E-Commerce-Trends 02.08.2019, 07:16 Uhr

Amazon wälzt Kosten für Digitalsteuer auf Marktplatzhändler ab

Netto rüstet im Web auf, P&G verkauft Rasierer online, Zalando kooperiert mit Katag, About You schmückt sich mit Tokio Hotel, Flaconi personalisiert das Einkaufserlebnis, Check24 greift Banken an und Amazon wälzt die französische Digitalsteuer auf seine Händler ab.
(Quelle: Shutterstock / Vasin Lee)
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- NEWS -

Netto rüstet im Web auf: Während Konkurrenten wie Lidl ihr Online-Angebot bei Food eingedampft haben, geht Netto den umgekehrten Weg. Der Edeka-Discounter hat das Angebot ausgeweitet und bietet mehr und mehr Lebensmittel an. >>>Lebensmittel Zeitung
P&G eröffnet Online-Shop für Gilette: Der Konsumgüterriese ändert in Deutschland seine Vertriebsstrategie. Seit Kurzem verkauft der Konzern die Produkte seiner Marke Gillette auch direkt an seine Konsumenten. Auf der Website gillette.de können Kunden die Rasierer und Klingen der Marke einzeln oder im Abo bestellen. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)
Zalando kooperiert mit Katag: Waren sollen dort verfügbar sein, wo sie nachgefragt werden. Deswegen arbeiten Onlinehändler Zalando und Modedienstleister Katag jetzt zusammen. Im kommenden Quartal werden die ersten 50 Läden von Katag-Partnern damit beginnen, Waren an Kunden von Zalando zu liefern. >>>Fashon United
About You schmückt sich mit Tokio Hotel: Das Content-Imperium des Modehändlers About You wächst und wächst. Nach der "About You"-TV-Show produziert das ehemalige Otto-Start-Up jetzt einen Youtube-Doku zur Kultband Tokio Hotel. >>>Horizont.net
So personalisiert Flaconi die Customer Experience: Die Online-Parfümerie will das gesamte Shopping-Erlebnis des Kunden in Echtzeit besser auf dessen Bedürfnisse zuschneiden und hat dazu Dynamic Yield an Bord geholt. Zu den geplanten Maßnahmen zählen unter anderem individuelle Kosmetikempfehlungen, Behavioral Messaging, das auf den Kaufprozess und den Warenkorbwert des Besuchers abgestimmt ist, sowie Social-Proof-Benachrichtigungen und Countdowns. >>>Finanzen.net
Check24 greift Banken an: Das Vergleichsportal ist nach der zweiten EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) offiziell zertifiziert. Die BaFin erteilte dem Online-Vergleichsportal die Erlaubnis zur Erbringung von Kontoinformations- und Zahlungsauslösediensten. >>>Internetworld.de
Taxi-Verband heizt Uber ein: Neue Klage gegen Uber aus dem Taxi-Gewerbe: Die genossenschaftliche Taxi Deutschland Servicegesellschaft wirft dem US-Unternehmen permanente Verstöße gegen das Personenbeförderungsgesetz vor. >>>Internetworld.de
Auxmoney gründet mit Partnern Verband der Kreditplattformen: Die vier größten Kreditplattformen in Deutschland tun sich zusammen: Ein neuer gemeinsamer Branchenverband soll erstmals verbindliche Standards für die Kreditfinanzierung über Online-Plattformen festlegen. >>>Internetworld.de

