AmazonWorld News KW31 01.08.2018, 10:00 Uhr

Finanzministerium treibt "Amazon-Steuer" voran

Entwurf zur "Amazon-Steuer" wird heute dem Kabinett vorgelegt / Amazon-Merch startet in Deutschland / Kritik an Amazon Flex / Mega-Deal für Amazon Business / Amazon verzwölffacht Quartalsgewinn / Marktplatzstrategien auf Amazon
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AMAZON MARKETPLACE

"Amazon-Gesetz" konkretisiert sich: Das Bundesfinanzministerium hat einen Gesetzentwurf erarbeitet, den das Kabinett heute beschließen will. Damit sollen Anbieter von Online-Marktplätzen zur Kooperation mit den Steuerbehörden verpflichtet werden. Sie müssen ihnen künftig Anschriften und Steuer­nummern aller Händler zur Verfügung stellen, die auf ihrer Seite Waren verkaufen. Die Meinungen in der Branche dazu gehen auseinander. Während die einen das Gesetz begrüßen, befürchten die anderen, dass es die Falschen treffen wird: "Die geplanten umsatzsteuerlichen Pflichten treffen ausnahmslos alle Akteure im Online-Handel in Deutschland. Dies ist weder zielgerichtet noch angemessen", kritisiert beispielsweise Thomas Kriesel, Bereichsleiter Steuern beim Branchenverband Bitkom. "Zudem sind die notwendigen Prozesse in den Finanzämtern zur Erteilung des Registrierungsnachweises noch nicht aufgesetzt. Es ist zu befürchten, dass Online-Händler mehrere Wochen auf ihren Registrierungsnachweis warten müssen." >>>Internetworld.de; >>>Bitkom-Stellungnahme
Merch by Amazon startet in Deutschland: Schlechte Nachrichten für Spreadshirt und Co.: Die 2015 in den USA gestartete Print-on-demand-Plattform Amazon Merch ist ab sofort auch in Deutschland und Großbritannien verfügbar. Der internationale Start hatte sich bereits vor einigen Monaten angedeutet. >>>Internetworld.de
Continental nutzt den Amazon Store: Seit Anfang des Jahres bietet Amazon Herstellern eine neue Präsentationsfläche: den Amazon Store. Dieses kostenlose Feature ähnelt einem Webshop eines Herstellers, befindet sich allerdings in der Amazon-Umgebung. Continental hat als erster Reifenhersteller einen Amazon Store ins Leben gerufen. Dienstleister ad agents erklärt ihn anhand einer Bilderstrecke. >>>ad-agents.com
Dräger verkauft jetzt auch bei Amazon: Brandlufthauben, Schutzbrillen, Halb- oder Staubmasken: Heimwerker und Profis können Markenartikel der Firma Dräger jetzt bei Amazon und anderen Online-Portalen bestellen und erwerben. Das Lübecker Unternehmen für Medizin- und Sicherheitstechnik testet neue Vertriebswege. >>>LN Online

AMAZON SEMINAR

Marktplatzstrategien auf Amazon: Viele Händler und kleine Marken starten inzwischen auf Amazon. Warum sich das lohnt und wie Sie Ihre Marke dort aufbauen können, lernen Sie von der Amazon-Agentur ameo GmbH. Alles über Brand Stores, Performance-Marketing, Sponsored Products, Retargeting und mehr erklärt Sönke Hansen von ameo am 9. Oktober in Hamburg. >>>Zur Anmeldung

