AmazonWorld News KW39 26.09.2018, 10:14 Uhr

Amazon testet neue Produktempfehlungen

Wie Amazon seine Auslieferer kontrolliert / Wieder Streiks in Bad Hersfeld / Steht der klassische Amazon-Reseller vor dem Aus? / Neues Produktempfehlungstool "Scout" wird getestet / Amazon liebäugelt mit Deliveroo
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AMAZON LOGISTICS

Wie Amazon seine Auslieferer kontrolliert: Mit Fake-Paketen überprüft der E-Commerce-Riese die Ehrlichkeit seiner Zusteller. Das Unternehmen schickt immer wieder leere Pakete auf die Reise. Wenn der Fahrer das Paket für die Zustellung scannt, erscheint ein Fehler in seinem Gerät. Der Fahrer kann dann entweder einen Supervisor anrufen oder das Paket zurück zum Logistikzentrum mitnehmen. Er könnte es auch stehlen, weil es im System eigentlich nicht auffällt - es sei denn, es ist ein Testpaket. >>>Business Insider
Arbeitskampf in Bad Hersfeld geht weiter: Die Dienstleistungsgewerkschaft verdi hat die Beschäftigten beim Onlineversandhändler Amazon in Bad Hersfeld wieder zum Streik aufgerufen. Hintergrund ist laut einer Mitteilung die vom Unternehmen angekündigte Lohnanpassung. Sie zementiere das bestehende Lohngefälle zum Branchentarifvertrag weiter. Amazon antwortete postwendend auf die Vorwürfe - und rechnete vor, dass der Jahreslohn eines Logistik-Mitarbeiters ohne Vorqualifikationen nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit bei 30.500 Euro brutto liege. Darin eingerechnet sind auch Aktien von Amazon, Boni und eine Jahressonderzahlung. Der Stundensatz liegt bei 13,04 Euro brutto. >>>FFH.de (verdis Vorwurf); >>>FFH (Amazons Antwort)

AMAZON EXPERT

Ist der klassische Reseller auf Amazon am Ende? Eine Analyse von Marketplace Pulse scheint darauf hinzuweisen. Das bestätigt aber nur einen Trend, der längst absehbar war, meint Tim Nedden, Gründer und Geschäftsführer der Agenturgruppe Finc3. Er sagt: Eine ehemalige Erfolgsstory steht vor dem Ende - und das aus gutem Grund. >>>Internetworld

AMAZON SEMINAR

Marktplatzstrategien auf Amazon: Viele Händler und kleine Marken starten inzwischen auf Amazon. Warum sich das lohnt und wie Sie Ihre Marke dort aufbauen können, erklärt Sönke Hansen von der Amazon-Agentur ameo. Alles über Brand Stores, Performance-Marketing, Sponsored Products, Retargeting und mehr. >>>Noch 2 Plätze frei

AMAZON BUSINESS

Snapchat rollt visuelle Produktsuche für Amazon aus: Snapchat hat die Gerüchte um eine visuelle Produktsuche, die den Nutzern Produkte des Amazon-Marktplatzes ausspielt, bestätigt. Das neue Feature wird nach und nach für alle User der Snapchat-App ausgerollt. >>>Internetworld
Neue Form von Produktempfehlungen im Test: "Scout" heißt ein neues Tool, das Produkte auf Basis von Likes und Dislikes empfiehlt. Kunden können sich durch Bilder von Möbeln, Küchen, Essgeschirr, Dekoartikeln, Bettwäsche und Frauenschuhe klicken und unter den Bildern einen Daumen-Hoch- oder Daumen-Runter-Button klicken. Anschließend erhalten sie passende Produktempfehlungen. Das Feature soll in der Zukunft auf weitere Kategorien ausgedehnt werden. >>>CNet.com
Alle wollen Deliveroo: Nicht nur Uber ist an dem Restaurantlieferdienst interessiert. Auch Amazon hat bereits zweimal Gespräche mit Deliveroo über eine Übernahme geführt. Das berichtet der britische "Daily Telegraph" unter Berufung auf informierte Kreise. >>>Golem.de
Amazon macht sich in der Schweiz breit: Amazon hat weitere Schritte in Richtung Schweizer Marktoffensive unternommen. Gleich drei Namen hat das Unternehmen in den vergangenen Tagen im Markenregister registrieren lassen: "Amazon Blink" stellt Systeme für Videoüberwachung her. "Amazon Chime" ist ein Kommunikationsservice für Videokonferenzen. Und hinter "Ring" dürfte sich der gleichnamige Anbieter vernetzter Klingeln verbergen, den Amazon Anfang des Jahres aufkaufte.  Das Amazon-Subunternehmen A9 mit Sitz im Silicon Valley, das auf Such- und Inserate-Technologie spezialisiert ist, registrierte den Brand "Amazon Ring". >>>Aargauer Zeitung
Aufspaltung als Schutz gegen Regulierung? Laut dem US-Sender "CNBC" hat Mark May, ein Analyst von Citi Research, Kunden der Bank davor gewarnt, dass der Ruf nach einer stärkeren Prüfung und Regulierung von Amazon zuletzt immer lauter wurde. Diese Gefahr könne der Konzern laut May jedoch minimieren oder sogar vermeiden, wenn er sich in zwei Unternehmen aufteilen würde - das Einzelhandelsgeschäft mit einem Wert von 400 Milliarden Dollar und Amazon Web Services mit einem Wert von etwa 600 Milliarden Dollar. Mit einer geringeren Marktkapitalisierung würde Amazon weniger Aufmerksamkeit wegen seiner Größe und Marktdominanz auf sich ziehen, meint Mark May. >>>Finanzen.net
Fertighäuser von Amazon: Amazon sichert sich eine neue Form von Kundenzugang und investiert in einen Fertigbau-Anbieter: Plant Prefab baut vorgefertigte, individuelle Ein- und Mehrfamilienhäuser mit nachhaltigen Materialien. Das Startup zielt auf Automatisierung, um den Hausbau schneller und einfacher zu gestalten. >>>Gründerszene.de

AMAZON ZAHLEN

3.000 weitere kassiererlose Amazon Go-Läden sollen bis zum Jahr 2021 entstehen. Das wäre extrem kostenintensiv, hat die Nachrichtenagentur Bloomberg ausgerechnet. >>>Bloomberg

AMAZON O-TON

"Wenn die Aktie in einem Monat 30 Prozent steigt, fühlt euch nicht 30 Prozent schlauer. Denn wenn sie um 30 Prozent fällt, fühlt es sich nicht gut an, sich 30 Prozent dümmer zu fühlen."
Amazon-Gründer Jeff Bezos lässt sich vom Börsenkurs seines Unternehmens nicht beeindrucken. >>>Finanzen.net



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