Mehr Sichtbarkeit im E-Commerce 26.06.2017, 08:10 Uhr

5 Profi-Tipps für die Produktdatenoptimierung

Es genügt nicht mehr, den Datenfeed lediglich nach den Mindestanforderungen der Kanäle wie Google, Facebook oder Amazon zu erstellen. Wir geben Tipps, wie man mit der richtigen Produktdatenoptimierung die Sichtbarkeit im E-Commerce optimieren kann.
(Quelle: Fotolia.com/javierafael)
Mittlerweile reicht es bei der Produktdatenoptimierung nicht mehr aus, den Datenfeed lediglich nach den Mindestanforderungen der Kanäle wie Google, Facebook oder Amazon zu erstellen. Zwar wird der Feed durch Ausfüllen der Basics, wie Titel, Marke, Farbe und qualitative Produktbilder auf weißen Hintergründen in den entsprechenden Kanal aufgenommen, aber von einer guten Sichtbarkeit können Online-Händler deswegen trotzdem nicht automatisch ausgehen.
Marcel Hollerbach, CMO von Productsup, verrät fünf Tipps, die bei der Produktdatenoptimierung für Fortgeschrittene nicht fehlen dürfen.

Tipp 1: Bessere Ergebnisse durch A/B-Testing

Mit A/B-Tests können Shop-Betreiber herausfinden, welche Dateneinstellung auf welchem Kanal besonders gut funktioniert. So lässt sich zum Beispiel erkennen, ob auf einer Preisvergleichsseite der Produktpreis gleich vorne im Titel stehen sollte oder ob ein Hinweis zu kostenlosem Versand auf dem Produktbild zu mehr Klicks führt.
A/B-Tests sind also nicht nur ein wichtiges Instrument in der Websiteerstellung, um herauszufinden, ob und wie Projekte funktionieren sollen oder können, sie lassen sich auch für die Produktdatenoptimierung anwenden.

Tipp 2: Bild schlägt Text

Das ist eine wichtige Devise in der Produktdatenoptimierung seit (Online-)Händler Soziale Medien als Marketingkanal nutzen. Denn eine Produktüberschrift alleine ist kein Garant dafür, dass ein Produkt auch gekauft wird. Allerdings ist Bild nicht gleich Bild: Schließlich soll der User durch die Bilder angeregt und sofort neugierig auf das Bild beziehungsweise das Produkt werden. Produkte müssen deshalb mit aussagekräftigen und relevanten Informationen gekonnt in Szene gesetzt werden.
Facebook bietet besonders viele Möglichkeiten für Werbungtreibende, die passenden Botschaften beim User zu platzieren und den Call-to-Action zu fördern: So können Bilder um zusätzliche Hinweise wie Marke, Sonderaktionen oder Kundenbewertungen ergänzt werden.

Tipp 3: Bewegtbild ist in der Produktdatenoptimierung unverzichtbar

Bewegtbild ist nicht nur für Online Retailer, sondern auch für andere Branchen wie zum Beispiel Reiseanbieter das Trendthema schlechthin - denn mit Videos gewinnen sie besonders effektiv die Aufmerksamkeit der Zuschauer und können starke Emotionen hervorrufen. Während ein Null-acht-fünfzehn-Bild eines schönen Strandes zwar vielleicht eine Erinnerung beim User weckt, lösen Bewegtbilder von sich überschlagenden Meereswellen, das Rauschen der Brandung und ein Sonnenuntergang am Sandstrand verstärkt die Urlaubslust aus.
Online Shops sollten deshalb auf den Zug aufspringen und mehr auf dynamische Video-Ads setzen. Nehmen wir zum Beispiel die folgende Videoszene, die deutlich ansprechender ist, als ein einfaches Produktbild: Eine Frau tanzt in einem schwingenden Rock auf einer Party und steht mit ihrem Outfit im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Produktattribute, wie Preis oder Titel können dynamisch in ein vorgefertigtes und personalisiertes Video-Template eingefügt werden, die mit Hilfe des Produktkatalogs automatisch aktualisiert werden (sollte sich zum Beispiel der Preis des Produkts ändern).

Tipp 4: Bisher ungenutzte Keywords definieren und so die Sichtbarkeit erhöhen

Für Shop-Betreiber ist es äußerst wichtig zu wissen, wie Nutzer ihre Produkte finden und wonach Interessenten genau suchen. Das lässt sich schnell und effizient über ein Tracking ermitteln. Diese Daten können Online-Händler dann nutzen, um ihre  Produkte stärker sichtbar zu machen. Bieten sie eine "Strickjacke" an, kann zum Beispiel das Keyword "Cardigan" in dem Produkttitel hinzugefügt werden.
Für "Sportschuh" kann beispielsweise auch "Sneaker" in der Beschreibung genutzt werden. Durch das Verwenden diverser Keywords im Shopping Feed können sich Online-Händler neue Märkte erschließen. So kann man beispielsweise einen Mont Blanc-Stift nicht nur als Schreibware verschlagworten, sondern auch als Firmengeschenk und so neue Zielgruppen erreichen.

Tipp 5: Mehr ist manchmal eben doch mehr   

Das Implementieren verschiedener Datenquellen im Produktdatenfeed ist entscheidend für die individuelle Anpassung der Anzeige an die Nutzer: Je mehr Informationen über das Produkt (zum Beispiel Größe, Farbe, etc.) im Feed eingearbeitet sind, desto besser können diese auf den Nutzer abgestimmt und für die Personalisierung der Anzeigen genutzt werden. Doch nicht nur Produktattribute, sondern auch Kunden-Bewertungen, lokale Wetterdaten und Tracking-Daten, die etwa von Datenquellen wie Google Analytics oder DoubleClick importiert werden, sollten hierfür genutzt werden.
Marketer können mittels der Produkt-Performance den ROI optimieren, da sie Entscheidungen bezüglich der Produktdatenfeeds treffen. So werden schlecht performende Produkte dann auch nicht mehr in eine Suchmaschine oder einen Marketingkanal exportiert.




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