E-Commerce-Trends 16.05.2014 16.05.2014, 07:01 Uhr

Amazon setzt deutsche Buchverlage unter Druck

Rabatte von bis zu 50 Prozent auf E-Books fordert Amazon von der Verlagen der Konzerngruppe Bonnier - und sind sie nicht willig, so braucht Amazon Gewalt und verzögert die Auslieferung ihrer Bücher.

- NEWS -


Amazon (I) setzt Buchverlage in Europa und in den USA massiv unter Druck, um Preisnachlässe zu erzwingen. Was die Branche schon seit längerem vermutet, will die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" jetzt bestätigt wissen: Einem Bericht zufolge fordert Amazon vom schwedischen Verlagskonzern Bonnier, zu dem auch deutsche Verlage wie Ullstein, Piper und Carlsen angehören, Rabatte von bis zu 50 Prozent auf die Belieferung von E-Books. Um Druck in den Verhandlungen auszuüben, soll Amazon die Auslieferung zahlreicher Titel des Konzerns seit Anfang Mai bewusst verzögern, obwohl die Bücher problemlos vorrätig seien. Über einen ähnlichen Fall berichtete kürzlich der US-amerikanische Verlag Hachette. >>>Faz.net

Zalando hat gestern seinen zweiten Outlet-Store eröffnet. In einem ehemaligen Kaufhof-Haus in Frankfurt verkauft der Onlie-Händler 20.000 Saisonartikel und Rückläufer. Die Eröffnung hatte Zalando ungewohnt leise angekündigt: Neben einer lokalen Plakatkampagne gab es lediglich einen Hinweis auf Facebook, der auf die Eröffnung verwies. >>>Textilwirtschaft
Amazon (II) ist mit dem Absatz des Kindle Fire nicht so zufrieden wie erwarten. Die Tablets, die seit rund anderthalb Jahren auf dem deutschen Markt verfügbar sind, seien "vergleichsweise eher langsam gestartet". Die Kindle E-Book-Reader werdem hingegen von den Deutschen gut angenommen. >>>Golem.de
Amazon (III) stellt seinen Schuhspezialisten Javari zum 25. Juni ein. Das Sortiment wird stattdessen in das Angebot von Amazon Fashion integriert. In Frankreich, Japan und England wird Amazon die Schuhtochter ebenfalls einstampfen. >>>Exciting Commerce
buch.de hat im ersten Quartal vom Erfolg des Tolino profitiert: Die Thalia-Tochter hat Umsätze von 22,8 Millionen Euro und liegt damit knapp über dem Ergebnis des Vorjahresquartal (22,6 Mio Euro). >>>buchreport
Der Young-Fashion-Anbieter mister*lady ist in den E-Commerce eingestiegen. Der Online-Shop in Responsive Design basiert auf der Oxdi eShop Enterprise Edition 6 und bietet neben einem Lookbook auch einen Filialfinder, ein Blog und ein in den Shop integriertes Newsletter-System. Verantwortlich für die Umsetzung zeichnet shoptimax. >>>Pressemitteilung
Beate Uhse verzeichnet nach einigen schwierigen Jahren wieder ein Wachstum im Versandhandel. Der Versand-Umsatz im ersten Quartal um 6,6 Prozent auf 16,82 Millionen Euro. Auch der Gewinn vor Steuern stieg leicht an, trotz erhöhter Marketing-Aufwendungen. Der Erotik-Versender sieht die Markenrepositionierung des letzten Jahres daher geglückt. Die Zahl der Neukunden stieg um 14 Prozent an, 4 von 5 Neukunden seien weiblich. >>>Aktiencheck

- INTERNATIONAL -

Auf Google Play kann man ab sofort mit Paypal bezahlen. Die Integration ist eine echte Überraschung, hatte Google doch lange versucht, einen eigenen Payment-Service aufzubauen und sich darüber mit ebay ziemlich zerkriegt. >>>eCommerce Bytes
ebay eröffnet einen Marktplatz in Lateinamerika. Die lokalisierte Version steht in den Sprachvarianten Spanisch und Portugisisch zur Verfügung und bietet Preise in den lokalen Währungen. Ähnliche Marktplätze hatte ebay zuletzt bereits in Brasilien, Russland, Indien und China eröffnet. >>>eCommerce Bytes
Der Limousinen-Vermittler Uber will eine neue Finanzierungsrunde starten. Das frische Kapital soll den Wert des Start-ups auf über 10 Milliarden US-Dollar steigern, eine Verdreifachung der aktuellen Bewertung. >>>Bloomberg

- BACKGROUND -

Internationaler ebay-Verkauf: Was passiert eigentlich, wenn es bei einem Verkauf über ebay.com einen technischen Fehler gibt und der Kundenservice helfen muss? Wenig erfreuliches, wie ein entsprechender Blogeintrag von Take-me-to-Auction zeitgt. >>>Take me to Auction

- ZAHL DES TAGES -

Um 42 Prozent ist die Nutzung von Tablets beim virtuellen Einkauf gestiegen. Damit hat das Tablet das Smartphone als beliebtestes mobiles Shopping-Gerät beinahe eingeholt. >>>Rakuten-Studie

- GEHÖRT -

"Wer nur blonde Mitfahrerinnen unter 30 sucht, kommt gar nicht auf die Seite."
Olivier Bremer, Deutschland-Chef des Mitfahrservice Blablacar, ist sich des Problems unseriöser Anbieter auf seiner Plattform durchaus bewusst. >>>Wirtschaftswoche



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