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Quartalszahlen Zalando bestätigt Wachstumsprognose - operatives Ergebnis enttäuscht

Shutterstock/nitpicker
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Der Online-Modehändler Zalando liegt nach dem zweiten Quartal auf Kurs zu seinen Wachstumszielen. Beim Blick auf den operativen Gewinn wurde der Dax-Kandidat trotz eines in diesem Punkt enttäuschenden Quartals etwas optimistischer.

Nach dem zweiten Quartal 2021 liegt Zalando auf Kurs zu seinen Wachstumszielen. Beim Blick auf den operativen Gewinn wurde der Dax-Kandidat trotz eines in diesem Punkt enttäuschenden Quartals etwas optimistischer - was aber auch an verschobenen Investitionen liegt. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde jetzt in der oberen Hälfte der erwarteten Spanne von 400 bis 475 Millionen Euro erwartet, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Berlin mit.

Umsatz legte in Q2 um 34 Prozent zu

Beim Umsatz werde weiter ein Anstieg um 26 bis 31 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro bis 10,5 Milliarden Euro erwartet. Im zweiten Quartal legte der Umsatz um 34 Prozent auf 2,73 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis ging wegen höherer Ausgaben für die Kundengewinnung und Marketing um 13 Prozent auf 184 Millionen Euro zurück. Damit erfüllte Zalando beim Umsatz die Erwartungen der Experten - der operative Gewinn fiel allerdings schwächer als erwartet aus.

Zudem gab das Unternehmen in einer Mitteilung bekannt, dass Marken und Händler ihre Online-Aktivitäten auf der Zalando-Plattform weiter ausgebaut haben. Das GMV des Partnerprogramms sei im ersten Halbjahr 2021 im Vorjahresvergleich durch neue als auch bestehende Partner um mehr als 100 Prozent gewachsen. Zum Ende des ersten Halbjahres verkauften knapp 4.700 aktive Händler über Connected Retail ihre Ware auf der Zalando-Plattform. Zudem hätten Marken stärker in Zalando Fulfillment Solutions und Zalando Marketing Services investiert, um Umsatz, Kundenzufriedenheit und Markenbekanntheit zu steigern.

"Wir freuen uns über ein hervorragendes Ergebnis im zweiten Quartal. Besonders die immer weiter zunehmende Aktivität von Kund*innen und Marken unterstreicht die Relevanz unserer Plattform und den Erfolg unserer Strategie. Um für Kund*innen und Partner noch relevanter zu sein, freuen wir uns besonders über die Partnerschaft mit Sephora zur Stärkung unseres Beauty-Geschäfts, sowie über die erfolgte Expansion der Zalando-Plattform in sechs neue Märkte", sagt Finanzvorstand David Schröder.

Neukunden aus Lockdown bleiben auch danach

Kleidung online zu kaufen bleibt für viele Menschen auch nach den Corona-Lockdowns eine Alternative. Wer während der Ladenschließungen im Frühling 2020 erstmals bei Zalando bestellte, sei auch danach auf der Plattform sehr aktiv geblieben, teilte der Online-Modehändler am Donnerstag mit. Seit dem Sommer 2020 stieg die Zahl aktiver Kunden demnach um gut zehn Millionen auf 44,5 Millionen - aktiv heißt dabei, dass jemand mindestens einmal im Jahr bestellt. In der Zeit von April bis Juni kauften diese Kunden so häufig wie nie: Durchschnittlich erhielten sie fünf Bestellungen von Zalando.

"Kunden und Partner nehmen unsere Plattform stark in Anspruch", so Schröder. Dabei sei auch der durchschnittliche Warenkorb gewachsen. Es bestätige sich, dass der durch die Pandemie ausgelöste Wechsel in den Online-Handel nachhaltig sei. Viele der knapp 15 000 Beschäftigten erholen sich gerade von dem Kraftakt, der hinter ihnen liege, wie Schröder erklärte. Das Unternehmen gewährte eine Woche Zusatzurlaub als «kollektive Pause». Vor allem Bürobeschäftigte haben in dieser Woche frei. In der Logistik kommen die Tage vielfach zunächst aufs Urlaubskonto.

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