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KfW-Studie

Weniger Neugründungen von Start-ups seit 2018

shutterstock.com/Sergey Nivens
shutterstock.com/Sergey Nivens

Start-ups sind Treiber des wirtschaftlichen Wachstums. Doch Gründer brauchen neben einer guten Geschäftsidee auch den Willen, Fleiß und Mut, um das Risiko der Selbstständigkeit einzugehen. Wegen Corona ist junger Unternehmergeist allerdings Mangelware.

Der Aufschwung in der Gründerszene Deutschlands ist im vergangenen Jahr zum Erliegen gekommen. Die staatliche Förderbank KfW schätzt die Zahl der Start-ups auf rund 70.000 - ebenso viele wie 2018. Zuvor war die Zahl kräftig gewachsen: 2016 hatte es 54.000 Start-ups gegeben und 2017 etwa 60.000.

Grund für die Stagnation sei die abgeschwächte Konjunktur bei einem zugleich stabilen Arbeitsmarkt, heißt es in der Studie. Gibt es genug offene Stellen, sehen sich weniger Menschen gezwungen, den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen.

Risiken und Chancen

Die Aussichten sind durchwachsen: Die Corona-Krise berge große Risiken für die Gründerlandschaft, aber auch Chancen, betonte die KfW. Einige Start-ups müssten wohl aufgeben, zugleich aber rückten internetbasierte und digitale Geschäftsmodelle in Zeiten von Homeoffice und Online-Konferenzen stärker in den Fokus. Ob ein Zuwachs durch neue Gründer die Schließungen mehr als kompensiere, bleibe abzuwarten.

Als Start-up bezeichnet die Bank Firmen, die vor weniger als fünf Jahren gegründet wurden, deren Gründer im Vollerwerb dort arbeiten und die innovations- sowie wachstumsgetrieben sind.

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