AMAZON LOGISTICS

Kritik an Amazon Flex: Die Linke im Bundestag kritisiert den neuen Amazon-Dienst Flex, bei dem Privatleute in Berlin und München für den US-Konzern Pakete austragen. Amazon verdränge mit dem neuen Geschäftsmodell nicht nur reguläre Beschäftigung, sondern verschiebe das unternehmerische Risiko vollständig auf die privaten Kurierfahrer, sagte der gewerkschaftspolitische Sprecher der Linken, Pascal Meiser, am Mittwoch. Für viele Fahrer dürfte gar nicht absehbar sein, welche persönlichen Risiken sie eingehen. Sie haften zum Beispiel beim Verlust oder bei Schäden an den Paketen. >>>Kölner Stadtanzeiger
So wuppte Amazons Logistikzentrum in Brieselang den Prime Day: 65.000 Pakete haben den Standort Brieselang an Amazons Prime Day verlassen. Zuvor wurden etwa 500.000 Artikel auf 1.250 Paletten mehr als üblich eingelagert und die gesamte Lagerkapazität ausgereizt. Am Prime Day selbst wurde der Wareneingang stillgelegt und die Belegschaft im Warenausgang eingesetzt. Insgesamt waren rund 450 Beschäftigte im Einsatz - zum Teil mit freiwilligen Überstunden. Die beliebtesten Produkte waren der Energydrink Red Bull und Bratpfannen. >>>MAZ Online

AMAZON BUSINESS

Wie Amazon Instashop für seine Fashion-Offensive nutzt: Instagram bietet sich zunehmend als Shopping-Vehikel an - samt direktem Klick in den Shop. Das nutzt auch Amazon für seine Fashion-Offensive. Marc Aufzug, Geschäftsführer des auf Amazon- und Marktplatz-Management spezialisierten Unternehmens factor-a, erklärt, wie der Online-Riese dabei taktiert. >>>Etailment.de
Mega-Auftrag für Amazon Business in UK: In Nordengland wickeln staatliche Institutionen ihren Einkauf künftig über Amazon Business ab. Ein entsprechender Fünf-Jahresvertrag wurde jetzt mit der Yorkshire Purchasing Organisation geschlossen, über die Bildungsträger, lokale Behörden, Notdienste, soziale Betreuungseinrichtungen und andere öffentliche Institutionen ihre Einkäufe tätigen. Der Umfang des Deals wird auf 400 bis 600 Millionen Pfund beziffert. >>>Tamebay
Schluss mit Gratis-Alexa: Für eine kurze Weile war bei Amazon in den USA der weiße Echo Spot für null statt 129 Dollar zu bestellen. Wie zu erwarten, war das Gerät in Nullkommanichts ausverkauft. Doch wer hoffte, Amazon würde nun zähneknirschend liefern, wurde enttäuscht. Der E-Commerce-Riese ließ die betroffenen Kunden wissen, dass die Bestellung aufgrund eines internen Fehlers storniert würde. >>>Mashable.com
Mehr KI für Predictive Shopping: Amazon investiet viel in künstliche Intelligenz. In einem spannenden Interview verrät Ralph Herbrich, Leiter des Entwicklerteam für künstliche Intelligenz bei Amazon, wie er und seine Mitarbeiter das Forschungsfeld Predictive Shopping, also die Vorhersage von Kundennachfrage, vorantreiben. Heute schon prognostizieren Algorithmen, welche Waren in der kommenden Saison gefragt sind. Der nächste Schritt ist die Vorhersage persönlicher Shopping-Wünsche. >>>Handelsblatt.com

AMAZON ZAHLEN

2,5 Milliarden US-Dollar Gewinn hat Amazon im zweiten Quartal 2018 bei 52,9 Milliarden Dollar Umsatz (plus 39 Prozent) erwirtschaftet. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 197 Millionen Dollar. Amazon hat seinen Gewinn im Quartalsvergleich also verzwölffacht. Auch für das laufende dritte Quartal stellt das Unternehmen höhere Gewinne als erwartet in Aussicht. >>>Internetworld.de

AMAZON O-TON

"In Deutschland wird Amazon gerade auf 500 Millionen Euro Möbelumsatz geschätzt. Sollte Amazon auch in Deutschland bald eine eigene Möbel-Logistik anbieten, könnte das zum Game-Changer werden, da hierzulande die Logistikressourcen komplett erschöpft sind."
Pierre Haarfeld, Experte für den Online-Möbelhandel aus dem Experten-Netzwerk Etribes sieht die Amazonisierung des deutschen Möbelhandels kommen. >>>Internetworld


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