E-Commerce-Trends 29.02.2016 29.02.2016, 08:00 Uhr

Amazon: Manche Produkte nur für Prime-Kunden

Amazon will bestimmte Teile seines Sortiments exklusiv für Prime-Mitglieder reservieren, Mister Spex eröffnet ein Ladengeschäft in Berlin und Alibaba hat offenbar große Pläne. 
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- NEWS -

Amazon (I) will bestimmte Teile seines Sortiments künftig nur noch an Prime-Mitglieder verkaufen - und somit noch mehr Kunden zu Prime-Kunden machen. Angeboten werden die Produkte zwar allen Kunden, die nach ihnen suchen. Doch will ein Nicht-Abonnent das ausgewählte Produkt bestellen, erhält er per Pop-Up den Hinweis: "Dieser von Amazon.de verkaufte Artikel ist derzeit ausschließlich für Prime-Mitglieder reserviert." Das Pop-up enthält außerdem die Hinweise zu anderen Prime-Vorteilen sowie einen Link zum Abschluss des Abos. >>>Internetworld.de
Amazon (II) darf seinen Kunden den Zugang zu gekauften digitalen Inhalten nicht verweigern, so die aktuelle Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Köln. Zwar dürfe jeder Händler entscheiden, mit wem er Geschäfte macht. Das dürfe aber nicht dazu führen, dass Verbraucherrechte eingeschränkt werden. Laut Verbraucherzentrale hatte Amazon Vielretournieren die Konten gesperrt und damit auch den Zugang zu gekauften digitalen Inhalten unmöglich gemacht. >>> Heise Online 
Mister Spex hat im Shopping-Center Alexa in Berlin seinen ersten Store in Eigenbetrieb eröffnet und erweitert damit sein Multi-Channel-Konzept um einen zusätzlichen Vertriebskanal. Bereits seit 2011 bietet der Online-Optiker gemeinsam mit über 550 stationären Partnern in Deutschland, Österreich und der Schweiz seinen Kunden kostenlose Service-Leistungen beim Optiker vor Ort an. Die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Store-Betrieb sollen auch Bestandteil eines erweiterten Partnerprogramms werden, an dem Mister Spex derzeit arbeitet. Das Kerngeschäft von Mister Spex soll aber der E-Commerce bleiben.  >>>Pressemitteilung
Galeria Kaufhof hat in seinem Online-Shop einen exklusiven Bereich für Premium-Marken eingerichtet. Hochpreisige Marken wie beispielsweise Chanel können sich dort angemessen exponiert präsentieren und sind über die Navigation sowie Premium-Filter im Marken-Bereich gut auffindbar. Ziel der Warenhauskette ist es, durch den Gewinn von Premium-Marken zusätzliche Frequenz in den Online-Shop zu bringen und  zudem das stationäre Sortiment der Filialen mit dem Online-Sortiment zu synchronisieren. Bei Tommy Hilfiger kommt die Strategie gut an: Das Modelabel hat bereits einen Ausbau der Zusammenarbeit im Sortiment signalisiert. >>>zum Premium-Shop

  - INTERNATIONAL -

Der chinesische E-Commerce-Gigant Alibaba scheint offenbar etwas Größeres zu planen. Das Unternehmen will Milliardenkredite für weitere Akquisitionen im E-Commerce aufnehmen – das behauptet zumindest die Gerüchteküche. >>> IT Times 
Der Online-Marktplatz und selbsternannte Amazon-Killer Jet.com hat das Unternehmen Hayneedle übernommen, einen Onlinehändler für Möbel und Wohnaccessoires. Hayneedle gehört zu den 100 größten Webshops in den USA. >>> Internet Retailer 
Der Online-Möbelhändler Wayfair hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 931 Millionen Dollar auf 2,25 Milliarden Dollar gesteigert. Das entspricht einem Wachstum von sage und schreibe 71 Prozent. Das Milliardenunternehmen baut auch in Deutschland stark aus. >>> Exciting Commerce 

