IPO-Studie 27.06.2018, 15:21 Uhr

Die Lust auf Börsengänge sinkt

Im zweiten Quartal 2018 nahm die Lust der Unternehmen für den Gang aufs Börsenparkett deutlich ab. Insgesamt wagten sich 325 Firmen an den Aktienmarkt, das waren 26 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Beratungsunternehmens EY.
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Die Lust auf Börsengänge weltweit ist im zweiten Quartal gesunken. Insgesamt wagten sich 325 Firmen an den Aktienmarkt, das waren 26 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie aus einer Untersuchung des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY hervorgeht. Deutliche Rückgänge gab es vor allem in China. Das Emissionsvolumen weltweit sank um 19 Prozent auf 45 Milliarden US-Dollar. EY führte die Zurückhaltung unter anderem auf die Verunsicherung aufgrund geopolitischer Spannungen und der US-Handelspolitik zurück.
In Deutschland gab es dagegen nach einem starken Jahresauftakt weitere Zuwächse im zweiten Quartal. Die Zahl der Börsengänge stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum EY zufolge von 4 auf 8. Dabei wurde der für diesen Freitag geplante Börsengang des Batterieherstellers Akasol berücksichtigt. "Bezogen auf die Zahl der Emissionen war das erste Halbjahr das stärkste seit 2007, bezogen auf das Emissionsvolumen sogar das stärkste seit dem Jahr 2000", erläuterte EY-Experte Martin Steinbach.

Eher kleinere Unternehmen wagen einen IPO

Das Beratungs- und Prüfungsunternehmen PwC wies daraufhin, dass von April bis Juni eher kleinere Unternehmen in Deutschland den Gang an den Aktienmarkt wagten. "Die Erwartungen für das zweite Quartal waren nach dem guten Jahresstart sehr hoch, doch sehen wir eine zunehmende Eintrübung des Marktumfeldes gegenüber den Vorjahren", sagte PwC-Expertin Nadja Picard.
Größter Börsengang weltweit war im ersten Halbjahr EY zufolge die Erstnotiz der Siemens-Medizintechnik-Tochter Healthineers mit 5,3 Milliarden US-Dollar, gefolgt von der chinesischen Industrietochter des Apple-Zulieferers Foxconn (4,2 Mrd. US-Dollar).



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