Krimineller Online-Handel 28.06.2019, 10:19 Uhr

Polizei macht größten Drogen-Webshop dicht

Die Cyberkriminalität entwickelt sich immer rasanter. Nun gelingt den Ermittlern innerhalb weniger Monate erneut ein Schlag gegen den Drogenhandel im Internet.
(Quelle: shutterstock.com/Leszek Czerwonka )
Der Polizei ist ein empfindlicher Schlag gegen den Drogenhandel im Internet gelungen. Der deutschlandweit größte Drogen-Online-Shop sei nach monatelangen Ermittlungen abgeschaltet worden, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) am Freitag in Wiesbaden mit. Elf mutmaßliche Verantwortliche der Plattform seien wegen des dringenden Tatverdachts des bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge festgenommen worden.
Als Hauptverdächtiger gilt nach Angaben der Ermittler ein 26 Jahre alter Mann, der den Drogen-Online-Shop mit der Bezeichnung "Chemical Revolution" im September 2017 aufgebaut und anschließend mit weiteren Tatverdächtigen gemeinsam betrieben haben soll. Er soll im Wesentlichen den Verkauf von Betäubungsmitteln über das Internet betreut, die Beschaffung der Betäubungsmittel koordiniert und die Finanzen der Tätergruppierung verwaltet haben.
Der Mann stamme aus dem Landkreis München, erklärte das Bundeskriminalamt. Der 26-jährige deutsche Staatsangehörige habe zuletzt auf der spanischen Baleareninsel Mallorca gelebt und sei Ende Mai bei seiner Einreise nach Deutschland aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Gießen festgenommen worden. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Bezahlung mit Bitcoin

Auf der Internetseite des Online Shops seien Betäubungsmittel und vor allem synthetische Drogen wie Ecstasy und Amphetamin sowie Heroin, Kokain und Cannabis zum Verkauf und weltweiten Versand angeboten worden. Die Käufer hätten die Betäubungsmittel mit der Kryptowährung Bitcoin bezahlt, teilte das BKA mit.
Neben dem Verkauf über den eigenen Online Shop soll die Tätergruppierung um den 26-Jährigen Betäubungsmittel auch über den Darknet-Online-Marktplatz "Wall Street Market" angeboten und verkauft haben. Diese Plattform war von den Ermittlern vor wenigen Wochen ausgehoben worden.



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