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Peter Chaljawski

Direct Brands Berlin Brands Group soll 100 Millionen Euro frisches Kapital erhalten

Peter Chaljawsk, CEO & Founder der Berlin Brands Group

BBG

Peter Chaljawsk, CEO & Founder der Berlin Brands Group

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Der Run auf D2C-Brands treibt Investoren an. Die Berlin Brands Group von Peter Chaljawski (Bild) erhält innerhalb von wenigen Wochen eine zweite Finanzspritze. Und eine neue Handelsplattform will die Investition in Amazon Brands vereinfachen.

Bei der Berlin Brands Group (BBG) geben sich die Investoren die Klinke in die Hand. Erst Anfang September hatte das "Manager Magazin" berichtet, dass der Private-Equity-Investor Bain Capital eine Minderheitsbeteiligung übernommen habe, die die Investmentbank Ardian seit 2015 gehalten hatte. BBG-Gründer Perter Chaljawski hatte daraufhin bekanntgegeben, diese Investition mache sein Unternehmen zum "Einhorn", also zu einem Start-up mit einer Unternehmensbewertung von über einer Milliarde US-Dollar.

Insider schätzten damals den Wert der auf Direct Brands spezialisierten Gruppe auf 1,2 Milliarden Dollar. In der Bewertung enthalten sind 700 Millionen Euro Eigen- und Fremdkapital, das Bain & Company der BBG zur Übernahme von Amazon-Händlern zur Verfügung stellen wolle, so das "Manager Magazin".

Jetzt ist Ardian bei der BBG wieder an Bord. Nach einem Bericht des "Handelsblatts" investiert die Investmentbank weitere 100 Millionen Euro in das 2005 gegründete D2C-Start-up. Die Summe ist offiziell nicht bestätigt, das Blatt beruft sich dabei auf Unternehmenskreise. Mit dem frischen Geld soll Chaljawski das tun, was er am liebsten tut: Amazon-Händler übernehmen.

Investitionen mit Security Token

Die Goldgräberstimmung rund um erfolgreiche D2C Brands oder solche, die es erst noch werden wollen, treibt auch andere Geschäftsmodelle voran. So vermeldet Amzscale, ein Spezialist für den Aufbau von Direct Brands auf Amazon, jetzt den Start einer Investitionsbörse auf Blockchain-Basis. Amzscale Invest soll ein Problem lösen: Oft ist der Finanzbedarf von kleineren Direct Brands zu gering, um den Aufwand einer traditionellen Finanzierung zu rechtfertigen. So fehlt jungen Gründern oft der Zugang zu kleineren Investoren - und auf der anderen Seite fehlt größeren Investoren der Zugang zu jungen Unternehmern mit Potenzial.

Die neue Plattform soll Investments auf Basis von Securoty Token erlauben, virtuellen Vermögenswerten in Form von Genussrechten, die in einer Blockchain gespeichert werden. Investitionen, die sonst mühselige Vertragsverhandlungen und den Gang zum Notar beinhalten, können nun direkt mittels Token getätigt werden, die obendrein handelbar sind, verspricht das Osnabrücker Unternehmen. Für die Start-ups, die via Token finanziert werden, will Amzscale Invest gleichzeitig die Verwaltung der Investoren, die Gewinnausschüttungen, Investorenberichte und Abstimmungen organisieren.

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