E-Commerce-Trends 09.11.17 09.11.2017, 06:05 Uhr

Macht Amazon Hello Fresh Konkurrenz?

Dallmayr will mit Amazon Fresh neue Zielgruppen ansprechen, Amazon scheint In Deutschland ein Hello-Fresh-Konkurrenzangebot zu planen, Rewe ist via Google Home ansprechbar, Brack.ch baut Food-Sortiment auf und Ocado ist der einzige Online-Supermarkt, der sich rechnet.
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- NEWS -

Dallmayr: Der Feinkosthändler bietet seit gestern über Amazon Fresh rund 350 Artikel an. Die Münchner sehen das als zusätzliche Möglichkeit, die eigenen Produkte an neue und bestehende Kunden zu liefern. Man müsse sich nach dem Markt richten und mit der Zeit gehen, so Florian Randlkofer, geschäftsführender Gesellschafter. >>>Handelsblatt.com
Amazon: Der E-Commerce-Riese könnte in Deutschland in Kürze schon Hello Fresh mit Lebensmittelboxen Konkurrenz machen. Im Berliner Online-Supermarkt Amazon Fresh tauchte in der Smartphone-App kurzzeitig die Kategorie "Zuhause kochen - Alle Zutaten perfekt portioniert" auf. Der Klick darauf führte ins Leere. In den USA betreibt Amazon das Geschäft bereits mit seinen "Meal Kits". Beim Deutschen Markenamt hatte Amazon zudem unlängst die Marke "Dinner for 2 in about 20 Minutes" samt Koch-Logo eintragen lassen. >>>Supermarktblog
Amazon Fresh: Mit seinem Online-Supermarkt will Amazon vor allem an die Daten der Kunden kommen, betonen Marktexperten. Denn an der Kundenschnittstelle zu sein, bedeutet, das Amazon weiß, wer in einem Haushalt wohnt, wie hoch das Einkommen ist und welches die Kaufpräferenzen der einzelnen Familienmitglieder sind. >>>Sueddeutsche.de
Hello Fresh: Bei dem Kochboxenversender ist die erste Börseneuphorie vorbei. Die Anleger zeigem dem Wert die kalte Schulter. Der Aktienkurs ist seit dem Börsengang auf dem Abwärtsflug. Mit 9,08 Euro liegt er deutlich unter dem Ausgabekurs von 10,25 Euro. >>>Meedia.de
Rewe: Die Supermarktkette ist jetzt auch per Google Home per Sprache zu erreichen. “Caro” heißt die Kochhilfe des Unternehmens. Sobald sie gestartet wird, sucht sie auf Wunsch nach Rezepten und liest Zutatenlisten vor. Googles Assistant hilft zusätzlich und prüft zum Beispiel die Garzeit. >>>Location Insider
Alexander Herrenmoden: Sehr früh schon hat Philipp Reichmann damit begonnen, Produkte von Alexander Herrenmoden im Internet anzubieten. Der Aufwand ist erheblich. >>>NRZ.de

