Mit Amazon der Konkurrenz voraus

Alle wollen in Amazons Buybox

Positive und negative Beispiele für Produkttitel auf Amazon
Sind alle Produkte auf den Amazon- Marktplatz geladen, haben Marktplatzpartner im Grunde nur ein Ziel: Sie wollen in Amazons sogenannte "Buybox". Darunter versteht man die direkte Anzeige des Verkäufers beim Aufrufen eines Produkts. Doch wie genau der Algorithmus für diese Buybox funktioniert, ist eines der bestgehüteten Geheimnisse von Amazon. Grundsätzlich gilt, dass Händler 90 Tage nach der Anmeldung auf dem Marktplatz einige Verkäufe realisiert und überwiegend positiv abgewickelt haben sollten, um sich für das Einkaufswagenfeld überhaupt zu qualifizieren.
Darüber hinaus entscheidet auch der günstigste Preis inklusive Versandkosten über die Aufnahme in die Box. Allerdings erzielen Händler keinen Erfolg, wenn sie den Preis ihres Mitbewerbers nur um einen Cent unterbieten, da der Algorithmus dann noch nicht greift. Bei mehreren Anbietern mit demselben Preis entscheidet die Performance darüber, wer erscheint und wer nicht. Hier zeigt die Erfahrung, dass Händler bei Punkten wie Kundenzufriedenheit, Stornorate, Quote an verspäteten Lieferungen und Kontaktreaktionszeit zwei bis vier Prozent besser sein sollten als die Konkurrenz, um beim Amazon-Algorithmus berücksichtigt zu werden. Auch haben Händler, die ihre Produkte von Amazon verschicken lassen, eine bessere Chance auf die Top-Platzierung als Händler, die den Versand in Eigenregie abwickeln.
Um in Sachen Performance besser zu sein als die Konkurrenz, sollten Händler nur Produkte anbieten, die sie selbst auf Lager haben. Auch bei der Angabe der Stückzahlen in den Produktlisten empfiehlt es sich, Sorgfalt walten zu lassen. Wer sich darauf verlässt, dass Lieferanten im Notfall Lagerengpässe schnell beheben, ist unter Umständen verlassen.
Das Thema Kundenservice spielt für den Verkaufserfolg auf Amazon ebenfalls eine große Rolle. Der Abruf der Kundenzufriedenheitsstatistiken mehrmals täglich zählt daher zum täglichen Brot eines Amazon- Marktplatzpartners. Negative Bewertungen sollten die Händler zum Anlass nehmen, um aus einem unzufriedenen Kunden wieder einen zufriedenen zu machen. So besteht die Chance, dass ein Kunde seine negative Bewertung bei Amazon wieder zurückzieht.
Wenn Kunden bei Amazon einen sogenannten "A-bis-Z-Garantieantrag" gestellt haben, weil Ware vermeintlich nicht angekommen ist, Artikel in einem anderen Zustand als beschrieben geliefert wurden und eine Einigung mit dem Händler nicht herbeigeführt worden konnte, gilt es, sich schnell mit Amazon kurzzuschließen. Die Erfahrung zeigt, dass Amazon hier meist unparteiisch arbeitet. Wer als Händler einen funktionierenden Ablauf vorweisen kann, muss nicht befürchten, vom Marktplatz verstoßen zu werden.



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