Klassische Händler gewinnen 31.01.2020, 09:20 Uhr

Kundenbeliebtheit: Drogeriemärkte schlagen Amazon

Bei der Kundenbeliebtheit liegen klassische Händler vor Amazon. Rossmann und dm schlagen den Marktplatz im Beliebtheits-Ranking der Unternehmensberatung OC&C.
(Quelle: shutterstock.com/Bacho)
Der US-Internetgigant Amazon muss sich in Deutschland bei der Kundenbeliebtheit zwei klassischen Händlern geschlagen geben. Im am Donnerstag von der Unternehmensberatung OC&C veröffentlichten Einzelhandel-Index 2019 belegte die Drogeriemarktkette dm einmal mehr den ersten Platz im Beliebtheits-Ranking, vor dem Rivalen Rossmann. Amazon kam "nur" auf Platz drei.
Das Ladengeschäft werde für das Einkaufserlebnis wieder wichtiger, fasste die Unternehmensberatung die Ergebnisse der Studie zusammen, für die weltweit über 50.000 Konsumenten befragt wurden. Die Konsumenten sehnten sich nach Einkaufserlebnissen, die nur der stationäre Handel bieten könne. Für den Erfolg eines Unternehmens werde deshalb ein ausgewogener Mix aus stationärem Geschäft und Online-Handel immer bedeutender.

Amazon als einziger Online-Händler

Die Spitzenreiter dm und Rossmann überzeugten die Kunden der Studie zufolge vor allem in den Dimensionen Vertrauen und Preis-Leistungs-Wahrnehmung, dm punktete darüber hinaus noch mit Einkaufsatmosphäre und Produktqualität. Amazon bleibe vor allem in Sachen Produktauswahl das Maß der Dinge, schneide aber auch bei Vertrauen und Kundenservice gut ab.
Amazon war der einzige reine Online-Händler, der es in diesem Jahr im Beliebtheitsranking unter die Top 10 schaffte. Alle anderen Plätze wurden von klassischen Händlern belegt. Platz 4 sicherte sich Ikea, vor Edeka und Douglas. Die Baumarktkette Hornbach erreichte Rang 7, gefolgt von Tchibo, Fressnapf und der Biokette Alnatura.
Immer größere Bedeutung für die Verbraucher gewinne das Thema Nachhaltigkeit, betonten die Verfasser der Studie. Zwar führe dies bislang nur sporadisch zu veränderten Kaufentscheidungen. Doch könne sich dies schon bald ändern. Denn die jüngeren Käufergruppen verfügten über ein deutlich höheres Nachhaltigkeitsbewusstsein.



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