Handelskonzern 13.12.2018, 09:11 Uhr

Metro: Digitalisierung drückt Zahlen für 2019

Das neue Jahr wird für den Handelskonzern Metro schwierig. Wegen der andauernden Transformation des Russland-Geschäfts sowie der Kosten für die Digitalisierung soll das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 2018/2019 zurückgehen.
(Quelle: shutterstock.com/AshDesign)
Probleme im wichtigen Russlandgeschäft und hohe Investitionen in die Digitalisierung werden auch im laufenden Geschäftsjahr den Handelskonzern Metro belasten. Das operative Ergebnis (Ebitda) werde deshalb im Geschäftsjahr 2018/19 um bis zu sechs Prozent niedriger ausfallen als im Vorjahr, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Düsseldorf mit.
Der Umsatz soll hingegen um bis zu drei Prozent zulegen. Währungseffekte und Ergebnisbeiträge aus Immobiliengeschäften sind bei den Prognosen ausgeklammert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/2018 (Ende September) entwickelte sich vor allem das Großhandelsgeschäft außerhalb Russlands relativ gut.
Die Supermarktkette Real, von der sich der Metro-Konzern trennen will, kämpfte dagegen weiter mit Umsatzrückgängen. Dennoch schreite der Verkaufsprozess wie geplant voran, betonte der Konzern. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gibt es rund eine Handvoll Interessenten für die Supermarktkette, darunter mindestens ein strategischer Investor. Das "Handelsblatt" (Donnerstag) berichtete, der Rivale Kaufland, der wie Lidl zur Schwarz-Gruppe gehöre, habe Interesse signalisiert.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr ging der Umsatz von Metro nicht zuletzt wegen negativer Wechselkurseffekte um 1,6 Prozent auf 36,5 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich stieg der den Anteilseignern der Metro AG zuzurechnende Gewinn aber um 5,9 Prozent auf 344 Millionen Euro.



Das könnte Sie auch interessieren