Amazon versus Google 05.03.2018, 09:41 Uhr

Keine Smart-Home-Produkte von Google Nest auf Amazon

Nachdem Google seine Video-Anwendung YouTube von allen Amazon-Geräten gelöscht hat, kontert der E-Commerce-Riese, indem er nun alle Smart-Home-Produkte von Googles Tochterfirma Nest von seinem Marktplatz verbannt.
(Quelle: shutterstock.com/Gutzemberg)
Die Fehde zwischen Amazon und Google, die bereits Ende vergangenen Jahres begann, hält weiter an. Amazon hat nun alle Smart-Home-Artikel von Googles Tochterunternehmen Nest von seinem Marktplatz verbannt. Laut Golem hat Amazon den Ausschluss den Nest-Mitarbeitern bereits Ende 2017 in einer Telefonkonferenz mitgeteilt.
Das ist für Google vor allem deswegen ärgerlich, da Amazon jüngst einen gesonderten Marktplatz speziell für Produkte des vernetzten Zuhauses gelauncht hat, auf dem alle großen Player der Branche ihre Waren vertreiben. Konkret soll es sich um die die aktuellen Versionen des intelligenten Thermostats sowie des Sicherheitssystems Nest Secure Home handeln.
Damit zieht Amazon seine Verbannung von Alphabet-Produkten konsequent durch und will Google wohl zeigen, wer im Konkurrenzkampf die Nase vorne hat. Denn die beiden Riesen kommen sich in zahlreichen Bereichen mit ihren Angeboten in die Quere: So bieten nicht nur beide eigene Smart-Home-Produkte an, sondern auch bei Lautsprechern sowie im Video-Bereich mischen beide als Produktanbieter mit.
Die Auseinandersetzung hatte damit begonnen, dass Google seine YouTube-App aus dem Store von Amazons Fernsehbox Fire TV und auch von Amazons Echo Show löschte. Amazon versuchte dann diesen Schritt zu unterlaufen, indem der Marktplatz-Betreiber seinen Nutzern den Firefox sowie Silk Browser zur Verfügung stellte, um über diesen Umweg YouTube ansteuern zu können. Aus Usability-Sicht ist das allerdings nur eine Notlösung.

Google Nest

Nest war unter der Führung von Tony Fadell gegründet worden, eines ehemaligen Apple-Managers, der einst eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der ersten iPod-Player spielte. Google kaufte die Firma vor vier Jahren für 3,2 Milliarden US-Dollar. Als 2015 die Muttergesellschaft Alphabet gebildet wurde, bekam Nest den Status einer eigenständigen Firma und wurde damit zu einer Schwesterfirma von Google.
Nest verkauft vernetzte Thermostate und Sicherheitskameras, Google baute zuletzt sein eigenes Gerätegeschäft mit Smartphones und smarten Lautsprechern mit seinem integrierten Sprachassistenten aus.



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