Corona-Epidemie 16.03.2020, 07:41 Uhr

Alibaba-Gründer Jack Ma spendet Millionen Schutzmasken für Europa

Als sich im Januar das Corona-Virus COVID-19 in China verbreitete, wurden viele medizinische Hilfsgüter aus Europa nach Asien exportiert. Jetzt beschreiten die Jack Ma Foundation und die Alibaba Foundation den umgekehrten Weg und schicken Hilfsgüter nach Europa.
(Quelle: shutterstock.com/ToKa74 )
Die Alibaba Foundation und die Jack Ma Foundation spenden über zwei Millionen Schutzmasken sowie weitere medizinische Hilfsmittel, wie zum Beispiel Testkits, um Europas Kampf gegen das Coronavirus COVID-19 zu unterstützen. Das teilten die Organisationen in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Magagement des Flughafens Lüttich (Belgien) mit. 
 
Ein Frachtflugzeug, beladen mit der ersten Ladung der gespendeten Vorräte, ist bereits vom Flughafen Hangzhou in China gestartet und am Abend des 13. März am Flughafen Lüttich angekommen. An Bord waren eine halbe Million Masken, die nach Italien geschickt werden sollen. Weitere Lieferungen sind in den nächsten Tagen geplant, so heißt es in der Pressemeldung.

Schutzmasken vielerorts vergriffen

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus in Europa klagen zahllose Ärzte und medizinische Organisationen über einen Mangel an Schutzmaterial. Schutzmasken, mit denen sich Ärzte gegen die Ansteckung mit COVID-19 schützen können, sind vielerorts vergriffen. Einer von mehreren Gründen für diese Engpässe: Als die Epidemie Anfang des Jahres in China ausbrach, wurden große Mengen von medizinischen Gütern von Europa nach China geliefert.
Nachdem sich in China die Stimmen häufen, die ein Ende der Epidemie in greifbarer Nähe sehen, ist jetzt offenbar die Zeit gekommen, sich für die Hilfe zu revanchieren. Die Jack Ma Foundation, die 2014 vom Alibaba-Gründer Jack Ma gegründet wurde und die Alibaba Foundation, die direkt von Alibaba finanziert wird, verfolgen ähnliche, philanthrope Ziele: Sie wollen gesellschaftliche Ziele wie Nachhaltigkeit und Solidarität fördern.
Die jetzt angelaufene Hilfaktion für Europa ist nicht die erste dieser Art. Bereits Anfang März schickten die beiden Stiftungen Millionen von Schutzmasken nach Japan.
 



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