Automatisierter Einkaufsladen 28.03.2017, 10:31 Uhr

Start von "Amazon Go" verzögert sich

Der Start von Amazons Supermarkt der Zukunft verzögert sich. Der Laden soll mit Hilfe von Kameras und Sensoren selbst erkennen, welche Waren die Kunden mitnehmen. Doch im Moment funktioniere das nur mit bis zu 20 Leuten im Geschäft.
(Quelle: Screenshot/YouTube)
Die Eröffnung von Amazons Supermarkt der Zukunft, der ohne Kassierer auskommen soll, verzögert sich laut einem Zeitungsbericht wegen Problemen mit der Technologie. Das Geschäft in der Amazon-Heimatstadt Seattle soll mit Hilfe von Kameras und Sensoren selbst erkennen, welche Waren die Kunden mitnehmen, wie das "Wall Street Journal" berichtete. Doch im Moment funktioniere das nur mit bis zu 20 Leuten im Geschäft oder wenn sich die Menschen langsam bewegen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Die ursprünglich für Ende des Monats geplante Eröffnung verzögere sich deshalb um unbestimmte Zeit.
Amazon hatte beim Start erster Tests mit Mitarbeitern im Dezember lediglich angekündigt, dass der Laden Anfang 2017 öffnen solle. Auch der Finanzdienst Bloomberg berichtete bereits, dass die Technologie schwächele, wenn viele Leute in dem Geschäft seien.

Nur drei Mitarbeiter

Amazons Projekt eines Supermarkts, der am Ende von nur drei Mitarbeitern betrieben werden soll, hatte für großes Aufsehen gesorgt. Am Anfang dürften in dem Laden aber deutlich mehr Beschäftigte nötig sein, um die Technik zu überwachen.
Amazon Go - so der Name des neuen Shopping-Konzepts - funktioniert mit Hilfe einer App, mit der sich der Kunde beim Betreten des Ladens eincheckt. Nimmt er im Laden ein Produkt aus dem Regal, registrieren Sensoren, welcher Artikel und wie viele davon der Shopper genommen hat. Ändert der Kunde seine Meinung und legt das Produkt zurück, wird der Artikel automatisch wieder von der Einkaufsliste entfernt.
Des Weiteren wird der Einkauf von selbstlernenden Algorithmen und einem Computersystem überwacht. Beim Verlassen des Stores checkt sich der Kunde wieder aus und die Kosten für den Einkauf werden ihm automatisch von seinem Amazon-Konto abgebucht. Damit soll es in Zukunft keine langen Warteschlangen an den Kassen mehr geben, die Einkäufer oft Zeit und Nerven kosten.
Der weltgrößte Online-Händler stößt allmählich auch immer weiter in den stationären Handel vor, zumindest in den USA. So gibt es bisher fünf Buchläden, fünf weitere sind geplant.



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