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Digitale Verbrauchermarken Gehört den D2C-Marken die Zukunft?

Alibaba-CEO Daniel Zhang sprach im Zuge des CGF über die weltweiten E-Commerce-Entwicklungen.

CGF/Screenshot Alizila

Alibaba-CEO Daniel Zhang sprach im Zuge des CGF über die weltweiten E-Commerce-Entwicklungen.

CGF/Screenshot Alizila

Daniel Zhang, CEO der Alibaba Group, ist überzeugt, dass es nach der Pandemie eine neue Generation von Marken geben wird. Warum vor allem D2C-Brands auf dem Vormarsch seien, erklärte er während seines virtuellen Auftritts auf dem Global Summit des Consumer Goods Forum.

Der Chef des chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba, Daniel Zhang, prognostizierte auf dem virtuellen Global Summit des Consumer Goods Forum (CGF) den Aufstieg einer neuen Generation von digitalen Verbrauchermarken. Bei der Entwicklung der Produkte werde man sich vor allem auf Datenanalysen fokussieren, und diese dann entsprechend der Kundenwünsche designen, heißt es auf dem Alibaba-News-Portal Alizila.

China nimmt Vorreiterrolle ein

Vor allem Direct-to-Consumer-Geschäftsmodelle (D2C) seien für Zhang zukunftsträchtig - und China werde in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle einnehmen: "Ich glaube fest daran, dass dies auch anderswo auf der Welt passieren wird, aber China nimmt hier offensichtlich die führende Position ein und reagiert sehr schnell, besonders bei der Entwicklung neuer Marken und dem D2C-Modell", sagt Zhang.

Viele der aufstrebenden D2C-Marken präsentierten sich auf dem zweitgrößten digitalen Shopping-Festival Chinas Anfang des Monats, dem sogenannten 6.18.  Die Unterwäschemarke Ubras erzielte beispielsweise an ihrem ersten Verkaufstag einen Umsatz von 15,4 Millionen US-Dollar. Tmall, der B2C-Onlinemarktplatz von Alibaba, ist der Hauptvertriebskanal von Ubras, aber das Unternehmen expandiert seit 2019 auch offline mit Geschäften in Peking, Shanghai, Hangzhou und Chongqing.  

D2C-Marken reagieren schnell auf Verbrauchertrends

Die Marken profitieren von Chinas enormer Zahl an Verbrauchern, der digitalen Vernetzung und der gut aufgestellten Lieferketten. Aber auch digitale Plattformen wie Alibaba generieren wichtige Kundendaten. Viele Marken beginnen laut Zhang mit einem D2C-Geschäftsmodell, das es ihnen ermöglicht, zu niedrigeren Kosten zu verkaufen und mit Vertriebsmodellen zu experimentieren. Sobald sie Verbrauchertrends erkennen, dauert es dann nicht mehr lange, bis sie neue Produkte auf den Markt bringen. "Sie reagieren auf die Nachfrage der Menschen, kreieren neue Produkte und entwickeln neue Kategorien", so der Alibaba-Chef. "China ist in dieser Hinsicht tatsächlich sehr schnell. Im Rest der Welt, denke ich, braucht die Entwicklung junger Marken noch einige Zeit, weil die Durchdringung auf der Verbraucherseite noch verbessert werden muss."

Auch Alibaba plane, weitere Einzelhandelsformate in verschiedenen Kategorien -  wie beispielsweise Mode und Möbel - zu entwickeln. "Wir müssen den Menschen einen echten Grund geben, wieder in die Läden zu gehen, in Bezug auf das Erlebnis, in Bezug auf den Service", so Zhang. "Dieses integrierte Modell könnte die Zukunft des Einzelhandels sein. Es geht nicht nur um eine eigenständige Verkaufsmöglichkeit; es geht darum, ein Einkaufserlebnis neu zu definieren, das über die Erwartungen der Kunden hinausgeht."

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