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Ende des Tech-Booms Google-Mutterkonzern Alphabet will 12.000 Stellen abbauen

Shutterstock / rafapress
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Alphabet streicht weltweit 12.000 Stellen; das entspricht etwa sechs Prozent der Belegschaft. Dies teilte der Firmenchef Sundar Pichai den Beschäftigten per E-Mail mit. Eine veränderte Wirtschaftslage und neue geschäftliche Prioritäten machten den Schritt notwendig.

Die Kündigungswelle in der Tech-Branche rollt weiter. Als nächstes Schwergewicht der Tech-Branche streicht der Google-Mutterkonzern Alphabet tausende Arbeitsplätze. Weltweit sollen rund 12 000 Jobs wegfallen, wie Firmenchef Sundar Pichai in einer am Freitag veröffentlichten E-Mail an die Arbeitnehmer schrieb. Das entspricht rund sechs Prozent der Belegschaft.

Erst diese Woche hatte Microsoft die Streichung von 10 000 Stellen angekündigt. Davor gab Amazon den Abbau von 18 000 Jobs bekannt und der Facebook-Konzern Meta kappte bereits im November 11 000 Stellen. Die Tech-Konzerne hatten mit dem boomenden Geschäft in der Corona-Pandemie ihre Mitarbeiterzahlen zum Teil deutlich aufgestockt. So hatte Alphabet nach jüngsten verfügbaren Zahlen zum Stand Ende September 2022 fast 186 800 Beschäftigte. Das waren rund 36 750 mehr als ein Jahr zuvor.

Gründe für den Stellenabbau

Die Entscheidung zum Jobabbau laste schwer auf ihm, schrieb Pichai. "Und ich übernehme die volle Verantwortung für die Entscheidungen, die uns hierher geführt haben." Nach dem "dramatischen Wachstum" in der Pandemie habe man "in einer anderen wirtschaftlichen Realität als heute" die Belegschaft aufgebaut. Die Alphabet-Aktie lag nach der Ankündigung im vorbörslichen Handel um gut drei Prozent im Plus.

Zuletzt verlangsamte sich die Geschäftsentwicklung bei den Tech-Riesen unter anderem wegen der Konjunktursorgen und der hohen Inflation. Google und Meta verdienen ihr Geld fast ausschließlich mit Online-Werbung - und bekamen die Sparsamkeit großer und kleiner Unternehmen zu spüren. Bei Amazon schlugen neben der gesunkenen Kaufbereitschaft der Verbraucher die steigenden Logistik-Kosten zu Buche.

Beim Ausmaß der Kürzungen liegt Alphabet in etwa auf dem Niveau von Microsoft, wo knapp fünf Prozent der Arbeitsplätze wegfallen. Meta strich sogar 13 Prozent der Jobs. Bei Amazon mit seinen 1,5 Millionen Beschäftigten vor allem in Logistikzentren machen 18 000 Jobs nur einen kleinen Anteil aus, treffen aber stark die Büro-Arbeitsplätze. Für sich allein steht Twitter, wo Tech-Milliardär Elon Musk als neuer Besitzer gleich etwa die Hälfte der rund 7000 Mitarbeiter entließ.

Neue Prioritäten

Pichai deutete an, dass bei Alphabet Bereiche außerhalb des Kerngeschäfts stärker betroffen sein werden: Man wolle die Belegschaft an die zentralen Prioritäten des Konzerns anpassen. Dazu gehört vor allem der vor einigen Jahren beschlossene Fokus auf die Entwicklung künstlicher Intelligenz.

Eine Besonderheit von Alphabet ist, dass Google praktisch die gesamten Erlöse erwirtschaftet und damit unter dem Konzerndach Zukunftsprojekte wie Robotaxis der Firma Waymo oder Lieferdrohnen mitfinanziert. Diese Bereiche lässt sich Alphabet Milliarden kosten, versucht aber schon seit einiger Zeit, die Ausgaben unter Kontrolle zu bringen.


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