- INTERNATIONAL -

Amazon will Digitalsteuer abwälzen: Im Streit um die neue französische Digitalsteuer hat der Online-Handelsriese Amazon reagiert. Er kündigte an, die Kosten auf die Drittanbieter der Plattform Marketplace umlegen zu wollen. >>>Vaterland.li
Amazon klemmt Dash-Buttons ab: Amazons "Dash"-Bestellknöpfe sind bald endgültig Geschichte. Erst stoppte der Konzern den Verkauf neuer Buttons, künftig werden auch die bestehenden nicht mehr funktionieren. >>>Handelsblatt.com
Wayfair meldet gutes zweites Quartal: Die Empörungswelle vom 25. Juni über die Ausstattung von Flüchtlingscamps hat die Zahlen für das zweite Quartal des Online-Möbelhändlers nur wenig beeinflusst. Der Shop meldet 17,8 Millionen aktive Kunden, 9,2 Millionen Bestellungen und Nettoumsätze in Höhe von 2,3 Milliarden Dollar. >>>Adweek.com
Schlechte Unternehmensbewertung von Wish: Der mobile Marktplatz erwirtschaftet inzwischen mehr als die Hälfte des Jahresumsatzes von zwei Milliarden Dollar in Europa - mit den größten Märkten in Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Schweden. Bei der Unternehmensbewertung in Höhe von nur 11,2 Milliarden Dollar wird Exciting-Commerce-Blogger Jochen Krisch allerdings stutzig. "Läuft es für Wish kennzahlenseitig nicht mehr so gut wie noch 2017? Oder was sonst könnten Gründe sein für die Abschläge in der Bewertung?", fragt er in die Runde. >>>Exciting Commerce

- BACKGROUND -

Paketversand mit DHL wird teurer: Zum 1. September 2019 erhöht DHL Paket die Preise für Geschäftskunden mit Listenpreisen. Davon sind insbesondere Online-Händler betroffen. Begründet wird das mit gestiegenen Transport- und Personalkosten. Außerdem wird künftig ein Mautzuschlag extra ausgewiesen. >>>Channelpartner.de
Wie Marken in Online-Shops werben: Was Retail Media so attraktiv und spannend für Hersteller und Marken macht: Schon mehr als die Hälfte aller Produktsuchen im Internet finden nicht mehr in einer klassischen Suchmaschine wie Google statt, sondern direkt in Onlineshops und Marktplätzen wie Amazon, so eine Studie von Jumpshot. Nichts ist also naheliegender als direkt dort zu werben, wo der Kunde nach Produkten sucht und sie in diesem Fall auch umgehend kaufen kann. >>>Location Insider
Online-Möbelhandel wächst: Statistisch betrachtet hat im vergangenen Jahr jede/r Deutsche durchschnittlich 529 Euro in seine Wohnraumausstattung – also Möbel, Lampen und Deko-Artikel – investiert. Mit einem leichten Umsatzplus von 0,3 Prozent ist der Möbelmarkt in 2018 insgesamt stabil geblieben. Ein deutliches Umsatzwachstum zeigt sich aber erneut im  E-Commerce. Das zeigt die aktuelle Studie "Möbel 2018", die das EHI im Auftrag des Mittelstandsverbundes ZGV durchgeführt hat. >>>Pressemitteilung

- ZAHL DES TAGES -

62,2 Grad Celsius kann man bei den sommerlichen Rekordtemperaturen im Inneren eines Päckchens messen. Das ermittelte der Apotheker Christian Gerninghaus, der zwei Thermometer in einem Päckchen auf die Reise schickte. Laut DAZ-online.de sind die Lieferfahrzeuge zumindest bei der DHL und Hermes nicht klimatisiert. Das Wageninnere kann demnach Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius erreichen. Temperatursensible Produkte wie Medikamente könnten einen solchen Transport nicht unbeschadet überstehen. >>>Logistik Watchblog

- GEHÖRT -

"In zehn Jahren werden Küchen von Maschinen geplant. Schneller und fehlerfreier als jeder Mensch es kann."
Frederik Winkel, Marketing-Chef der Otto-Tochter Küche & Co, glaubt, dass die neue Generation "Online und sofort" nicht mehr in Küchenstudios herumstehen und darauf warten will, dass ein Berater ihnen die Küche plant. Stattdessen treiben die jungen Kunden die Branche in Sachen Digitalisierung voran und wollen heute direkt per WhatsApp und Facebook mit den Händlern kommunizieren. >>>Etailment.de



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