- BACKGROUND -

Customer Experience: Nach einer aktuellen Studie von Fittkau & Maaß im Auftrag der Internet World Messe spielen Schnelligkeit und einfache Bedienbarkeit die wichtigste Rolle beim Onlinekauf. Für 86 Prozent der befragten User standen Schnelligkeit und Einfachheit an erster Stelle. 41 Prozent der Onlinekäufer legten Wert auf ein besonderes Einkaufserlebnis – darunter vor allem Frauen und junge Leute.  Customer Experience ist eines der Fokus-Themen auf der zweitägigen Internet World Messe, die morgen auf dem Messegelände München ihre Tore öffnet. >>> Internet World Messe 
Logistik (I): Nicht nur derHandel sondern auch die Logistikbranche kann von der Digitalisierung profitieren. Mit dem Klick auf den Bestellbutton ist der Kaufprozess nämlich noch nicht zu Ende. Genauso wichtig ist die reibungslose Zustellung der Ware an den Kunden. Digitale Abläufe können eine Brücke zwischen Versanddienstleister und Kunden schlagen – zum Beispiel in dem der Kunde automatisch über den genauen Lieferzeitpunkt informiert wird. >>> Internetworld.de 
Logistik (II): Bei den Ansprüchen der Kunden an das Zeitfenster der Warenlieferung gibt es starke Altersunterschiede. 62 Prozent der sogenannten „Millennials“, das sind die zwischen 1980 und 1999 Geborenen, bevorzugen Same‐Day‐Delivery – vorausgesetzt es fallen keine zusätzlichen Kosten an. Senioren im Alter von 65 Jahren und darüber legen dagegen mehr Wert auf Flexibilität: 71 Prozent würden gerne einen bevorzugten Zeitraum für die Auslieferung der Ware auswählen können. Über alle Generationen hinweg spielen jedoch die Lieferkosten eine größere Rolle als das Timing der Auslieferung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marketing-Dienstleisters Connexity. >>> Pressemitteilung/zu Connexity 
Internationalisierung: Vier von fünf deutschen Onlinehändlern verkaufen ihre Produkte auch ins Ausland. Die wachsende Internationalisierung im Onlinehandel ist erfreulich, birgt aber auch Risiken. Zahlungen bleiben aus, werden vom Käufer wieder rückgängig gemacht oder sie basieren auf gestohlenen Kontodaten. Wie Shopbetreiber die Gefahren in den Griff bekommen, zeigt Karsten Witke, Head of Payment Services Risk der PPRO Group und Spezialist für länderübergreifendes elektronisches Bezahlen. >>> eCommerce Vision 

- ZAHL DES TAGES -

Sechs von zehn Verbrauchern sind mit mobilen Angeboten unzufrieden. Das haben der Software-Anbieter Sitecore und der IT-Marktforscher Vanson Bourne in einer Verbraucherstudie herausgefunden. Nur 24 Prozent der Befragten waren mit der User Experience zufrieden und nur 23 Prozent hatten das Gefühl einer Kontinuität zwischen Website und mobilem Auftritt. Mit dem Kundenservice waren nur 21 Prozent der befragten User glücklich. >>> Absatzwirtschaft 

- GEHÖRT -

I have respect for Jeff Bezos, but he bought The Washington Post to have political influence, and I gotta tell you, we have a different country than we used to have (...) He wants political influence so that Amazon will benefit from it. That's not right. And believe me, if I become president, oh, do they have problems. They're going to have such problems.
Donald Trump, US-Präsidentschafts-Kandidat der Republikaner, hat in einer Rede Amazon und seinen Gründer Jeff Bezos attackiert. Offenbar ist Trump unzufrieden mit der Wahlkampf-Berichterstattung der Washington Post, die zu Amazon gehört. >>> CNET 



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