Keine Web-Strategie 22.04.2015, 07:00 Uhr

Deutscher Möbelhandel hinkt digital hinterher

In Sachen Online-Strategie sieht es im deutschen Möbelhandel einer aktuellen UDG-Studie nach mau aus. Vor allem an guten Omnichannel-Lösungen mangelt es noch.
(Quelle: Shutterstock/l i g h t p o e t )
Der Online-Anteil des Möbelmarktes in Deutschland wächst, deutsche Möbelhändler haben jedoch selten eine Digitalstrategie. Das ergab zumindest die Studie "Wie digital ist der deutsche Möbelhandel heute?" der United Digital Group (UDG). Zudem verfügen die deutschen Möbelhäuser über keine sehr guten Omnichannel-Lösungen, das Hauptaugenmerk liegt laut UDG weiterhin auf der schnellen Transaktion in der stationären Filiale. Aufgrund der fehlenden Digitalstrategie haben die Möbelhändler auch keine zufriedenstellende Customer Journey auf den unterschiedlichen Kanälen.
Für die Studie hat UDG 22 der umsatzstärksten Möbelhäuser in Deutschland befragt. Gegenstand der Analyse waren die Website, die Erfahrungen beim Besuch im Möbelhaus und die After-Sales-Services. Die Ergebnisse werden im UDG Omnichannel-Excellence-Index angegeben, möglich sind maximal 100 Punkte.
Die konkreten Ergebnisse: Mit insgesamt 35 Punkten von 100 liegen die deutschen Möbelhändler weit abgeschlagen hinter den skandinavischen zurück, die sich alle in der Gruppe der "First Mover" wiederfinden. Allen voran platziert sich Ikea mit 58 Punkten. Es folgt BoConcept mit 45 und Bolia mit 43 Punkten.

mömax als erfolgreichster deutscher Möbelhändler

Die deutschen Unternehmen Möbel Martin, Segmüller und Schaffrath erreichen nur fünf von hundert Punkten. Dicht gefolgt von Sconto und Finke mit acht Punkten. Sie alle zählen somit zu der Gruppe der "Oldtimer". Roller mit 18 Punkten zu "Stay Behinds". Die höchste Punktzahl als deutsches Möbelhaus sichert sich mömax mit 35 Punkten und zählt damit zu der Gruppe der "Slow Mover".
Quelle: UDG
Auch wenn es aktuell noch etwas hapert, die Aussichten sind gut: Wurden 2013 nur etwa fünf Prozent der Möbelwaren über das Internet verkauft, sollen es 2020 schon 20 Prozent sein.
Die United Digital Group ist mit 66,2 Millionen Euro Honorarumsatz die Nummer zwei im Markt der deutschen Internet-Agenturen. Das erklärte Ziel: noch weiter wachsen, erklärt Jessica Peppel-Schulz. Aus den inzwischen zehn einzelnen Spezial­agenturen an 12 verschiedenen Standorten formt die CEO der United Digital Group (UDG) seit Februar 2014 eine übergreifende Agenturmarke.



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