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Melanie Lauer

Kettler Sport "Wir haben von null auf 100 ein komplett neues B2C-Geschäft aufgebaut"

Melanie Lauer, CEO Kettler Sport / Trisport AG, mit dem Fahrradtrainer Frame aus der neuen Serie "HOI by Kettler"

Kettler Sport / Trisport AG

Melanie Lauer, CEO Kettler Sport / Trisport AG, mit dem Fahrradtrainer Frame aus der neuen Serie "HOI by Kettler"

Kettler Sport / Trisport AG

Dass Verkaufsschlager wie das Kettcar alleine nicht genügen, musste Kettler in den vergangenen Jahren schmerzlich erfahren. Melanie Lauer will mit einer Omnichannel-Strategie und neuen Geschäftsfeldern das erfolgreiche Comeback im Heimfitness-Bereich schaffen.

Alu-Räder, Gartenmöbel, Sportgeräte - und nicht zuletzt das Kettcar: Der Name Kettler ist gesetzt, die 1949 von Heinz Kettler gegründete Firma verbinden viele Generationen bis heute mit Tradition und Qualität. Umso schmerzhafter erschien die Firmenpleite, auch hervorgerufen durch Schicksalsschläge in der Familie Kettler selbst. 2015 und 2018 folgten Insolvenzverfahren, was schließlich in Betriebsschließungen endete und die Aufteilung der verschiedenen Sparten zur Folge hatte - bei denen die Schweizer Trisport AG die Lizenzrechte für Sportartikel erwarb.

Die Vergangenheit interessiert Melanie Lauer inzwischen nur noch bedingt. Sie ist CEO Kettler Sport / Trisport AG und fokussiert sich mit ihrem Team und Kollege Christoph Zöpfl, Digital Sales & Marketing Director bei Kettlersport.com, mit ganzer Energie auf die Zukunft.

Branchenkenner werden die Trisport AG noch mit dem B2B-Markt in Verbindung bringen: Als Generalimporteur und Distributor diverser Marken des Sport- und Fitnessbereiches (Bowflex, First Degree oder Nautilus) vertreibt die Trisport AG bereits seit vielen Jahren Kettler-Produkte in der Schweiz und zählte damit zu den größten Kunden der Traditionsmarke. Seit Ende 2019 verfügt Trisport über ein exklusives Lizenzrecht an der Marke Kettler und ist berechtigt, Sportartikel für die EU, EFTA und die Türkei herzustellen, zu vermarkten und zu vertreiben.

"Die Transformation in den vergangenen drei Jahren war gewaltig. Wir mussten zum Hersteller werden und möglichst schnell Produkte in den Verkauf bringen. Gleichzeitig galt es, zu definieren, wie die neue Kettler Sport-Welt aussieht. Wir haben mit null Kunden auf der ISPO 2020 angefangen und dann sukzessive das Team in diversen Bereichen neu aufgestellt: Es gab bis dato kein Produktmanagement, kein internationales Sales-Team, kein Marketing. Auch die Produktenwicklung haben wir neu aufgebaut, allerdings extern. Wir mussten also ganze Unternehmensbereiche komplett neu erschließen - und parallel dazu schon voll operativ sein", erzählt Melanie Lauer. Man habe in den vergangenen drei Jahren von null auf 100 ein komplett neues B2C-Geschäft aufgebaut.

Inzwischen ist Kettler Sport auf Marktplätzen wie Amazon, Decathlon und Kaufland unterwegs und hat seinen Online-Shop in insgesamt neun Ländern gelauncht. "Im DACH-Raum haben wir über 130 Retail-Kunden angebunden. Man findet Kettler Sport an über 350 Point of Sales", so Lauer.

D2C versus Handel

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