EU-Verbraucherrechte 15.05.2014, 13:59 Uhr

Amazon-Retouren in Zukunft kostenpflichtig?

Wenn im Juni die neuen Verbraucherrechte in Kraft treten, müssen Händler Retouren nicht mehr gratis anbieten. Auch Amazon prüft, ob Rücksendungen kostenlos bleiben, plant aber derzeit keine Änderung.
(Quelle: Amazon.com )
Bis zum 12. Juni 2014 gilt: Kunden dürfen online bestellte Waren ab einem Wert von 40 Euro zurücksenden, ohne das Porto dafür tragen zu müssen. Tags darauf gilt die neue europäische Verbraucherrechte-Richtlinie - und ab dann müssen die Verbraucher die Retourenkosten tragen.
Viele große E-Commerce-Unternehmen wie Otto und Zalando haben bereits angekündigt, die kostenlose Rücksendung beizubehalten. Nicht so Amazon: Man prüfe zurzeit noch, welchen Weg das Unternehmen gehen werde, berichtet Focus Online.
Auf Anfrage der INTERNET WORLD Business teilte Amazon mit, derzeit (!) seien keine Änderungen geplant und verwies auf die Hilfeseiten, in denen das Unternehmen die drei Fälle auflistet, in denen die Rücksendung kostenfrei ist:
  1. Der Kunde hat einen falschen, beschädigten oder defekten Artikel erhalten.
  2. Der Kunde hat den Kauf eines Artikels im Rahmen des Widerrufsrechts innerhalb von 14 Tagen widerrufen und der Preis des zurückzusendenden Artikels übersteigt 40 Euro.
  3. Der Kunde schickt  Bekleidung oder Schuhe innerhalb der 30-tägigen Rückgabegarantie zurück.
Die EU-Verbraucherrechte-Richtlinie verfolgt das Ziel, die Rechte der Verbraucher europaweit zu vereinheitlichen. Rechtsanwalt Stefan Michel gibt einen Überblick über die fünf wichtigsten Änderungen.

Angesichts der bald geltenden Retourenkosten/Neuregelung ist die Vermeidung von Rücksendungen wichtiger denn je. Vier Tipps gibt Ben Askew-Renaut, der Gründer von PackLink.




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