Rocket-Internet-Beteiligung 13.09.2018, 10:00 Uhr

Möbelhändler Westwing will an die Börse

Um das eigene Wachstum voranzutreiben, plant der Internethändler für Einrichtungs- und Lifestyleprodukte den Börsengang. Das ausgegebene Erlösziel liegt bei rund 120 Millionen Euro.
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Der 2011 gegründete Onlinehändler Westwing, an dem der Inkubator Rocket Internet beteiligt ist, bereitet nach eigenen Angaben eine Notierung an der Frankfurter Wertpapierbörse vor. "Mit dem geplanten Börsengang erhalten wir zusätzliches Kapital, das wir dafür nutzen möchten, weiter profitabel zu wachsen", sagte Gründer und Unternehmenschef Stefan Smalla am heutigen Donnerstag in München. Aus dem Börsengang erwartet der Online-Möbelhändler Erlöse von etwa 120 Millionen Euro. Das frische Geld solle "in erster Linie für weiteres Wachstum" genutzt werden.
Westwing bietet auf seinen Webseiten Möbel, Accessoires und Textilien von Designer- und Eigenmarken zum Verkauf. Das Münchner Unternehmen ist nach eigenen Angaben in elf europäischen Ländern aktiv. Im vergangenen Jahr habe Westwing einen Umsatz von 220 Millionen Euro erzielt - ohne die nicht fortgeführten Geschäftseinheiten in Brasilien, Russland und Kasachstan, hieß es. Im ersten Halbjahr 2018 sei der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 120 Millionen Euro gestiegen. Seit dem vierten Quartal 2017 würden im operativen Geschäft (Ebitda) schwarze Zahlen geschrieben. Rocket Internet gehören nach früheren Angaben 32 Prozent des Unternehmens.
Eine andere Rocket-Beteiligung, der Möbelhändler Home24, hat seinen Börsengang bereits hinter sich. In der Folge bringt sich der Online-Möbelhandel in Stellung: Während Otto und Ikea zulegen, haben die Pure Player allerings noch Herausforderungen zu meistern.



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