"Can't realize a profit" 17.12.2018, 10:37 Uhr

Amazon trennt sich von unprofitablen Produkten

Amazon vertreibt künftig keine unprofitablen Produkte mehr. Dazu gehören sogenannte Crap-Artikel ("Can't realize a profit"). Konkret handelt es sich dabei um Waren des täglichen Bedarfs, die mit sehr geringen Margen verkauft werden.
(Quelle: shutterstock.com/Jonathan Weiss )
Amazon will künftig keine Artikel mehr verkaufen, die keinen Profit erzielen. Diese sogenannten Crap-Artikel ("Can't realize a profit") sollen stattdessen von Drittanbietern auf dem Marktplatz angeboten werden, berichtet Business Insider.
Konkret handelt es sich dabei um Produkte des täglichen Bedarfs, die mit sehr geringen Margen verkauft werden, zum Beispiel Wasserflaschen oder Snacks. Zudem sind sie relativ schwer und/oder sperrig und damit problematisch zu versenden.  
Einige Crap-Artikel streicht Amazon komplett von seiner Verkaufsliste. Bei anderen überarbeitet der E-Commerce-Riese die Verpackungen, um sie profitabler online verkaufen zu können. Ebenso will der E-Commerce-Riese beispielsweise bei Coca-Cola-Produkten einen Deal ausarbeiten, bei dem der Versand direkt von Cola erfolgt anstatt über ein Amazon-Fulfillment-Center.
Amazon hat somit keine Probleme, solche Produkte an Drittanbieter abzugeben. Auf dem Online-Marktplatz machen Käufe bei Drittanbietern rund 50 Prozent der Transaktionen aus. Für viele Marken stellt sich gar nicht mehr die Wahl, ob sie auf Amazon präsent sein wollen oder nicht - sie müssen. Denn laut eMarketer beginnen mittelweile rund 50 Prozent der Produktsuchen in den USA auf Amazon.

Rossmann zieht sich von Amazon zurück

Allerdings lohnt sich das Geschäft auf Amazon nicht für alle Händler. Die Drogeriemarktkette Rossmann verkauft seit August 2017 ein eingeschränktes Sortiment von 5.000 Artikeln über Amazon Prime Now in Berlin. Die Auswahl reicht von Haushaltswaren und Babyprodukten bis hin zu Kosmetikartikeln. Ebenso beinhaltet das Sortiment die Bio-Lebensmittel-Eigenmarke von Rossmann "enerBio".
Doch im Sommer kommenden Jahres wird mit der Zusammenarbeit Schluss sein. Wie bei anderen Händlern auch sollen der Aufwand und der Ertrag in keinem rentablen Verhältnis stehen. Aus diesem Grund macht die Kooperation für Rossmann auf Lange Sicht keinen Sinn.
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