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Appliance Only

Online-Handel AO geht in die Werbeoffensive

Appliance Only (AO) verlässt sich bei der Deutschlandexpansion nicht nur auf Know-how und Erfahrung, sondern auch auf den eigenen Lieferservice.

Foto: AO

Appliance Only (AO) verlässt sich bei der Deutschlandexpansion nicht nur auf Know-how und Erfahrung, sondern auch auf den eigenen Lieferservice.

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Der britische Online-Anbieter von Haushaltsgeräten Appliance Only (AO) peilt in Deutschland die Marktführerschaft an und startet in den nächsten Wochen eine Fernsehkampagne in Deutschland.

Das erste Resümee klingt optimistisch bis euphorisch: "Zurzeit wächst AO jeden Monat zweistellig  in Deutschland", freut sich Kevin Monk, Deutschland-Chef des britischen B2C-Anbieters Appliance Only (AO). "Im ersten Jahr wollen wir rund 28 Millionen Euro hier umsetzen." Bis Ende März - dann endet das Geschäftsjahr von AO - waren davon laut Geschäftsbericht immerhin knapp sechs Millionen Euro geschafft. Monk ist zuversichtlich, die Vorgaben aus England erfüllen zu können.

Für mehr Bekanntheit und Reichweite setzt der Online-Händler von Haushaltsgeräten neben Online-Marketing demnächst auch auf Fernsehwerbung. In wenigen Wochen startet die Fernsehkampagne der Briten in Deutschland. "Wir verstärken unsere Marketingbemühungen, um noch mehr Wert zu schaffen und mehr deutsche Kunden happy zu machen", so Monk gegenüber INTERNET WORLD Business.

Eigener Liefer- und Installationsservice


Die Ziele von AO in Deutschland sind ehrgeizig. "Ziel ist, der führende führende Online-Anbieter von Weißware in Deutschland zu werden", so Monk. Das Unternehmen setzt im Wettbewerb mit Konkurrenten wie Amazon oder Redcoon vor allem auf Erfahrung und Know-how im E-Commerce: "Wir haben drei bis fünf Jahre mehr Erfahrung im E-Commerce und mit Online-Kunden", so Monk selbstbewusst.

AO startete im Jahr 2000 in Großbritannien, kaufte 2009 das britische Unternehmen Expert Logistik und gründete im Juli 2014 in Elsdorf bei Köln seine Deutschlandtochter AO Deutschland Limited. 15 Millionen Euro investierte das britische Unternehmen in die Expansion. Im Oktober 2014 eröffnete der deutschsprachige Online-Shop. Neben Weißware offeriert AO Kunden hier eine Niedrigpreis-Garantie. Finden sie bestellte Ware bei einem anderen Anbieter günstiger, bekommen sie Geld zurück. Außerdem setzt AO auf einen eigenen Lieferdienst und installiert Geräte selbst, für diesen Service müssen Kunden zahlen. "Wir glauben fest daran, dass Kundenzufriedenheit das A und O im E-Commerce ist", begründet Monk diese Strategie.  "Wer den gesamten Prozess von der Bestellung bis zur Lieferung kontrolliert, kann den besten Service bieten."

Mehr Service, erster Erfolg

Die teure Rechnung scheint aufzugehen. Monk berichtet von positiven bis begeistertem Feedback: "Dass Deutsche Service schätzen, war uns bekannt", so der britische Manager, der zurzeit zwei Tage pro Woche in Deutschland verbringt und das Deutschlandgeschäft weitgehend aus Bolton, dem Stammsitz von AO nördlich von Liverpool, managt. "Das begeisterte Feedback hat uns aber doch überrascht." Das zweistellige Wachstum führt Monk auf die Service-Offensive zurück.

Früher als geplant will AO nun seinen Deutschlandstandort ausbauen, die Bauarbeiten für den neuen Firmensitz in Bergheim beginnen im Sommer. Einzug soll 2016 sein. Er soll zudem Europa-Zentrale der Briten werden. Ein zweites Logistik-Zentrum wird gerade in der Nähe von Frankfurt vorbereitet.

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