"Caviar" vor Übernahme 14.07.2014, 16:15 Uhr

Square interessiert sich für Lieferdienst

Die Zeiten sind vorbei, in denen Essen von Lieferdiensten vor allem billig sein musste. In den USA versorgt "Caviar" die Kunden mit Restaurant-Mahlzeiten - und wird jetzt möglicherweise übernommen.
Es muss nicht immer Kaviar sein
(Quelle: Shutterstock.com/FomaA )
GPS-Tracking der Lieferungen und kein Mindestbestellwert. Mit diesen beiden Vorteilen wirbt "Caviar" online um neue Kunden. Statt Pizza und Asia-Nudeln werden Gerichte gehobener Restaurants angeboten. Mit der Möglichkeit, von unterschiedlichen Geräten aus eine Sammelbestellung aufzugeben, spricht das Start-up eindeutig Firmen an.
Jetzt wird das US-Unternehmen, das derzeit in neun US-amerikanischen Städten vertreten ist, vielleicht selbst geschluckt. Der Bezahldienstleister Square sei an einer Übernahme interessiert, berichtet Techcrunch. Der Kaufpreis soll 100 Millionen US-Dollar betragen.
Square kümmert sich seit Mai 2014 auch ums Essen. Die neue App "Order" ermöglicht es Nutzern, per Smartphone bei nahegelegenen Imbissen oder Cafés zu bestellen und über den hauseigenen Square-Bezahldienst abzurechnen. Nur noch abholen muss der Nutzer analog - nachdem er eine Nachricht erhalten hat, dass das Georderte abholbereit ist. Das könnte sich nach einer Akquisition von "Caviar" ändern, denn der Dienst wickelt die Lieferung für seine Restaurant-Partner ab.
Die Bestell-App ist ein kluger Schachzug von Square: Als Anbieter von Payment-Lösungen für Händler hat das Unternehmen bereits zahlreiche Gastronomiebetriebe unter seinen Kunden, deren Speisekarten schnell übernommen werden könnten. Und dank des Bezahldienstes für Nutzer kann Square den Usern den Service ohne zusätzliche Transaktionsgebühren anbieten.



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