-Commerce-Trends 04.12.18 04.12.2018, 07:40 Uhr

Amazon-Werbung ist das nächste große Ding

Polnische Finanzverwaltungen schauen Amazon-Marktplatzhändlern auf die Finger, die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Von Floerke, Moebel24 profitiert vom Jahrhundertsommer, Brack stellt seinen Bestellknopf ein und Amazon-Werbung wird das nächste große Ding.
(Quelle: Shutterstock / Vasin Lee)
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- NEWS -

Steuerstrafverfahren gegen Amazon-Pan-EU-Händler: Amazon-Marketplace-Händler, die Waren in Polen lagern, müssen aufpassen: Die polnischen Finanzverwaltungen starten wegen fehlender Daten Steuerstrafverfahren. >>>t3n.de
Amazon testet Buy-Box in den Suchergebnissen: Die sogenannte Buy-Box, der Einkaufswagen-Button, taucht bei Amazon jetzt auch in den Suchergebnisseiten auf. Ein Überblick, auch über die potenziellen Auswirkungen für Händler. >>>t3n.de
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Von Floerke: Weil Kunden seit Wochen auf Alkoholika warten, die sie bei dem Startup, an dem auch DHDL-Löwe Frank Thelen beteiligt ist, bestellt und bezahlt haben, haben sie nun Anzeige erstattet. Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Firma wegen Betrugsverdachts. >>>NGIN Food
Moebel24 lobt den Jahrhundertsommer: Während andere Online-Shops unter der Sommerhitze litten, hat das Vergleichsportal für Möbel von seinem umfangreichen Gartensortiment mit hoher Verfügbarkeit profitiert. Die Nutzerzahl hat sich im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr von drei auf sechs Millionen verdoppelt. Die Zahl der Mitarbeiter stieg von 30 auf 60. >>>Pressemitteilung
Netto bringt Paypal an die Ladenkasse: Nach Google Pay findet Paypal nun auch seinen Weg in die Einkaufsapp des Discounters Netto, mit dem man bargeldlos an der Kasse zahlen kann. >>>Heise.de
Neustart für Pflegetiger: Im Oktober musste das Rocket-Startup Insolvenz anmelden. Nun hat das Onlineportal eine neue GmbH mit neuem Gesellschafter gegründet. >>>Gründerszene.de
Faaren revolutioniert den Autohandel: Fünf Würzburger Gründer wollen Autofahrern mit einem Abo-Modell für Fahrzeuge mehr Flexibilität bieten. Von diesem Konzept sollen auch die Händler profitieren. >>>NGIN Mobility

- INTERNATIONAL -

Brack stellt BOB ein: Auf Knopfdruck bestellen - das geht ab Mitte 2019 zumindest bei dem Schweizer Online-Warenhaus nicht mehr. Der Bestellknopf BOB wird eingestellt. Die Reichweite reichte nicht aus, um die Kosten für Unterhaltung und Weiterentwicklung der BOB-Infrastruktur länger zu rechtfertigen. >>>IT Markt
Amazon macht Go größer: Amazon tüftelt daran, wie kassenlose Supermärkte auch auf größerer Fläche funktionieren. Branchenspekulationen zufolge könnte der E-Commerce-Riese das System auch bei Whole Foods einführen. >>>Internetworld.de
Amazon.com sperrt die Schweiz aus: Von 26. Dezember an können Kunden aus dem Alpenland nicht mehr über Amazon.com bestellen. Der Grund sind neue Steuerregeln, die zum Jahreswechsel eingeführt werden und die Amazon USA offenbar nicht handlen kann. Der Einkauf über die EU-Webseiten bleibt aber weiterhin möglich. >>>Wortfilter.de
"Marie Claire" startet Shopping-Plattform: Unter dem Namen "Marie Claire Edit" bringt das Frauenmagazin eine eigene Shopping-Plattform an den Start, auf der das Mode-Team von Marie Claire Produkte kuratiert. Zu den Kooperationspartnern zählen Farfetch, Selfridges, Asos und Topshop. >>>Retailtechnology
Showroomprivé braucht frisches Geld: Der Shopping-Club präsentiert sich weiter im Krisenmodus. Das Unternehmen will sich frisches Kapital zu Tiefstkursen besorgen. Die Bewertung fällt erstmals unter 100 Millionen Euro. >>>Exciting Commerce
Apple belohnt Soldaten und Veteranen: Der Apfelkonzern hat einen Online-Shop für aktive und ehemalige Mitarbeiter des US-Militärs eingerichtet. Sie bekommen künftig zehn Prozent Rabatt auf ihren Online-Einkauf. >>>TechCrunch

