AmazonWorld News KW02 08.01.2020, 08:01 Uhr

Amazon fährt aggressive Bewerbung von Eigenmarken in den SERPs zurück

Amazon-Widget "Top-Produkte unserer Marken" scheinbar verschwunden / Weitere europäische Länder nehmen Amazon in Sachen Umsatzsteuer in die Pflicht / Logistikzentrum in Irland geplant / Amazon erwägt stationäre Geschäfte in Deutschland 
(Quelle: shutterstock.com/Mind and I)
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AMAZON MARKETPLACE

Amazon-Widget "Top-Produkte unserer Marken" verschwunden? Amazon hat offenbar die offensive Bewerbung seiner Eigenmarken unter dem Reiter "Top-Produkte unserer Marken" in den Suchergebnissen aufgegeben. Bisher fand sich bei einigen Suchanfragen beispielsweise für die Keywords "Ladekabel" oder "Batterien" ein Produkt-Karussell mit Amazons eigenen Produkten. Das taucht nach Untersuchungen von Marketplace Pulse auf einmal auf Amazon.com nicht mehr auf. Auch auf Amazon.de konnten wir die "Top-Produkte unserer Marken" bei einer kurzen Testsuche nicht mehr finden. Sonder-Widgets wie "Amazon's Choice" oder "Bestseller" gibt es weiterhin, hier werden aber nicht ausschließlich Amazons Eigenmarken beworben. >>>Marketplace Pulse
Die Beziehungskrise - wie Marken mit Amazon umgehen: Markenhersteller und Amazon verbindet seit Jahren eine Hassliebe. Führt der aktuelle Trend zum Direct-to-Consumer-Handel Brands aus der Abhängigkeit? >>>Internetworld
Amazon treibt Umsatzsteuer seit Januar auch in Norwegen, Armenien und der Schweiz ein: Seit 1. Oktober gilt in Deutschland die Umsatzsteuermeldepflicht für Online-Marktplätze. Aber nicht nur die Deutschen wollen Amazon und Co. in Sachen Umsatzsteuer in die Pflicht nehmen: In Norwegen, der Schweiz und in Armenien sammelt Amazon seit 1. Januar 2020 Umsatzsteuer von seinen Dritthändlern ein und gibt sie an die örtlichen Finanzämter weiter. Wer in diesen Ländern über Amazon verkaufen will, muss deshalb ab sofort eine gültige Umsatzsteuernummer vorlegen. >>>Tamebay
FBA-Gebühren in den USA ändern sich: Zum 1.1.2020 hat Amazon seine Gebühren für das Logistik-Programm Fulfillment by Amazon in den USA angepasst. Im Durchschnitt steigen die Gebühren um 3 Prozent an. In einigen Kategorien, beispielsweise Schuhe & Accessoires oder Gartenmöbel wird der Versand über FBA aber günstiger. Für Deutschland ist aktuell keine Gebührenänderung bekannt. >>>Sellerjournal

AMAZON LOGISTICS

Amazon plant Logistikzentrum in Irland: Der Online-Händler kundschaftet Standorte in einer Größe von rund 9.000 Quadratmeter aus und hat Optionen für den Stadtrand von Dublin evaluiert, hat die Nachrichtenagentur Bloomberg aus informierten Kreisen erfahren. Das Unternehmen könnte sich damit etwas mehr Unabhängigkeit, vom weiteren Verlauf in Sachen Brexit verschaffen. >>>Finanzen.net

AMAZON COMPANY

Amazon erwägt stationäre Geschäfte in Deutschland: Der Onlinehändler ist dem Einstieg in den stationären Handel auch hierzulande nicht abgeneigt. "Fakt ist: Wir wissen, dass Kunden offline einkaufen und dass sie Vielfalt mögen", sagte Deutschland-Chef Ralf Kleber - allerdings nicht das erste Mal. Konkrete Ziele oder Zeitpunkte wollte er - auch nicht das erste Mal - noch nicht nennen. >>>Welt.de
Amazon breitet sich in Indien aus: Amazon.com Inc. hat eine Vereinbarung mit dem nach Reliance Retail zweitgrößten indischen Einzelhandelsunternehmen Future Group unterzeichnet, um dessen Produkte auf der Internet-Plattform (Amazon India Marketplace) anzubieten. Future Retail betreibt in Indien mehr als 1.500 Märkte, ist aber im Online-Geschäft nicht sehr weit entwickelt. Angeboten werden neben Lebensmitteln auch Non-Food Artikel wie Kosmetika und Kleidung. >>>IT Times
Amazon eröffnet Obdachlosenunterkunft in seiner Firmenzentrale: Die Hilfsorganisation Mary's Shelter will Anfang des Jahres eine neue Obdachlosenunterkunft in Seattle eröffnen – in einem Gebäude, das zu Amazons Firmenzentrale gehört. Insgesamt hat Amazon Mary's Shelter 100 Millionen US-Dollar für die nächsten zehn Jahr zur Verfügung gestellt. >>>Heise.de
Amazon beantragt Patent zum Bezahlen per Hand-Scanner: Wer aktuell in den Amazon-Go-Stores bezahlen will, tut dies per App. Künftig sollen Kunden ihr Smartphone nicht mehr brauchen, sondern nur noch ihre Hand. Das Patent dafür hat Amazon jetzt beantragt. >>>t3n.de

AMAZON ZAHLEN

5 Millionen neue Prime-Kunden weltweit konnte Amazon in einer einzigen Woche des Weihnachtsgeschäfts generieren, so die Jubel-Meldung des Marktplatz. >>>Pressemitteilung

AMAZON O-TON

"Wir sollten bestimmten Digitalgiganten früher und schneller als bislang Auflagen machen können. Die Dynamik des Internets bringt es mit sich, dass es nicht ausreicht, wenn wir immer erst dann tätig sein dürfen, wenn bereits Tatsachen von den UnternehmenPrivate Business Cloud geschaffen wurden."
Bundeskartellamtschef Andreas Mundt fordert mehr Möglichkeiten zur Kontrolle von Digitalkonzernen wie Amazon. >>>Internetworld



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