Frische Lebensmittel 07.10.2019, 09:41 Uhr

Amazons Supermarkt-Kette steht in den Startlöchern

Amazon will bald seine Supermarkt-Kette mit Lebensmitteln an den Start bringen. Damit verstärkt der Online-Riese seinen Fokus auf eine Präsenz im stationären Handel. Ziel ist es, die Online- und Offline-Welt weiter zu verknüpfen.
(Quelle: shutterstock.com/Eric Broder Van Dyke )
Amazon forciert seinen Plan, eigene Supermärkte für Lebensmittel zu eröffnen. Das Vorhaben des E-Commerce-Riesen, Dutzende neue Supermärkte in mehreren US-Großstädten zu eröffnen, wurde bereits im Frühjahr dieses Jahres bekannt. Damit verstärkt der Online-Riese seinen Fokus auf eine Präsenz im stationären Handel. Ziel ist es, seine Online- und Offline-Welt besser zu verknüpfen.
Erste Läden sollen nun bald in Los Angeles, Chicago und Philadelphia ihre Pforten öffnen, berichtet das Wall Stret Journal. Im Raum Los Angeles soll Amazon mehr als ein Dutzend Mietverträge unterzeichnet haben. Die ersten Geschäfte werden sich wahrscheinlich in den Vororten von Woodland Hills und Studio City befinden. Weitere Standorte sollen für die Stadt Irvine im nahegelegenen Orange County vorgesehen sein. Diese könnten bereits Ende des Jahres eröffnet werden.
Viele der vorgeschlagenen Standorte liegen dabei außerhalb der städtischen Zentren und richten sich an Verbraucher mit mittlerem Einkommen. Abgesehen von zubereiteten Lebensmitteln werden sie Lebensmittel des täglichen Bedarfs auf Lager haben.
Amazon verfügt nun insgesamt über 16 Amazon Go-Filialen, in denen Kunden verzehrfertige Lebensmittel und Lebensmittelkäufe kassenfrei erwerben können. Zudem betreibt Amazon sogenannte Amazon 4-Sterne-Läden, die Produkte mit mindestens 4-Sterne-Bewertungen auf der Amazon-Website führen sowie 18 Amazon Books Stores.

Online-Bestellungen mit Amazon Fresh

Im Gegensatz zum Ausbau von stationären Läden, hält sich Amazon mit der Expansion von Amazon Fresh sehr zurück. Bereits seit zweieinhalb Jahren stellt der E-Commerce-Riese online bestellte Lebensmittel über seinen Amazon Fresh Service zu. Doch der Erfolg des Lebensmittel-Lieferdienstes lässt noch zu wünschen übrig.
Das trifft auch auf Deutschland zu, wo der Service derzeit nur in Berlin, Hamburg und München verfügbar ist. Daher setzt der Online-Marktplatz aktuell nicht auf den Ausbau des Service, sondern möchte den Dienst erstmal in den verfügbaren Regionen optimieren, berichtet die Lebensmittelzeitung. Konkrete Zahlen, wie Amazon Fresh performt, gibt es derzeit nicht.



Das könnte Sie auch interessieren