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Adidas Primeknit-Modell

Streit um patentgeschützte Technologien Nike reicht Beschwerde gegen Adidas ein

Das Primeknit-Verfahren nutzt Adidas bei der Herstellung von Sportbekleidung und -schuhen, um eine besonders gute Passform zu erreichen.

Adidas

Das Primeknit-Verfahren nutzt Adidas bei der Herstellung von Sportbekleidung und -schuhen, um eine besonders gute Passform zu erreichen.

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Der Patent-Streit zwischen Nike und Adidas nimmt erneut Fahrt auf: Aufgrund einer Beschwerde seitens Nike leitet die United States International Trade Commission eine Untersuchung gegen die "Primeknit"-Modelle von Adidas ein.

Die United States International Trade Commission (USITC) prüft derzeit eine Beschwerde, die der US-Sportartikelhersteller Nike gegen seinen Konkurrenten Adidas am 8. Dezember 2021 eingereicht hatte.

In der Beschwerde behauptet Nike, dass Adidas durch die Einfuhr und den Verkauf der „Primeknit“-Schuhmodelle seine Patente verletzt habe. Der US-Sportartikelriese mit Hauptsitz in Beaverton (Oregon) fordert von der Behörde, den Import und den Verkauf der betroffenen Adidas-Modelle zu verbieten.

Jahrelanger Streit

Der Streit zwischen beiden Sportartikelherstellern um die Stricktechnologie bei Sportschuhen tobt schon seit Jahren. Bereits zu den Olympischen Sommerspiele in London im Jahr 2012 hatte Nike versucht, den Herzogenauracher dauerhaft den Verkauf seines Modells "Adizero Primeknit" zu untersagen, den Adidas kurz zuvor auf den Markt gebracht hatte.

Als Grund hierfür nannte die Marke mit dem "Swoosh", dass Adidas für die Herstellung des neuen Modells ein Verfahren nutze, dass sie selbst bereit im Jahr 2002 mit einem EU-Patent schützen ließ, und das bei seinem ebenfalls 2012 gelaunchten Modell "Flyknit" zum Einsatz kommt.

Das vorläufige Verkaufsverbot dauerte jedoch nicht lange: Es wurde vom Landgericht Nürnberg-Fürth im November 2012 aufgehoben. Nike hatte laut den Richtern keine Patentverletzung glaubhaft machen können. Die Herzogenauracher beantragten daraufhin die Löschung des umstrittenen Nike-Patents und bekamen Recht: Das Bundespatentgericht in München erklärte das Patent am 30. Oktober 2014 für ungültig.

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