Tim Cook spricht über iWatch und Google Glass 29.05.2013, 11:42 Uhr

Lieber keine Datenbrille

Kommt bald die Apple-Uhr? Auf der Konferenz D11 heizte Apple-Chef Tim Cook die Spekulationen weiter an. Außerdem äußerte er sich zur Datenbrille Google Glass und zu Apples Plänen für das TV-Geschäft.
"Ich denke, das Handgelenk ist interessant": Auf der Konferenz D11 des US-Blogs AllThingsD hat Apples CEO Tim Cook den Spekulationen über eine Apple-Uhr neuen Auftrieb gegeben. Es sei natürlich, dort etwas zu tragen, so Cook. Doch um mit einem Gerät für das Handgelenk erfolgreich zu sein, müsse man die Leute zunächst überzeugen. Genauer wollte sich der Apple-Chef nicht zu dem Thema äußern. Er räumte allerdings ein, tragbare Computertechnik würde in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.
Datenbrillen wie die des Konkurrenten Google betrachtet Cook dagegen mit Skepsis: "Ich kenne nicht viele Leute, die Brillen aufsetzen, ohne sie zu benötigen." Google Glass werde vermutlich ein Nischenprodukt bleiben. Eine größere Zukunft attestiert er dagegen Sensoren, die man direkt am Körper trägt. Mit Ankündigungen hielt sich Cook zwar bedeckt, dafür versprach er, Apple arbeite derzeit an einigen revolutionären Produkten und wolle seine geschlossene Plattform in Zukunft mehr öffnen - allerdings werde man dabei nicht riskieren, den Kunden ein schlechtes Produkterlebnis zu liefern.
Auch für das TV-Geschäft habe man "große Visionen", so Cook. Der Frage nach einem Apple-TV-Gerät, über das seit Jahren spekuliert wird, wich er jedoch abermals aus. Bisher sollen unter anderem die Verhandlungen mit der US-Fernsehindustrie das Projekt aufhalten.
Darüber hinaus kündigte Cook an, dass die frühere Chefin der US-Umweltbehörde, Lisa Jackson, künftig die Umweltschutz-Aktivitäten des Konzerns koordinieren wird. Damit will Apple die Probleme in den Griff bekommen, die bei asiatischen Zulieferern immer wieder im Umgang mit giftigen Chemikalien auftreten.
Auch für eine Steuerreform sprach sich der Apple-Chef erneut aus. Er plädierte für ein vereinfachtes Steuersystem mit geringeren Steuersätzen, aber weniger Ausnahmen. Das könne dazu führen, bisher im Ausland versteuerte Gewinne zurück in die USA zu holen. Apple war zuletzt wegen seiner Tricks zur Steuervermeidung in die Kritik geraten. 



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