E-Commerce-Trends 09.09.2019, 08:17 Uhr

Amazon macht Druck wegen Umsatzsteuerbescheinigungen

Amazon macht Druck wegen Umsatzsteuergesetz, Rewe führt taggleiche Lieferung ein, Amazon will die Express-Logistik selbst stemmen, Jack Wolfskin kooperiert mit Ottos Connected-Commerce-Plattform, MeineSpielzeugkiste ist insolvenz und Wish macht sich in Europa breit.
(Quelle: Shutterstock / Vasin Lee)
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- NEWS -

Amazon macht Druck wegen Umsatzsteuergesetz: Ab dem 1. Oktober haften Marktplätze aufgrund von Änderungen im Umsatzsteuergesetz für Umsatzsteuerausfälle ihrer Verkäufer. Jetzt zieht Amazon die Daumenschrauben an. Die ersten Amazon-Händler, die ihre Umsatzsteuerbescheinigung noch nicht hochgeladen haben, können keine Fulfilment-by-Amazon-Services mehr nutzen, erzählt Brancheninsider Andreas Roth von der Amazon-Agentur Seller Support "Onlinehändler-News". Es ist zu erwarten, dass Amazon ab dem 1. Oktober Händlerkonten komplett sperrt, wenn die Bescheinigung bis dato nicht hochgeladen ist. Auch eBay hat Ähnliches angekündigt. >>>Onlinehaendler-News.de
Rewe führt Lieferung am gleichen Tag ein: Rewe baut sein Bestell-Angebot aus und bietet seinen Kunden eine taggleiche Lieferung. Einwohner von acht Großstädten in Deutschland können die Offerte nutzen. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)
Amazon will Express-Logistik selbst stemmen: Der E-Commerce-Riese liefert immer mehr Pakete über eigene Zusteller aus und setze dabei auf Subunternehmer, die vom Online-Händler Zustellfahrzeuge erhielten. Die von Amazon geforderte Zustellzeit von 24 Stunden könnten Paketdienste wie DHL oder Hermes nicht immer bundesweit erfüllen, sodass Amazon eigene Zustellzentren aufbauen wolle. >>>turi2.de
Jack Wolfskin kooperiert mit Ottos Connected-Commerce-Plattform: Der Outdoor-Anbieter Jack Wolfskin wird Connected-Commerce-Partner von Otto. Der Spezialist für Outdoor-Bekleidung und -Ausrüstung gehört damit zu den ersten Partnern, die lokale Sortimente auf Otto.de sichtbar machen und auf den neuen Ansatz einer vollvernetzten Einkaufswelt setzen. Markus Bötsch, CSO von Jack Wolfskin, verrät die Beweggründe für die Zusammenarbeit. >>>Otto.de
Ist Engelhorn das Kaufhaus der Zukunft? Engelhorn ist "eine der besten Adressen in Deutschland für Mode, Accessoires, Schuhe, Sportfashion und Sportartikel" in Deutschland. Das familiengeführte Unternehmen bietet in seinen acht Häusern und auf 38.000 Quadratmetern ein vielfältiges Angebot. Im Kassenzone-Podcast bespricht CEO Fabian Engelhorn mit Alexander Graf, warum dieses Konzept in Mannheim erfolgreich ist und was Engelhorn dafür tun muss, damit es so bleibt. >>>Kassenzone.de
Die Erfolgsstrategie von Edel Optics: Der Multichannel-Optiker erwirtschaftete bereit im ersten Jahr seines Bestehens Gewinn. Trotzdem wächst das Unternehmen schnell. Die Datenstrategie ist Teil des Erfolgsrezepts. Und Jérôme Boateng. >>>wuv.de (für Abonnenten)
Wo Westwing patzte: Das Rocket-Venture setzte im ersten Halbjahr weniger um, büßte seine Profitabilität ein. CFO Florian Drabeck spricht über die Fehler, die die Firma gemacht hat. >>>Gründerszene.de
Casper trommelt im TV: Seit 2016 ist das US-Matratzen-Start-up Casper in Deutschland aktiv und hat sich auch schon in den TV-Werbeblöcken gezeigt. Jetzt will das Unternehmen erstmals einen eigenen Spot für den deutschen Markt entwickeln und hat dafür die Berliner Kreativagentur Heimat engagiert. >>>Horizont.net
Hunkemöller relauncht den Webshop: Der Lingerie-Spezialist hat bereits im Januar seinen Online-Auftritt im niederländischen Heimatmarkt relauncht. Nun folgte der wichtige deutsche Markt. Für den gesamten Roll-out hat Hunkemöller auf die Digital-Agentur Astound Commerce mit deutschen Standorten in Hamburg, München und Osnabrück gesetzt. >>>Fashion Network
MeineSpielzeugkiste ist insolvent: Der Abo-Verleih für Spielzeuge hat einen Antrag auf Insolvenz stellen müssen. Das Unternehmen hatte entweder eine neue Finanzierung gebraucht oder einen Käufer finden müssen. Derzeit laufe der Geschäftsbetrieb in Berlin weiter, so Spathelf. Gleichzeitig gebe es Gespräche mit einem Interessenten, der die Firma gesamt oder in Teilen aus der Insolvenzmasse übernehmen könne. >>>Gruenderszene.de