- INTERNATIONAL -

Ocado: Der britische Online-Supermarkt ist bislang der einzige Anbieter, der profitabel wirtschaftet. Der Erfolg liegt in der Logistik: Die vollautomatischen Lageristen können eine Bestellung in weniger als fünf Minuten zusammenstellen - und damit viel schneller als ältere Systeme. >>>Süddeutsche.de
Brack.ch: Der Schweizer Online-Händler steigt ins Lebensmittelgeschäft ein, um zu wachsen. Ins Sortiment werden allerdings nur haltbare Produkte wie Teigwaren, Getränke oder "Erbsli-Büchsen" aufgenommen. Kaffee und Tee verkauft Brack.ch seit rund zehn Jahren. Potenzial erhofft sich das Unternehmen auch von seinem Bestell-Button. >>>Inside-Channels.ch
Alibaba: Der “Singles Day” ist das Shopping-Ereignis in China. Und im Rahmen dieses Fests testet Alibaba, der Handelsgigant des Landes, eine Reihe von neuen Technologien und Konzepten aus. In diesem Jahr lässt es die Gruppe ordentlich krachen. >>>Location Insider
Ebay: Der Online-Marktplatz hat seine US-Kampagne vorgestellt. Diese beschwört Verbraucher, nicht wie jeder andere zu kaufen. Bei Ebay gäbe es die besten Deals und die besten Marken. Und es seien brandneue, fast neue und total individuelle Geschenke. >>>The Drum
Deliveroo: Der Restaurant-Lieferdienst rollt nach erfolgreichen Tests in sechs britischen Großstädten seinen Abo-Service "Deliveroo Plus" jetzt in ganz Großbritannien aus. Für acht Pfund pro Monat können sich Kunden ihre Mahlzeiten so oft sie wollen gratis liefern lassen. >>>Engadget
Tolino-Vorbild: In Italien wollen die Buchkette La Feltrinelli, der Medienhändler Messaggerie Italiane und der Buchfilialist Libraccio ihre Online-Markenshops aufgeben, um eine E-Commerce-Allianz zu schmieden. So soll die führende E-Commerce-Plattform des Landes entstehen inklusive Multichannel-Komponente durch eine dichte stationäre Präsenz. Den Kartellbehörden präsentieren sich die Joint-Venture-Partner als „rein italienische Alternative zu globalen E-Commerce-Playern“. >>>Buchreport.de
Amazon: Der Handelsriese versucht einen zweiten Anlauf beim Handel mit einer eigenen Windelmarke. Unter dem Label "Mama Bear" soll der Flopp vom ersten Mal vergessen gemacht werden. >>>TechCrunch.com

- BACKGROUND -

Black Friday: 1,1 Milliarden Euro gaben Verbraucher 2016 am Black Friday-Wochenende aus – 19,1 Prozent mehr als noch 2015. Im Jahr 2017 wird ein neuer Rekord erwartet. Doch manche Shops wissen immer noch nicht, auf was sie beim E-Commerce wirklich achten müssen. Fakten, Tipps und Tricks rund um die Rabattjagd hat die "Absatzwirtschaft". >>>Absatzwirtschaft
Amazon: Um möglichst viele Produkte anbieten zu können, holt Amazon Händler und Hersteller auf seine Plattform - entweder als Amazon Seller oder als Amazon Vendor. Die Vor- und Nachteile im Überblick. >>>Internetworld.de
Weihnachtslogistik: Zur Bewältigung des Weihnachtsgeschäfts führt Hermes in Absprache mit einzelnen Online-Händlern erstmals regionale Mengenobergrenzen ein. Die mengenstärksten Tage mit jeweils deutlich über zwei Millionen Paketen pro Tag erwartet Hermes für Anfang und Mitte Dezember. >>>Hermesworld.com
Automatisierung: Kosten senken - Umsätze steigern: Laut E-Commerce-Leitfaden setzen 60 Prozent der Händler neben dem Shop-System auch ein Warenwirtschaftssystem ein. Denn wer langfristig erfolgreich sein will, setzt auf Automatisierung. >>>Internetworld.de

- ZAHL DES TAGES -

Weit über 3.000 deutsche Händler sollen wegen der technischen Panne bei Amazon seit einer Woche auf ihr Geld warten, berichtet die "Bild". Nun sollen zwar erste Zahlungen eingetroffen sein. Doch an viele Händler sei immer noch kein Geld geflossen. Amazon selbst tut das, was er neben dem Online-Business am zweitbesten kann: Schweigen. >>>Bild.de

- GEHÖRT -

"Das IT-System von Amazon ist perfekt und eines der besten in der Branche. Vielmehr ist der Vorgang ein weiteres Beispiel dafür, mit welchen Methoden der Branchenriese Amazon mit Vertragspartnern umgeht."
Thomas Gürlebeck von der Gewerkschaft Verdi glaubt nicht, dass eine technische Panne für die Auszahlungsschwierigkeiten von Amazon verantwortlich ist. Damit ist er nicht allein. Im Web mehren sich Spekulationen, Amazon sei pleite oder Opfer eines Mega-Hacks. >>>BR.de



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