FBA 25.03.2020, 08:10 Uhr

Amazon: Keine Remissionen für Artikel über 15kg - wegen Corona

Die deutschen Amazon-Logistikzentren halten sich an die Corona-Regelungen über den Mindestabstand zwischen Mitarbeitern. Weil der aber beim zwei-Mann-Handling nicht einzuhalten ist, können Händler viele ihrer eingelagerten Produkte nicht zurückbeordern.
(Quelle: shutterstock.com/Frederic Legrand - COMEO)
Amazon priorisiert aufgrund der Corona-Krise den Versand von lebensnotwendigen Produkten aus den Kategorien Lebensmittel, Drogerie & Haushalt, Drogerie & Körperpflege, Babyprodukte, Haustierbedarf und Industrie & Wissenschaft. Alle anderen Artikel bleiben liegen; die Lieferzeiten für Prime-Kunden betragen aktuell bis zu vier Wochen. Sollte es noch schlimmer kommen, droht auch hierzulande ein kompletter Lieferstopp für nicht essentielle Produkte - so wie er bereits bei Amazon in Italien und Frankreich gilt
Deshalb versuchen aktuell viele FBA-Händler, ihre eingelagerten Waren zurückzuholen und den Versand auf Fulfillment-by-Merchant (FBM) umzustellen. Das gestaltet sich allerdings schwierig.
Schon in "normalen" Hochzeiten veranschlagt Amazon für die Remission aus FBA-Lagern eine Bearbeitungszeit von 30 Tagen; in der aktuellen Krise dürfte es eher länger als kürzer dauern - und in 30 Tagen könnte die befürchtete Komplettsperre aller nicht essentiellen Produkte längst eingetreten sein.

Zu schwer

Dazu kommt: Viele Händler können ihre Waren gar nicht zurückholen, weil die einzelnen Artikel oder die verpackten Sammelkartons zu schwer sind. "Artikel über 15 kg werden zur Zeit nicht mehr von Amazon verarbeitet, weil dazu zwei Mitarbeiter nötig sind, und dabei der Mindestabstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann", teilte der Amazon-Support offenbar mehreren FBA-Händlern mit.
Die Anlieferung von Waren-Paketen über 15 kg an FBA-Lager scheint dagegen weiterhin zu funktionieren, berichten verschiedene Händler in mehreren Facebook-Gruppen; angenommen werden aber aktuell nur Produkte aus den essenziellen Kategorien. 
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