- INTERNATIONAL -

Wish macht sich in Europa breit: Achtet auf die Chinesen von nebenan, warnt Jochen Krisch auf Exciting Commerce. Während sich Alibaba mit AliExpress in Belgien einrichtet, nutzt Wish jetzt für Europa bereits sein zweites Zentrallager in Amsterdam. Auch in der Schweiz gibt es eine böse Überraschung: Da hat der chinesische Online-Gigant plötzlich fixe Verkaufsstandorte für ausgewählte Gadgets. Die Läden und Shops bekommen dafür fast nichts. Internetworld.de sprach mit Daniela Engel, General Manager Europe, warum Wish den europäischen Markt so umgarnt. >>>Exciting Commerce / Blick.ch / Internetworld.de
Yoox-Net-A-Porter stellt 100 Personal Shoppers ein: Auch beim Online-Verkauf von Luxusmode muss es offenbar ein bisschen menscheln. Das will Yoox-Net-A-Porter jetzt mit 100 Personal Shoppern und Client-Relation-Managern erreichen, die weltweit strategisch günstig zum Einsatz kommen. >>>Internet Retailing
Migros lässt Freunde E-Food liefern: Noch ist es ein Pilotprojekt mit begrenzter Reichweite: Migros lässt E-Food durch ganz normale Bürger zu Verbrauchern nach Hause liefern. Der Lebensmittel-Besteller und die sogenannten "Bringer" finden sich durch die App "Amigos". >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)
Amazon hebt neue Produkte besser hervor: Der E-Commerce-Riese testet in den USA ein neues Zeichen, das neue Produkte mit der Aufschrift „Neu“ kennzeichnet. Damit will das Unternehmen ein Problem lösen, das schon häufig kritisiert wurde: Neue Produkte konnten bisher eher schlecht gefunden werden. >>>Business Insider
Gübelin liefert Luxusprodukte persönlich: Der Luzerner Schmuck- und Uhrenhändler Gübelin lancierte vor rund zwei Jahren eine E-Boutique für Uhren und Luxus-Schmuck. Nun baut das Familienunternehmen seinen Service weiter aus: Online-Bestellungen über 5'000 Franken werden frei Haus geliefert. Und zwar innerhalb eines Tages - und von einem Mitarbeiter des Hauses, teilt Gübelin mit. >>>Handelszeitung.ch

- BACKGROUND -

Top-100-Online-Shops - Amazon hat den Größten, aber China holt auf: Die Top 3 der 100 größten Online-Shops, die das EHI und Statista jährlich ausweisen, beherrschen alte Bekannte. Amazon, Otto und Zalando verteidigen beharrlich ihre Plätze. Die neuen Aufsteiger kommen aus den Segmenten Mode und Drogerie - und aus dem Ausland. >>>Internetworld.de
Hat der EuGH die Online-Lastschrift gekillt? Dass der Europäische Gerichtshof die Deutsche Bahn dazu verdonnerte, auch Kunden außerhalb von Deutschland die Zahlung per Lastschrift ermöglichen zu müssen, könnte weitreichende Folgen haben. Experten befürchten, die Richter könnten damit nicht weniger als das Ende der Online-Lastschrift in Europa eingeläutet haben. >>>AllAboutPayment.de
Wie Händler verkaufsstarke TV-Spots schaffen: TV-Spots werden bei Online-Händlern immer beliebter, um so das eigene Angebot bekannt zu machen. Doch wie gelingt es Shop-Betreibern, dass Verbraucher nach einem TV-Spot wirklich den beworbenen Online-Shop aufsuchen? Lehrreich ist eine neue TV-Kampagne des Mode-Versenders Outfittery, von der sich Händler gleich drei Elemente abschauen können. >>>Neuhandeln.de
Autohändler in Sorge wegen Onlinevertriebsplänen der Hersteller: Die großen Autohändlerverbände blicken mit Sorge auf die Pläne der Hersteller, ihre Fahrzeuge künftig direkt über das Internet an Privatkunden zu verkaufen. Ihre Verbände wehren sich nun und stellen Forderungen, den Wandel so zu gestalten, dass sie weiter am Markt bestehen können. >>>Welt.de
Sexspielzeug boomt online in der Schweiz: Brack führt seit vergangener Woche Sexspielzeug im Sortiment, Coops Microspot erweiteret das Angebot vor zwei Wochen und Digitec Galaxus verkauft Erotikprodukte schon seit 2014. Das Wachstum entwickelt sich exponentiell. "Wir konnten den Umsatz mit Produkten wie Vibratoren, Analtoys, Erotikwäsche und Kondomen in den letzten Jahren jeweils fast verdoppeln", sagt Digitec-Galaxus-Sprecher Alex Hämmerli. >>>Blick.ch

- ZAHL DES TAGES -

100 Millionen Euro zusätzliche Steuereinnahmen haben die neuen Haftungsregeln für die großen Marktplatzbetreiber dem deutschen Fiskus beschert. Das sagte Finanzsenator Matthias Kollatz dem "Tagesspiegel". 25.106 Online-Händler mit Sitz in China, Hongkong, Taiwan und Macau sind inzwischen steuerlich registriert. Vor zwei Jahren waren es in der Hauptstadt nur 432. >>>Tagesspiegel.de

- GEHÖRT -

"Der Online-Handel muss mit einer Extra-Mehrwertsteuer von 25 Prozent belegt werden. Denn nicht alles Neue ist auch gut.“ 
Deutschlands Vorzeige-Philosoph Richard David Precht will mit zusätzlichen Steuereinnahmen aus dem Online-Handel Kommunen in die Lage versetzen, die Innenstädte wieder aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken. >>>WN.de



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