Keine Warteschlangen mehr 06.12.2016, 10:05 Uhr

"Amazon Go": Amazon testet Supermarkt ohne Kassen

Amazon hat in Seattle einen Testladen für sein neues Shopping-Konzept "Amazon Go" eröffnet. Der Clou: In diesem Laden gibt es keine Kassen, es wird nur per App bezahlt.
(Quelle: Screenshot/YouTube )
Amazon hat in Seattle die Testphase für sein neues Shopping-Konzept "Amazon Go" eingeläutet. Dabei handelt es sich um eine Einkaufsmöglichkeit in einem stationären Laden, bei der man Waren erstehen kann ohne sich am Ende an einer Kasse anstellen zu müssen. Derzeit dürfen allerdings nur Mitarbeiter von Amazon in dem Laden testweise einkaufen.
Das Ganze funktioniert mit Hilfe einer App, mit der sich der Kunde beim Betreten des Ladens eincheckt. Nimmt er im Laden ein Produkt aus dem Regal, registrieren Sensoren, welcher Artikel und wie viele davon der Shopper genommen hat. Ändert der Kunde seine Meinung und legt das Produkt zurück, wird der Artikel automatisch wieder von der Einkaufsliste entfernt.
Des Weiteren wird der Einkauf von selbstlernenden Algorithmen und einem Computersystem überwacht. Beim Verlassen des Stores checkt sich der Kunde wieder aus und die Kosten für den Einkauf werden ihm automatisch von seinem Amazon-Konto abgebucht. Damit soll es in Zukunft keine langen Warteschlangen an den Kassen mehr geben, die Einkäufer oft Zeit und Nerven kosten.

2.000 Lebensmittel-Stores geplant

Dieses neue System zum Einkaufen von Lebensmitteln ist allerdings nicht das einzige, das Jeff Bezos im großen Stil plant. Amazon will in den nächsten zehn Jahren 2.000 Lebensmittel-Läden in ganz Amerika eröffnen, berichtet businessinsider.
Während des Pilotprogramms will Amazon verschiedene Versionen von solchen Stores testen. Einige werden reine "Pick-up Stores" sein, bei denen User ihre Lebensmittel abholen können, die sie vorher im Internet geordert haben. Andere Läden sollen sich hingegen an klassischen Lebensmittel-Supermärkten orientieren.

Lebensmittellieferung frei Haus

Und dann wäre da ja auch noch Amazon Fresh, das derzeit nur in ausgewählten Städten in den USA und in London verfügbar ist. Bei diesem Service können Online-Shopper Lebensmittel im Internet ordern und sich diese zu einem Wunschtermin nach Hause liefern lassen. Noch ist offen, wann der Marktplatz-Betreiber diesen Service auch in Deutschland anbieten wird.



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