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Lea-Sophie Cramer

Beate-Uhse-Mutterkonzern übernimmt ProSiebenSat.1 trennt sich von Amorelie

Amorelie-Gründerin Lea-Sophie Cramer

Amorelie

Amorelie-Gründerin Lea-Sophie Cramer

Amorelie

Der Medienkonzern ProSiebenSat1 hat den Online-Sexshop Amorelie an die EQOM-Gruppe verkauft. Das niederländische Unternehmen ist einer der größten Akteure auf dem Markt für Sexual-Wellness in Europa, was auch den Expansionsplänen von Amorelie zugutekommen soll.

Amorelie gehört nicht mehr zum Medienkonzern ProSiebenSat1. Laut einer Mitteilung des Unternehmens hat die ProSiebenSat.1-Tochter NuCom Group sämtliche ihrer Anteile in Höhe von rund 98 Prozent an dem 2013 gegründeten Online-Sexhop an die niederländische EQOM Group veräußert. Im Zuge des Verkaufs hat diese auch die restlichen rund zwei Prozent der Gründerin Lea-Sophie Cramer erworben.

Zum Kaufpreis selbst wurden keine Angaben gemacht.

Expansion in neue Märkte in Europa

Die EQOM-Gruppe, zu der auch Beate Uhse, das Erotikportal EasyToys, die niederländische Handelskette Christine le Duc und der norwegische Anbieter Kondomeriet gehören, hat im vergangenen Jahr 100 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet und ist nach eigenen Angaben einer der größten Akteure auf dem Markt für Sexual-Wellness in Europa.

Das Unternehmen ist derzeit auf Einkaufstour: Anfang September hatte die Gruppe zwei große Branchenunternehmen in Norwegen und den Niederlanden übernommen und als Ziel verkündet, bis 2025 ein Global Player mit 500 Millionen Euro Umsatz zu werden.

Davon soll auch Amorelie in Bezug auf die geplante Expansion in neue europäische Märkte profitieren: "Nachdem die ProSiebenSat.1 Group die Marke Amorelie in der DACH-Region durch TV-Werbung bekannt und stark gemacht hat, ist sie nun für die weitere Internationalisierung und damit den nächsten Entwicklungsschritt des Unternehmens nicht mehr der beste Eigentümer. Der Konzern fokussiert sich auf seine Beteiligungen, die durch Synergien mit dem Entertainment-Geschäft weiterentwickelt werden können und so den Wert der gesamten Gruppe erhöhen", heißt es in der Mitteilung.

Der Verkauf von Amorelie steht unter Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden. Der Abschluss der Transaktion und die anschließende Entkonsolidierung werden voraussichtlich für die zweite Hälfte des vierten Quartals 2021 erwartet.

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