Kooperation 04.08.2017, 08:25 Uhr

Rossmann soll sich Amazon Prime Now anschließen

Erst Basic, dann die Allgäuer Supermarktkette Feneberg, jetzt Rossmann: Offenbar kann Amazon den klassischen Einzelhandel derzeit mit guten Argumenten davon überzeugen, sich dem Schnelllieferdienst "Amazon Prime Now" anzuschließen.
(Quelle: Rossmann)
Nach Basic, Feneberg, Kochhaus und der Bienen Apotheke schließt sich nun offenbar auch Rossmann Amazons Schnelllieferservice "Amazon Prime Now" an. Wie die "Lebensmittel Zeitung" erfahren haben will, will die Drogeriemarktkette von Berlin aus mit rund einem Viertel des rund 17.000 Artikel umfassenden Rossmann-Sortiments die Umsatzpotenziale von Amazon ausloten und die Erkenntnisse für den eigenen Online-Handel nutzen. Bei Erfolg soll dann auch München erschlossen werden. Eine offizielle Bestätigung wollen beide Unternehmen allerdings nicht liefern.
Wie die "Lebensmittel Zeitung" weiter schreibt, wäre es "das erste Unternehmen aus der Top-Ten-Liste des deutschen Einzelhandels", das mit Amazon paktiert. Die Gründe dafür liegen allerdings auf der Hand: Ähnlich wie die Allgäuer Supermarktkette Feneberg erhofft sich Rossmann von der Kooperation eine schnellere Lernkurve in Sachen Online-Handel und Bestellverhalten. Als "Seller" auf der Plattform behält er zudem die Hoheit über Preise und Sortimente.

Schulterschluss mit den Drogisten

Einziger Nachteil: Bislang müssen Kunden, die über die "Amazon Prime Now"-App bei Rossmann, Basic, Feneberg, Kochhaus und der Bienen Apotheke einkaufen, jeweils eigene Warenkörbe mit individuellem Mindestbestellwert füllen und werden von jedem Partner separat beliefert. Besonders kundenfreundlich ist das nicht. Auf Nachfrage deutet das Unternehmen hier allerdings Besserung an, schließlich sei man stets bestrebt, den Kunden den bestmöglichen Service zu liefern.
Es ist nicht das erste Mal, dass Amazon den Schulterschluss mit den Drogisten sucht. Vor Jahren tat sich der E-Commerce-Riese mit Rossmann-Konkurrent dm zusammen. Damals lieferte die Drogeriemarktkette als Großhändler seine Eigenmarken an Amazon. Die Kooperation wurde allerdings wieder eingestellt - mangels Erfolg.
Exklusive Einblicke in das Leben als "Amazon Prime Now"-Partner erhalten Sie übrigens auch auf dem "Internet World Kongress" am 10. und 11. Oktober im Isarforum München. Wir sprechen mit Feneberg und Kochhaus über erste Erfahrungen und Learnings aus der Zusammenarbeit. Noch gibt es Tickets zum Frühbucherpreis von 990 Euro zzgl. MwSt.



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