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Online-Möbelshop Made.com findet keinen Investor - es droht die Insolvenz

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Made.com erhielt nach dem Börsengang im vergangenen Jahr weniger Finanzierungen als erwartet. Da das Unternehmen frisches Kapital benötigt, jedoch keinen neuen Investor findet, steht es nun vor der Insolvenz.

Die britische Online-Möbelplattform Made.com steht vor der Insolvenz. Das Unternehmen hat bislang keinen neuen Investor gefunden und steht finanziell unter Druck, wie das Branchenportal Exciting Commerce berichtet.

Vorstand prüft die nächsten Schritte

Das Portal zitiert ein Statement des Unternehmens, in dem es heißt: "Der Verwaltungsrat hatte eine Reihe ausgewählter Kaufinteressenten eingeladen, bis Ende Oktober auf verbindliche Angebote hinzuarbeiten. Nach weiteren Gesprächen haben diese nun alle dem Unternehmen bestätigt, dass sie den erforderlichen Zeitplan nicht einhalten können. Infolgedessen wurden diese Gespräche beendet und das Unternehmen erhält keine Finanzierungsvorschläge oder möglichen Angebote für das ausgegebene und noch auszugebende Aktienkapital des Unternehmens mehr. Der Vorstand prüft die Lage und wird zu gegebener Zeit eine weitere Ankündigung machen. Wenn keine weiteren Finanzmittel aufgebracht werden können oder kein verbindliches Angebot für das Unternehmen eingeht, bevor die Barreserven des Unternehmens vollständig aufgebraucht sind, wird der Vorstand die entsprechenden Schritte unternehmen, um den Wert für die Gläubiger zu erhalten." Das Unternehmen gab nun auch bekannt, vorerst keine weiteren Bestellungen mehr anzunehmen.

Made.com hatte erst im Mai 2022 den Online-Marktplatz Trouva gekauft. Der Plan sah unter anderem vor, das angebotene kuratierte Produktsortiment zu erweiternm, um den eigenen Marktplatz auszubauen. Das Unternehmen wollte die Marktplatztechnologie von Trouva zudem nutzen, um die Funktionalität in den Bereichen Streckengeschäft, Integration von Spediteuren und Bestandsverwaltung zu verbessern.

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