Für Prime-Sendungen 15.01.2020, 09:16 Uhr

Amazon hebt Verbot von "FedEx Ground" auf

Amazon-Händler dürfen Prime-Sendungen ab sofort wieder mit der Versandoption "FedEx Ground" verschicken. Ein entsprechendes Verbot für die Nutzung der Versandart hatte der E-Commerce-Riese im Dezember ausgesprochen.
(Quelle: shutterstock.com/Jeramey Lende )
Mitte Dezember hatte Amazon seinen Händlern die Nutzung der Versandoption "FedEx Ground" für Prime-Sendungen untersagt. Nun soll der E-Commerce-Riese nach Abschluss der Weihnachtszeit die Versandart für seine Händler, die am Amazon-Prime-Programm teilnehmen, wieder erlauben. Das berichtet CNBC.
Ein Amazon-Sprecher bestätigte gegenüber CNBC, dass "FedEx Ground" seit Dienstag wieder zulässig ist. Die "FedEx Ground and Home Services" hätten die Anforderungen von Amazon an die pünktliche Lieferung konsequent erfüllt, so dass die Versandoption für Prime-Bestellungen wieder eingeführt werden konnte.
Ebenso bestätigte ein FedEx-Sprecher die Aufhebung des Verbots. Das Service-Niveau von FedEx sei während der Urlaubshochsaison hoch gewesen, mit einer durchschnittlichen Transitzeit von 2,4 Tagen für Ground-Pakete. 18 Prozent der Ground-Pakete sollen sogar laut FedEx vorzeitig ausgeliefert worden sein.

Die Folgen für Händler

Das Verbot von Amazon mitten im Weihnachtsgeschäft sorgte bei den Händlern für Unmut. Einige Verkäufer waren gezwungen, einen neuen Spediteur zu finden und mussten zum Teil höhere Vorlaufkosten in Kauf nehmen.
Molsen Hart, der Spielzeuge über Amazon verkauft, teilte im Dezember gegenüber Business Insider zum Verbot mit: "Die Änderung der Richtlinie von Amazon zwingt uns im Wesentlichen dazu, UPS zu verwenden, was uns viel mehr kostet als FedEx, um genau diese Waren zu versenden", sagt Hart. "Damit wir kein Geld mit unseren Bestellungen verlieren, müssen wir die Preise erhöhen."

Angespanntes Verhältnis

Amazon und FedEx haben bereits seit einiger Zeit ein angespanntes Verhältnis. Im Juni vergangenen Jahres hatte FedEx mitgeteilt, seinen US-Luftfrachtvertrag mit Amazon nicht zu verlängern.
Im August dann ließ der Logistikdienstleister auch den Liefervertrag für auf dem Landweg zugestellte Sendungen von Amazon auslaufen. Damit gingen die beiden Unternehmen nach und nach immer mehr auf Distanz.



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