- BACKGROUND -

Amazon-Werbung ist das nächste große Ding der Werbebranche: Die Werbemarkt-Prognose der Media-Agentur Zenith sieht Amazon als klaren Gewinner in der E-Commerce-Werbung. Dabei beginne E-Commerce-Werbung – also Werbung, die neben oder innerhalb von Suchergebnissen und Produktlistings auf E-Commerce-Webseiten steht, gerade erst, weltweit in Gang zu kommen, heißt es in der Studie "Advertising Expenditure Forecasts". >>>Handelsblatt.com
In Deutschland leben die langsamsten Online-Shopper: Wenn es um Online-Einkäufe geht, sind die deutschen Kunden speziell. Das zeigt eine Studie von SAP. Aus den Ergebnissen leitet das Unternehmen drei Tipps ab. >>>wuv.de
Mobile Seiten laden zu langsam: Von 300 von Google untersuchten mobilen Websites in Deutschland konnten nur sechs – nämlich Indeed, Aldi Nord, Mymuesli, Aldi Süd, Zalando und Otto Office – ihre Inhalte innerhalb von drei Sekunden vollständig bereitstellen. Dieser Zeitraum entspricht laut Google den Erwartungen der Nutzer. Wer zwei Sekunden länger braucht, steigert die Absprungrate um bis zu 103 Prozent. Doch so richtig Verbesserung in punkto mobile Ladezeiten ist laut Google nicht in Sicht. >>>Internetworld.de
Anzeigen-Tipps für Google-Shopping: Ein Händler, der auf den vorderen Seiten von Google nicht erscheint, findet im Bewusstsein der Kunden nicht statt. Das gilt selbst für die ganz Großen, die bereits viel Geld in den Markenaufbau gesteckt haben. Mit Google Shopping und Produktanzeigen kann man daher seinen Erfolg zusätzlich stützen. >>>Etailment
Trends der letzten Meile: In ihrer Studie "Shortening the Last Mile: Winning Logistics Strategies in the Race to the Urban Consumer" identifizieren DHL und Euromonitor die vier wesentlichen Trends für die Zustellung an Endkunden in Ballungsgebieten – die lokalisierte Lieferung, flexible Zustellnetze, die saisonale Logistik und neue Technologien – sowie Ansätze, wie Unternehmen ihre Lieferketten auf die neuen Marktgegebenheiten ausrichten und Wettbewerbsvorteile erlangen können. >>>Eurotransport.de

- ZAHL DES TAGES -

Zwei Milliarden Produkte verschickte Amazon in diesem Jahr eigenen Angaben zufolge an seine Prime-Kunden innerhalb von einem Tag oder noch schneller. Insgesamt ist die 24-Stunden- oder Same-Day-Lieferung inzwischen in 8.000 Städten weltweit verfügbar, innerhalb von zwei Stunden liefert Amazon in 30 Städten. 100 Millionen Produkte sind für die 48-Stunden-Lieferung verfügbar. >>>TechCrunch

- GEHÖRT -

"Insbesondere in den Innenstädten waren die Kundenfrequenzen zum Auftakt in die Adventszeit noch zu schwach."
HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth ist mit dem Start in das diesjährige Weihnachtsgeschäft verhalten zufrieden und warnt auch vor einem schwierigen Start ins nächste Jahr. >>>Rundschau.de



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